Telekom Baskets

Heißes Spiel in Ludwigsburg

BONN.  Telekom Baskets wollen ihre Siegesserie fortsetzen und sich ihr Spiel vom aggressiven Gegner nicht zerstören lassen
'Wir müssen uns in der Verteidigung weiter steigern', sagt Robert Vaden (links).
							Foto: Jörn Wolter
'Wir müssen uns in der Verteidigung weiter steigern', sagt Robert Vaden (links). Foto: Jörn Wolter

Wenn der Erfolg da ist, kommt der Spaß von ganz alleine. Das spürte man bei den Telekom Baskets Bonn nicht nur beim begeisternden Karnevalsspiel gegen ratiopharm Ulm, als der Basketball-Bundesligist beim 99:94 den vierten Sieg in Folge feierte, sondern man spürt es auch beim Training im Telekom Dome. Am Donnerstafabend beispielsweise spielte Spielmacher Jared Jordan den Ball durch die Beine des auf ihn zukommenden Jamel McLean, lief an ihm vorbei und nahm das Leder wieder auf. Das Gelächter war groß. Nicht nur im Fußball ist es die Höchststrafe, wenn man so getunnelt wird. Doch selbst McLean lachte herzlich darüber und nahm es seinem Mitspieler nicht übel.

Aber es wurde nicht nur gescherzt. Trainer Michael Koch bereitete seine Mannschaft gewissenhaft auf den kommenden Gegner vor. Am Samstag (19.30 Uhr) treten die Bonner bei den Neckar Riesen Ludwigsburg an. Und das wird nicht nur deshalb eine schwierige Aufgabe, weil die Riesen unter dem neuen Trainer John Patrick mit drei Siegen in Folge die Abstiegsplätze verlassen haben, sondern weil in der Arena Ludwigsburg gerade gegen Bonn eine hitzige Atmosphäre zu erwarten ist.

Vorgeschichte: Die Telekom Baskets hatten Ende Dezember Marqus Blakely verpflichtet, der aber durch den Drogentest fiel und wieder nach Hause geschickt wurde. Das hinderte die Ludwigsburger nicht daran, den Amerikaner knapp zwei Wochen später ihrerseits unter Vertrag zu nehmen. Bei ihnen war Blakely negativ getestet worden, und auch die Nationale Doping Agentur (NADA) kam bei ihrem Test zu einem negativen Ergebnis.

Doch vorher hatte Blakely schon wieder die Heimreise angetreten, aus familiären Gründen, wie es hieß. Hinter den Kulissen war es durch die Personalie zwischen beiden Vereinsführungen zu einem Schlagabtausch gekommen. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass die Anhänger der Ludwigsburger den Bonnern einen entsprechend heißen Empfang bereiten werden.

"Für uns spielt das sportlich keine Rolle. Blakely hat nur ein Training bei uns gemacht. Es gab keine enge Verbindung zur Mannschaft", sagte Koch und ergänzte: "Wie die Ludwigsburger Fans damit umgehen, ist eine andere Sache. Ich habe aber lieber Fans, die emotional sind und Radau machen." Aus seiner Sicht sei der ganze Fall abgehakt. Koch: "Wir haben alle Instanzen und Beteiligte informiert und damit unsere Schuldigkeit getan. Was hinter den Kulissen passiert, ist nicht mein Problem." Man müsse sich auf den kommenden Gegner konzentrieren. "Wir sind nun in einer Situation", so Koch, "wo wir hin wollten. Und die müssen wir mit aller Kraft verteidigen."

Zuletzt habe man einige Spiele gegen Mitkonkurrenten um einen Play-off-Platz absolviert, da sei die Motivation bei seinen Spielern automatisch hoch gewesen. "Doch wir müssen auch Gegner wie Ludwigsburg Ernst nehmen und respektieren", blickte Koch voraus. Der Name John Patrick garantiere dafür, dass die Ludwigsburger äußerst aggressiv auftreten würden. "Sie werden unser Spiel zerstören wollen", sagte der Bonner Coach.

Eine seiner stärksten Waffen ist derzeit Robert Vaden. Der Amerikaner war gegen Ulm mit 32 Punkten der überragende Schütze und hat sich inzwischen zum Topscorer der Baskets entwickelt. "Ich spiele aggressiver als noch zu Beginn der Saison", sagte Vaden. Entscheidend für die Siegesserie sei aber gewesen, "dass wir uns in der Verteidigung deutlich gesteigert haben. Und das müssen wir weiter tun, wenn wir die Play-offs erreichen wollen."

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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