Basketball-Bundesliga

Die Baskets sind in Gießen Favorit

BONN.  Mit Blick auf die Aufgabe der Baskets am Sonntag bei den Gießen 46ers kann man nur hoffen, dass Chris Ensminger und Co. den Thanksgiving-Vogel gut verdaut haben. Denn alles andere als ein Sieg kommt für sie beim Tabellenletzten nicht in Frage.
Die Spieler der Telekom Baskets Bonn nehmen am Millionen-Lauf der Deutschen Telekom teil und unterstützen damit 'Ein Herz für Kinder'.
								Foto: Jörn Wolter
Die Spieler der Telekom Baskets Bonn nehmen am Millionen-Lauf der Deutschen Telekom teil und unterstützen damit 'Ein Herz für Kinder'. Foto: Jörn Wolter

"Thanksgiving" ist in den USA einer der höchsten Feiertage. Traditionell kommt dann ein Truthahn auf den Tisch. Die Amerikaner im Team der Telekom Baskets Bonn wollten sich diesen Braten nicht entgehen lassen und baten am Mittwoch ihren Trainer Michael Koch, das Training etwas früher am Nachmittag durchzuführen, um sich dann am Abend gemeinsam zum Truthahnessen treffen zu können.

Mit Blick auf die kommende Aufgabe am Sonntag (17 Uhr) in der Basketball-Bundesliga bei den Gießen 46ers kann man nur hoffen, dass Chris Ensminger und Co. den Vogel gut verdaut haben. Denn alles andere als ein Sieg kommt für sie beim Tabellenletzten nicht in Frage.

Gießen hat bisher nur ein Spiel gewinnen können. Zum Saisonauftakt gewannen die 46ers in Hagen. Danach hagelte es acht Niederlagen. So ganz wohl ist Mike Koch angesichts dieser Negativserie nicht. "Je länger eine Serie dauert, desto wahrscheinlicher wird, dass sie reißt", unkte er. Doch er sieht seine Mannschaft gerüstet, nicht zuletzt, weil sie bereits ein gebranntes Kind ist.

Die bittere Niederlage vor vier Wochen in Frankfurt erlitten sie gegen ein Skyliners-Team, das zu diesem Zeitpunkt auch erst einen Erfolg auf dem Konto hatte. Und die Leistung beim erzitterten 75:71-Sieg in der EuroChallenge am Dienstag gegen Tiflis war gewiss auch kein Anlass, die Bodenhaftung zu verlieren.

Wie in Frankfurt hatten die Bonner auch da für einen längeren Zeitraum die Kontrolle über das Spiel verloren, schafften es dann aber noch rechtzeitig, den Schalter umzulegen. Das wertet nicht nur der Trainer positiv, sondern auch Kyle Weems. "Wir müssen vor allem weiter hart an unserer Defensive arbeiten", sagte der 23-Jährige. Frisch von einem US-College kommend, hat sich Weems gleich als Topscorer bei den Baskets etabliert.

Die Baskets und der Millionen-Lauf
Für ihn sehen die Lehren aus den Spielen gegen Frankfurt und Tiflis so aus: "Wir sind keine Mannschaft, die es ruhig angehen lassen kann. Wir müssen 40 Minuten lang aggressiv auftreten, die Passwege zustellen und den Gegner unter Druck setzen."

Dem Team sei bewusst, dass in Gießen eine schwere Aufgabe warte. Weems: "Ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, und eine heiße Atmosphäre in einer kleinen Halle. Darauf müssen wir vorbereitet sein."

Für Coach Mike Koch kommt es in erster Linie darauf an, die gefährlichen Guards der Gießener zu kontrollieren. Um einen muss er sich aber nicht mehr kümmern. Jimmy Baxter, bislang mit 14,6 Punkten zweibester Schütze, wurde von den Gießenern beurlaubt.

Bleibt unter anderem noch Topscorer Ryan Brooks (16,3 Punkte), der aus allen Distanzen gefährlich ist. In Korbnähe müssen die Baskets auf Center Elvir Ovcina und den gerade verpflichteten erfahrenen Kroaten Jasmin Perkovic achten.

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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