Telekom Baskets Bonn

Isaiah Philmore wechselt an den Rhein

Isaiah Philmore im Duell mit Ryan Brooks. Zur kommenden Saison wechselt Philmore auf den Hardrtberg.

BONN. Nach dem Wechsel auf der Co-Trainer-Position und der Vertragsverlängerung für Eigengewächs Florian Koch gibt es bei den Telekom Baskets Bonn den ersten echten Neuzugang fürs Bundesliga-Parkett: Vom Ligakonkurrenten Ratiopharm Ulm kommt Isaiah Philmore nach Bonn.

Der 25-jährige Power Forward unterschreibt einen Zweijahresvertrag.

Gleichzeitig steht aber auch der erste Abgang aus dem Kader der vergangenen Saison fest: Die Wege von Bonn und Steve Wachalski trennen sich. "Steve ist ein toller Typ, der dem Team mit seiner Ruhe, aber auch seiner Feuerkraft aus der Distanz unheimlich viel gegeben hat", sagte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich.

"Wir hätten ihn gern weiterhin im magentafarbenen Trikot gesehen, konnten uns jedoch leider nicht auf die Eckdaten einigen." Nach GA-Informationen ging es wohl um die Vertragslaufzeit; Wachalski wollten demnach gerne um zwei Jahre verlängern, die Baskets boten nur einen Einjahresvertrag.

Mit seinen vom langgezogenen "Steeeeeve"-Ruf von der Tribüne begleiteten Dreiern war Wachalski schon ein bisschen Kult im Telekom Dome. Unvergessen seine 26 Punkte (Karrierebestwert), davon acht Dreier, gegen TBB Trier am 22. November 2014.

Philmore, der Sohn einer deutschen Mutter und eines US-amerikanischen Vaters besitzt einen deutschen Pass. Er hat sich für Bonn entschieden und begründet das auch mit den Erfahrungen aus dem spannenden Playoff-Viertelfinale, das sich Bonn mit seinem alten Arbeitgeber geliefert hat: "Im Telekom Dome ist es immer brutal laut, die Fans sind permanent im Spiel. Da zitterst du als gegnerischer Spieler gern mal für eine Sekunde", ließ er aus dem USA-Urlaub wissen. "Ich möchte hier Teil des Gewinnens sein."

Baskets-Cheftrainer Mathias Fischer schätzt Philmores Variabilität: "Isaiah ist ein toller Athlet, der seine Stärken in unmittelbarer Brettnähe hat und bei Bedarf auch als Center aushelfen kann. Er ist schnell genug auf den Füßen, um bis an die Dreierlinie zu verteidigen."

Zudem will er Philmores Qualitäten an der Dreierlinie herausarbeiten: "In seinen ersten beiden College-Saisons hat er über 35 Prozent seiner Dreier verwandelt." Philmore bestritt 2014/2015 in Ulm seine erste Saison als Profi. In rund acht Minuten pro Partie kam er durchschnittlich auf 3,4 Punkte und 1,6 Rebounds.