Treffen mit Keeper der Kölner Haie

Herzenswunsch von Baskets-Profi erfüllt

BONN.  Dominik Tix hat eine harte Zeit hinter sich. Seit er Ende 2011 einen geschwollenen Lymphknoten an seinem Hals entdeckte, ist er durch die Hölle gegangen, die viele Krebspatienten in der Hoffnung aufs Überleben an den Rand ihrer Leidensfähigkeit bringt.
Ein großer Tag für Dominik Tix: Dank der Überraschungs-Hilfe von Telekom-Baskets-Spieler Benas Veikalas (links) traf er Haie-Torwart Danny aus den Birken.
							Foto: Kölner Haie
Ein großer Tag für Dominik Tix: Dank der Überraschungs-Hilfe von Telekom-Baskets-Spieler Benas Veikalas (links) traf er Haie-Torwart Danny aus den Birken. Foto: Kölner Haie

Schockierende Diagnose, Operation, Chemo, Bestrahlung - fünf Worte die nur unzureichend beschreiben können, was der 20-Jährige aus Aegidienberg durchlitten hat.

Telekom-Baskets-Guard Benas Veikalas und seine Frau Stacey erfüllten ihm jetzt einen Herzenswunsch: Einen Besuch bei den Kölner Haien und ein Treffen mit Torwart Danny aus den Birken.

Der Lymphdrüsenkrebs hatte sich auch im Brustbereich ausgebreitet. "Stadium drei von vieren - keine optimalen Aussichten", sagt Dominik. Im März wurde der Knoten am Hals entfernt, danach begann die Chemotherapie. "Es war heftig. Vom ersten Tag an", sagt er. Nach dem vierten von sechs Zyklen wollte er aufgeben.

"Ich habe mich nach Alternativen umgesehen. Aber es gab keine." Er entschied sich dazu durchzuhalten. Es gab wenig, was zu dieser Zeit so weit weg war wie der Besuch einer Massenveranstaltung.

"Ich wollte eigentlich gemeinsam mit meinem Bruder Oliver eine Dauerkarte für die Kölner Haie kaufen, aber mit dieser Diagnose? Es war ja nicht klar, wie oft ich überhaupt hätte hingehen können", sagt er. "..., ob es sich noch gelohnt hätte", sagt er nicht, aber es steht unausgesprochen im Raum.

Irgendwann - Dominik, der Auszubildende zum Rettungssanitäter, war auf seinem persönlichen Fachgebiet längst ein medizinischer Experte geworden - zeigte eine Computertomographie, dass die Behandlung angeschlagen hatte. "Da war Gewebe zu sehen, das nur noch 4,1 Zentimeter groß war und sich nicht mehr veränderte", sagt er.

"Es hätte nur vier Zentimeter groß sein dürfen und nicht mehr stoffwechselaktiv." Das heißt, dann hätte es als Narbengewebe gegolten, nicht mehr als lebender Tumor. "Weil es ein bisschen zu groß und noch ein bisschen zu aktiv war, wollte niemand die Verantwortung für ein Therapieende übernehmen", erklärt Dominik.

Eine Expertenrunde empfahl eine Strahlentherapie "um auf der sicheren Seite zu sein", wie Dominik recht lapidar weitere harte Wochen umreißt. Ein weiteres CT und das Abschlussgespräch gaben im Januar die Gewissheit, dass Dominik gesund ist und nur noch alle drei Monate zur Kontrolle muss.

Sein Bruder Oliver und Jenny Meßmann, eine Freundin der beiden, hatten da schon eine Begegnung in die Wege geleitet, die der junge Aegidienberger so schnell nicht mehr vergessen wird. Dominik sollte seinen Lieblingssportler treffen. Um das möglich zu machen, bat Telekom-Baskets-Fan Jenny auf der Baskets-Weihnachtsfeier Stacey Veikalas um Hilfe.

Die Frau von Benas Veikalas engagiert sich für krebskranke Kinder. Sie hielt aus den Birken zwar zunächst für einen Fußballtorwart, setzte aber alle Hebel in Bewegung. Mit der Hilfe der Haie. Und mit Erfolg. Als Dominik auf dem Parkplatz vor der Lanxess-Arena die Bonner traf, ahnte er noch immer nicht, was auf ihn zukommen würde.

"Jenny und mein Bruder hatten von einer kleinen Überraschung gesprochen - was sollte das schon sein?" Haie-Pressesprecher Philipp Walter holte ihn an seinem Sitzplatz ab und nahm ihn mit hinter die Kulissen eines Eishockey-Bundesligaspiels. Zu einem verwirrt-ungläubigen Blick gesellten sich deutlich rote Wangen. Dominik sah, wie Haie-Kapitän John Tripp und seine Kollegen sich auf den Weg raus durch das Hai-Maul aufs Eis machten. Und er sah, wie sie die Hamburg Freezers mit 4:3 schlugen.

Nach dem Spiel wurde er aufs Eis gerufen. Wieder ein staunendes Zögern, dann nahm ihn Veikalas mit zu Danny aus den Birken. Sagen konnte Dominik nichts. "Ich war völlig überrumpelt, mir hatte es die Sprache verschlagen. Aber es war unbeschreiblich", sagte er, als er die Sprache wiedergefunden hatte. "Ich habe erst abends realisiert, dass ich Danny getroffen habe und mit einem Baskets-Profi unterwegs war - Wahnsinn."

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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