Spieler von den PSK Lions Karlsruhe

Jarelle Reichel wechselt zu den Telekom Baskets

Mann mit Zug zum Korb: Jarelle Reischel.

Mann mit Zug zum Korb: Jarelle Reischel.

BONN. Jarelle Reichel kommt aus Karlsruhe und erhält einen Jahresvertrag beim Basketball-Bundesligisten, der wohl auch kommende Saison in der Champions League antritt

Die Kaderplanung der Telekom Baskets nimmt langsam Fahrt auf. Nachdem der Verein und Spielmacher Josh Mayo die beidseitige Ausstiegsoption am Wochenende verstreichen ließen, vermeldete der Basketball-Bundesligist gleich am Montag den ersten Neuzugang. Jarelle Reichel wechselt vom Zweitligisten PSK Lions Karlsruhe auf den Hardtberg und erhält einen Jahresvertrag. Der 26-jährige bringt einen ausgeprägten Zug zum Korb und einen deutschen Pass mit – das ist insofern wichtig, als Bundesliga und europäischer Wettbewerb eine Deutschenquote im Team fordern.

Schon nach dem Viertelfinal-Aus gegen Bamberg hatte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich betont, zunächst die deutschen Positionen besetzen zu wollen. „Mit Jarelle kommt einer der besten deutschen Akteure der vergangenen ProA-Saison nach Bonn“, so Wichterich. „Er verfügt über die athletischen und spielerischen Fähigkeiten, um schon in der kommenden Saison eine gute Rolle in der BBL zu übernehmen.“

Der 26-jährige Flügelspieler führte sein Team mit durchschnittlich 13,9 Punkten, 5,9 Rebounds sowie 3,0 Assists und 1,8 Steals bis ins Halbfinale der Pro A gegen den späteren Meister Rasta Vechta. „Die Telekom Baskets sind ein traditionsreicher und professionell geführter Club. Das, aber vor allem auch das Gespräch mit Coach Predrag Krunic während meines Besuchs auf dem Hardtberg, hat mich von Bonn überzeugt“, sagt Reischel. „Ich will dem Team mit meiner Verteidigung sowie Variabilität im Angriff die benötigte Energie geben, um möglichst erfolgreich zu spielen.“ In Bonn bekommt er die Trikotnummer 5 und wird primär als Small Forward eingesetzt, kann aber, so die offizielle Mitteilung der Baskets, „dank seiner Athletik und Physis aber auch auf die Zwei und Vier ausweichen“. Damit bleibt der Club seiner Philosophie einer variablen Kaderzusammenstellung auch in der kommen den Spielzeit treu.

Dann werden die Baskets wohl wieder in der Champions League an den Start gehen – so hat es zumindest Rolf Beyer, der Geschäftsführer von Brose Bamberg auf einer Pressekonferenz, auf der er den Bamberger Wechsel von der Euroleague in die Champions League verkündete, ausgeplaudert. Bestätigen wollten die Baskets das noch nicht, aber Wichterich erklärte: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Unterlagen abgegeben. Wir haben keine Veranlassung, davon auszugehen, dass sich an unserer direkten Qualifikation etwas ändert.“

Genauso wie Bamberg hat der ebenfalls für den Eurocup qualifizierte Dritte der Abschlusstabelle Ludwigsburg verzichtet und tritt lieber in der Champions League an. Medi Bayreuth spielt in der Champions League Qualifikation. Damit spielen der Meister FC Bayern (Euroleague) sowie Alba Berlin und das nach den Verzichtserklärungen von Bamberg und Ludwigsburg nachgerückte Ulm (beide Eurocup) in den Wettbewerben der mit dem Weltverband Fiba im Clinch liegenden europäischen Konkurrenzveranstalter.