Telekom Baskets Bonn: Ensminger setzt auf den sechsten Mann | GA-Bonn

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Ensminger setzt auf den sechsten Mann

BONN.  Was man in Bonn kaum zu hoffen gewagt hatte, ist eingetreten. Wenn die Telekom Baskets am Mittwoch (19.30 Uhr, Telekom Dome) im zweiten Viertelfinalspiel der Play-off-Runde in der Basketball-Bundesliga die Brose Baskets Bamberg erwarten, sind es die Gäste, die einen 0:1-Rückstand in der "best of five"-Serie aufholen müssen.

Ansage vom Käpt'n: Chris Ensminger schwört seine Mitspieler ein. Foto: Ittermann

Die Bonner gewannen zum Auftakt am vergangenen Donnerstag in der Bamberger Stechert Arena sensationell mit 75:74, nachdem Benas Veikalas mit der Schlusssirene getroffen hatte. Nun will die Mannschaft von Trainer Mike Koch mit einem weiteren Erfolg vor eigenen Fans mit 2:0 in Führung gehen und hätte dann gegen den haushohen Favoriten zwei Matchbälle.

Einfacher gesagt als getan. Koch und seine Spieler wissen, wie schwer das werden wird. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir mit Sicherheit auf eine andere Bamberger Mannschaft treffen werden als im Hinspiel. Die sind jetzt angezählt, werden noch aggressiver und mit mehr Feuer aufs Feld kommen", sagte der 46-Jährige. Gleichzeitig aber will er sein Team an das erinnern, was es im Hinspiel geleistet hat und ihm vermitteln, dass es auch diesmal eine Chance hat und daran glauben muss.

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Spielmacher Jared Jordan ist davon überzeugt, dass sich an der Situation "David gegen Goliath" auch nach dem Sieg in Bamberg nichts geändert hat. "Wir sind nach wie vor der Außenseiter, haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen", sagte er.

Und Chris Ensminger setzt auf den "sechsten Mann": "Wir waren im Saisonverlauf in eigener Halle nicht so dominant und haben einige Spiele knapp verloren. Doch die Play-off-Runde ist eine neue Saison. Frankfurt war schon eine Art Play-off-Spiel, und da hat uns das Publikum zum Sieg getrieben. Ich hoffe, wir können diese Atmosphäre wieder nutzen", sagte der Center.

Brose Baskets Bamberg vs. Telekom Baskets
Mike Koch will an die erfolgreiche Taktik aus dem ersten Spiel, als man den Gegner mit wechselnden Verteidigungen zu 18 Ballverlusten zwang, anknüpfen. "Einfach dasselbe zu machen, wird aber nicht ausreichen", sagt er, "Bamberg ist eine Mannschaft, die man immer wieder vor neue Aufgaben stellen muss, daran wird sich nichts ändern." Die lange Pause habe es ermöglicht, an Details in Abwehr und Angriff zu feilen. Ganz neue Taktiken sind zwar nicht zu erwarten, "doch auch die Kleinigkeiten helfen."

Allerdings haben die Bamberger die gleichen Voraussetzungen. "Sie werden Spiel eins genau analysieren und sich auf unsere Zonenverteidigung und Zonenpresse vorbereiten", blickt Koch voraus und stellt sich auf ein paar neu einstudierte Spielzüge ein. Auch in der Verteidigung erwartet er beim Gegner ein paar Neuerungen und vor allem, "dass sie aggressiver draufgehen."

"Davon dürfen wir uns dann nicht einschüchtern lassen", sagt Ensminger. "Was in Bamberg passiert ist, dass wir am Anfang der ersten und zweiten Halbzeit einem hohen Rückstand hinterherliefen, müssen wir diesmal vermeiden. Unser Ziel muss sein, das Spiel bis zum Schluss eng zu halten, um eine Chance auf den Sieg zu haben", ergänzt der Routinier.

Wenn es eine eklatante Schwäche der Bonner im Hinspiel gab, war das der Rebound. Natürlich wird daran gearbeitet, doch Koch machte klar, dass "die Bamberger aufgrund ihres Kaders da Vorteile haben. Im Rebound werden wir uns während der ganzen Serie schwer tun. Das müssen wir durch andere Dinge wettmachen".

Zum Beispiel durch ein noch kontrollierteres Angriffsspiel. "Wir hatten auch in Bamberg noch zu viele Angriffe, bei denen wir kopflos gespielt haben. Durch unsere Ballverluste haben wir dann Bamberg wieder ins Spiel gebracht und ihnen einfache Punkte ermöglicht", blickt Koch zurück. Jeder Spieler müsse wissen, wann der Wurf kommt. Koch: "Mit dem Angriff startet schon unsere Verteidigung."

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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