Telekom Baskets

Baskets verlieren mit 50:78 beim FC Bayern

Devin Booker bedrängt Julian Gamble in der Beko BBL Saison 2017/18 zwischen dem FC Bayern Muenchen Basketball und den Telekom Baskets Bonn.

Deftige Pleite in München: Julian Gamble und seinen Bonner Teamkollegen hatten beim Spitzenreiter keine Chance.

Bonn. Nach einer desolaten Leistung hat der Basketball-Bundesligist beim Spitzenreiter FC Bayern mit 50:78 verloren. Die Baskets kamen nie wirklich ins Spiel.

Viel vorgenommen, wenig davon umgesetzt, an der Isar badengegangen: Teil eins der schwierigen Baskets-Dienstreise nach Bayern ist für die Bonner gewaltig schiefgegangen. In München kassierte die in allen Belangen unterlegene Mannschaft von Cheftrainer Predrag Krunic eine 50:78 (10:18, 11:25, 15:20, 14:15)-Klatsche.

Die Baskets hatten bis kurz vor Spielbeginn auf gute Nachrichten gewartet, doch die erhoffte Spielberechtigung für Tomislav Zubcic traf nicht mehr rechtzeitig ein (siehe Infokasten). So mussten die Bonner ohne ihren kroatischen Neuzugang auskommen - ein echtes Handicap gegen die starke lange Garde der Münchner.

Doch es fehlte nicht nur der 2,12-Meter-Mann, sondern auch an der gegen einen dominanten Spitzenreiter nötigen Aggressivität. Das Team von Krunic, der am Montag seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, war von Beginn an nicht in der Lage, das von Stefan Jovic initiierte mannschaftsdienliche Spiel der Münchner zu unterbinden.

Die Wurfquoten ließen ebenfalls aus allen Distanzen zu wünschen übrig und so kamen die optimistisch angereisten Gäste nach dem ersten Viertel gerade so auf eine zweistellige Ausbeute (18:10), die sie im zweiten Teilabschnitt auch nur um einen Zähler steigern konnten (Zwischenstand 40:21). In der Pause musste Co-Trainer Chris O'Shea zugeben, dass nichts von dem funktioniert hatte, was die Baskets sich vorgenommen hatten. Er forderte: "Aggressivität, Mentalität und Spiel mit Stolz."

 

Doch als die Münchner VIPs nach den Häppchen ihre Plätze einnahmen, hatten die Hausherren bereits wieder einen 6:0-Lauf absolviert und führten inzwischen mit 49:21 (23.).

Das, was Bonn sich in der Pause vorgenommen hatte, funktionierte offenbar auch nicht. Zur Viertelmitte war der bajuwarische Vorsprung auf 30 Punkte angewachsen (57:27). Die drohende noch deutlichere Blamage verbot, jetzt schon daran zu denken, angesichts der wohl verlorenen Partie Kraft für das Spiel in Bamberg am Sonntag zu sparen.

Von solchen Gedankenspielen war Konstantin Klein meilenweit entfernt. Er brachte trotz einigermaßen aussichtsloser Lage die geforderte Aggressivität und Intensität aufs Feld und leitete eine etwas stärkere Bonner Phase ein. Aber Krunic setzte seine Starter Julian Gamble, Josh Mayo und Nemanja Djurisic jetzt eher dosiert ein.

Da war nichts mehr zu holen - und Teil zwei des schwerstmöglichen Doppelspieltags der Saison gerade mal zwei Tage entfernt. Die Baskets ließen den Rückstand nicht mehr größer werden und kamen dank eines Malcolm-Hill-Dunks noch über die 50-Punkte-Marke - mit einer solchen Leistung dürfte auch der Bamberg-Trip in einem Desaster enden.