Telekom Baskets Bonn

Nach Gruppensieg in der EuroChallenge Konzentration auf die Bundesliga

BONN.  Eine weitere Übernachtung in Tiflis haben sich die Telekom Baskets Bonn gespart. Schon in der Nacht nach dem 102:77-Erfolg in der EuroChallenge am Dienstag beim BC Armia, mit dem sich die Bonner den Gruppensieg gesichert hatten, machten sie sich auf den Weg zum Flughafen. Um fünf Uhr morgens startete der Flieger zurück in die Heimat.
Interessantes Duell: Der Bonner Kyle Weems (rechts) muss sich mit Würzburgs Topscorer Dwayne Anderson auseinandersetzen.
							Foto: Jörn Wolter
Interessantes Duell: Der Bonner Kyle Weems (rechts) muss sich mit Würzburgs Topscorer Dwayne Anderson auseinandersetzen. Foto: Jörn Wolter

Bei der Ankunft blickte man in müde, aber zufrieden dreinblickende Gesichter. Ab dem 15. Januar dürfen die Baskets um den Einzug ins Viertelfinale spielen. Dazu müssen sie in der Gruppe L mindestens den zweiten Platz belegen. In der Vierergruppe spielen neben Bonn der Bundesliga-Konkurrent EWE Baskets Oldenburg sowie mit Tsmoki Minsk (Weißrussland) und Okapi Aalstar (Belgien) zwei alte europäische Bekannte. Beide Clubs gehörten schon in der vergangenen EuroChallenge-Saison zu den Bonner Gruppengegnern - Minsk in der Vorrunde und Aalstar in der Top-16-Runde. Gegen beide gab es in Hin- und Rückspiel jeweils Sieg und Niederlage.

"Die andere Gruppe mit den Teams aus Paris, Gravelines und Szolnok ist sicher die Stärkere", freute sich Mike Koch über die Belohnung für den Gruppensieg. Er bedauerte allerdings gleichzeitig, nicht gegen bisher unbekannte Mannschaften spielen zu können. Dann noch ausgerechnet gegen einen Liga-Konkurrenten antreten zu müssen, sei abgesehen von der kurzen Busreise wenig reizvoll.

Zum zweiten Mal steht Bonn in der Top-16-Runde der EuroChallenge. In der vergangenen Saison war dann Schluss, diesmal wollen sie ins Viertelfinale. Die Nachteile der englischen Wochen mit der höheren psychischen und körperlichen Belastung sowie des reduzierten Trainings nimmt Koch gerne in Kauf. "Die Vorteile überwiegen", erklärte der 46-Jährige. Es sei einfacher, die Spieler bei Laune zu halten, zumal die Auswärtsfahrten als teambildende Maßnahmen taugten. Auch wenn das Training etwas zu kurz käme, "das, was wir einüben, lässt sich unter Wettkampfbedingungen am besten trainieren und sitzt dann auch".

Das soll den Bonnern auf Dauer auch in der Basketball-Bundesliga weiterhelfen. Dort wandern sie derzeit auf einem schmalen Grat. "Es geht in der Liga sehr eng zu. Der Abstand zu den Teams sowohl nach oben als auch nach unten ist nicht sehr groß", sagte Koch. Mit s.Oliver Würzburg erwarten die Baskets einen Verfolger, der trotz beachtlicher Investitionen in sein sportliches Personal hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. "Wir wollen den Anschluss nach oben nicht verlieren", erklärte Koch und machte damit klar, dass alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung wäre.

Die Würzburger haben sich vor der Saison individuell nennenswert verstärkt. In erster Linie sind da Nationalcenter Christopher McNaugthon, Power Forward Dwayne Anderson sowie die beiden Guards Jimmy McKinney und Lamont McIntosh zu nennen. Mit dem Ergebnis, dass die Süddeutschen vor der Saison zu den Play-off-Kandidaten gezählt wurden. Davon sind sie derzeit zwar weit entfernt, aber ein Erfolg in Bonn ließe sie neue Hoffnung schöpfen.

"Würzburg hat herausragende Schützen, denen wir keinen Raum geben dürfen", blickte Koch voraus. Anderson (14,2 Punkte pro Spiel), der bullige Center Jason Boone (11,7), McKinney (10,2) und McIntosh (7,4) sind die Topscorer. Besonders freuen auf seinen Auftritt in Bonn wird sich Alex King, der drei Jahre für die Baskets spielte. Im Eurocup stellte der 27-Jährige, der seinen Vertrag in Würzburg gestern um drei Jahre verlängerte, vor kurzem einen Rekord auf. Im Gruppenspiel gegen Azovmash Mariupol versenkte er ohne einen Fehlversuch sieben Dreier.

In der Saisonvorbereitung trafen beide Teams beim Maritim-Cup der Baskets aufeinander. Die Gastgeber gewannen das Spiel nach einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit knapp mit 87:86.

EuroChallenge, TOP 16, GRUPPE L, Zeitplan Telekom Baskets: 15. Januar: Okapi Aalstar (A); 22. Januar: EWE Baskets Oldenburg (H); 29. Januar: Tsmoki-Minsk (A); 12. Februar: Okapi Aalstar (H), 19. Februar: EWE Baskets Oldenburg (A); 26. Februar: Tsmoki-Minsk (H).

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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