Basketball-Champions-League

Telekom Baskets Bonn verlieren gegen Venedig

Beim 84:94 gegen einen der Favoriten in Champions-League-Gruppe B zeigten sich die Telekom Baskets allerdings deutlich verbessert.

Beim 84:94 gegen einen der Favoriten in Champions-League-Gruppe B zeigten sich die Telekom Baskets allerdings deutlich verbessert.

Bonn. Die Telekom Baskets verlieren nach guter Leistung gegen einen der Favoriten der Champions-League-Gruppe B mit 84:94. Subotic kam mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus.

Die Enttäuschung war Josh Mayo deutlich anzusehen, als der Teamkapitän der Telekom Baskets seine Mannschaft entlang an den abklatschbereiten Händen einmal rund ums Spielfeld führte. Ein Sieg war möglich gewesen gegen Umana Reyer Venedig, doch in den Schlussminuten waren es kleine Bonner Fehler und die individuelle Qualität der Gäste, die einen Bonner Erfolg verhinderten. Beim 84:94 (20:34, 27:15, 18:21, 19:24) gegen einen der Favoriten in Champions-League-Gruppe B zeigten sich die Telekom Baskets, denen zuletzt immer wieder die nötige Intensität gefehlt hatte, allerdings deutlich verbessert.

Die Bonner starteten mit einer anderen Körpersprache und Energie ins erste Viertel als am Sonntag in Frankfurt. Zunächst konnte die Bonner Offensive mit klug gespielten Pässen auf den dann oft freistehenden Charles Jackson gefallen. Allerdings zeigte auch die Gäste-Offensive, was sie drauf hat. Bonn spielte gegen die im Durchschnitt fünf Zentimeter größeren Italiener schnell, was zu entsprechend vielen Angriffen führte, die Venedig gegen Viertelende dann gnadenlos effizient nutzte. Obwohl die Bonner Verteidigung mit besserer Abstimmung und besserem Timing ausgestattet war als zuletzt, führte unter anderem eine freche 71-prozentige Dreierquote Venedigs zu 34 Gästepunkten – bei 20 auf Bonner Seite. Eine Hochrechnung für vier Viertel verbot sich zu diesem Zeitpunkt.

„Wir müssen weitermachen, auch wenn es mal nicht so läuft“, hatte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich zuletzt gesagt. Es lief. Bei Venedig allerdings noch besser. Dennoch spielten die Baskets konsequent weiter und irgendwann fiel auf der Gegenseite dann auch nicht mehr jeder Korb. Während Jackson – bis dahin Topscorer mit sieben Punkten -  mit zwei Fouls belastet, dosiert eingesetzt wurde, war es Teamkapitän Josh Mayo, der das Punkten übernahm. Bis zu Pause waren es 18 Zähler, die Venedig-Coach Walter Di Raffaele auch nicht mit Umstellungen verhindern konnte.

Subotic verletzt sich bei Zusammenstoß

Den letzten Angriff vor der Pause spielte die kleine Bonner 14 lange abwartend dribbelnd von der Uhr, ehe er einen weiten Dreier mit dem Buzzer zum 47:49-Pausenstand versenkte. Die Baskets hatten ihre Aufholjagd mit einem psychologisch hilfreichen Abschluss gekrönt – und Mayo machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er aufgehört hatte: 50:49 – die erste Führung.

Dazwischen hatte es allerdings schlechte Nachrichten gegeben. Nach einem harten Zusammenstoß musste Bojan Subotic mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus. Das sah nicht gut aus. Und weil auch Mayo mal eine Pause brauchte und seine Kollegen nicht ganz so zuverlässig punkteten wie er, erarbeiteten sich die Italiener wieder einen kleinen Vorsprung. Zum Viertelende klaute TJ DiLeo den Ball und legte ihn trotz rustikalen Rettungsversuchs von Paul Biligha zum 65:70 nach dem dritten Durchgang in den Korb. Ein Pfiff blieb aus, sogar der sonst stets zurückhaltende DiLeo beschwerte sich, ein 2500-Zuschauer-Pfeifkonzert brachte die entsprechende Einstimmung auf ein Schlussviertel, in dem für die Krunic-Mannschaft noch alles drin war.

Doch ausgerechnet jetzt schlichen sich wieder mehr kleine Fehler ein und Austin Daye machte der Bonner Defense mit all seiner NBA-Erfahrung und Treffsicherheit das Leben zusätzlich schwer. Nach einem Dreier von DiLeo zum 83:87 (38.) keimte noch einmal Hoffnung auf, allerdings auch verbunden mit dem Wissen, dass Bonn sich nun keinen Fehler mehr erlauben durfte. Doch während die ausgebufften Gäste ihre Chancen nutzten, gelang den Baskets nur noch ein Punkt von der Freiwurflinie durch Yorman Polas Bartolo.

Weiter geht es  für die Baskets am Sonntag (15 Uhr) mit der Partie gegen Aufsteiger Merlins Crailsheim, am kommenden Dienstag geht es in der Champions League zum israelischen Vertreter Hapoel Holon.

Telekom Baskets: Reischel 8 Punkte, Subotic, James 8/1 Dreier, Jackson 14, DiLeo 10/2, Breunig 8, Bartolo 5, Mayo 26/5, Webb III 5/1, Jasinski.