Basketball-Bundesliga

So ziehen die Telekom Baskets in die Playoffs ein

Das Hinspiel in Bonn, da noch mit Trainer Predrag Krunic, gewannen Yorman Polas Bartolo und die Baskets gegen Florian Koch (links) und die Würzburger mit 91:89.

Das Hinspiel in Bonn, da noch mit Trainer Predrag Krunic, gewannen Yorman Polas Bartolo und die Baskets gegen Florian Koch (links) und die Würzburger mit 91:89.

Bonn. Am Mittwochabend haben es die Telekom Baskets Bonn verpasst, durch einen Sieg bei Alba Berlin das Playoff-Ticket zu buchen. Gegen Würzburg und Bayern München bieten sich nun zwei weitere Gelegenheiten.

Für die Telekom Baskets Bonn wird der Kampf um den Einzug in die Playoff-Runde der Basketball-Bundesliga zum Ritt auf der Rasierklinge. Um alle Zweifel auszuräumen, braucht die Mannschaft von Trainer Chris O'Shea aus den letzten beiden Spielen der Hauptrunde am Freitag (20.30 Uhr) bei s.Oliver Würzburg und am Sonntag (18 Uhr, Telekom Dome) im Heimspiel gegen Meister und Hauptrundensieger Bayern München weiterhin einen Sieg.

Bei Alba Berlin war es den Bonnern am Mittwochabend nicht gelungen, sich den Platz unter den besten acht Mannschaften endgültig zu sichern. Bei der 98:110-Niederlage überzeugten die Baskets zwar offensiv über weite Strecken, leisteten sich aber defensiv zu viele Patzer. Gleich sieben Berliner punkteten zweistellig.

„Wir müssen dieses Spiel jetzt abhaken und uns voll auf Würzburg konzentrieren, um dort den nötigen Sieg zu holen“, fordert O'Shea. Man nimmt ihm ab, dass er sich mit allen weiteren Rechnereien nicht beschäftigen will. Im engen Kampf um Platz sieben und acht mischen noch fünf Clubs mit. Es sind viele Konstellationen mit direkten Vergleichen unter zwei bis vier Teams möglich. Das Prozedere: Bei Punktgleichheit wird eine Tabelle erstellt, in die nur die Ergebnisse der beteiligten Mannschaften untereinander einfließen.

40 Minuten als Team auftreten

„Wir wollen das Spiel in Würzburg unbedingt gewinnen“, sagt O'Shea. Das hätte auch den Charme, dass die Bonner Platz sieben sicher hätten und damit Bayern München im Viertelfinale aus dem Wege gingen. Denn nur Ludwigsburg könnte dann noch mit den Bonnern gleichziehen, und den direkten Vergleich hat Bonn für sich entschieden. „Es wird ein großer Kampf in einer vollen und lauten Halle. Die stabilste Mannschaft wird sich am Ende durchsetzen“, blickt O'Shea auf die Aufgabe in Würzburg. Er erwartet einen Gegner, „der alles in die Waagschale werfen wird“.

Die Würzburger haben am letzten Hauptrundenspieltag noch den schweren Gang nach Bamberg vor sich und werden das Aufeinandertreffen mit Bonn als die letzte Möglichkeit ansehen, die Playoffs zu schaffen. O'Shea: „Wenn wir bestehen wollen, müssen wir 40 Minuten als Team auftreten, so wie uns das in Vechta und in Braunschweig gelungen ist.“ Entscheidend werde sein, dem Gegner keine einfachen Punkte zu gestatten, dessen Dreierquote auf niedrigem Niveau zu halten und die Rebounds zu kontrollieren.

Die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer tankte mit dem 99:83-Erfolg am Dienstag bei medi Bayreuth viel Selbstvertrauen, nachdem sie zuvor viermal in Folge verloren hatte. Getragen wird das Spiel der Franken von den Guards Skyler Bowlin und Cameron Wells, den Forwards Xavier Cooks und Devin Oliver sowie dem athletischen Center Mike Morrison. Eine feste Rolle im Spiel des Gegners, der das Hinspiel mit 86:91 verlor, hat auch Ex-Baskets-Spieler Florian Koch. Johannes Richter, früher ebenfalls in Bonn aktiv, ist verletzt.