Basketball-Bundesligist

Baskets verlieren gegen Bayreuth mit 85:97

Josh Mayo machte in Bayreuth wieder starke 25 Punkte.

Josh Mayo machte in Bayreuth wieder starke 25 Punkte.

Bonn. Sportlicher Aschermittwoch für die Telekom Baskets Bonn: Der Basketball-Bundesligist hat es versäumt, in Bayreuth einen Big Point im Hinblick auf die Playoffs einzufahren.

Neben der Klasse und Stabilität des Tabellenvierten waren es zu viele Bonner Ballverluste und die Tatsache, dass Julian Gamble gegen die starken Bayreuther Center nie ein Faktor war, die zu der 85:97-(23:26, 20:24, 20:21, 22:26)-Niederlage führten. Zudem eroberten die Franken nach dem Bonner 85:82-Erfolg im Hinspiel den direkten Vergleich.

Damit rückt zumindest das Heimrecht für die Playoffs in weitere Ferne, denn die Baskets liegen jetzt vier Punkte plus direkter Vergleich hinter Bayreuth, bleiben aber Tabellenfünfter. Gute Nachrichten gab es aus Bonner Sicht zumindest aus den anderen Hallen, denn die Baskets-Verfolger Oldenburg und Ulm kassierten ebenfalls Niederlagen.

„Das erste Viertel hat den Unterschied gemacht und uns weh getan. Davon haben wir uns nicht richtig erholt“, sagte Baskets-Spielmacher und Topscorer Josh Mayo (25 Punkte) und gab sich kämpferische. „Wir verabschieden uns noch lange nicht vom Heimvorteil – es sind noch reichlich Spiele bis zum Saisonende.“

Es ging um viel. Das war den Baskets mehr anzumerken als den Männern mit dem Heimvorteil im Rücken. Nate Linhart eröffnete das Punkten gleich per Dreier, und auch die starken Bayreuther Center kamen am Brett gut in die Partie. Nach fünf Minuten traf James Robinson aus der Distanz zum 14:5, auf dem Bonner Konto war bis dahin nur ein Distanztreffer von Josh Mayo und ein erfolgreicher Halbdistanzwurf von Yorman Polas Bartolo. Da musste mehr kommen, sonst drohte der Tabellenvierte zu enteilen.

Es waren die Spieler von der Bank, die Bonn stabilisierten; besonders Martin Breunig hielt gegen Ende des Startviertels gut gegen die Bayreuther Center dagegen. Und zum Start des zweiten Viertels verkürzte Malcolm Hill an der Freiwurflinie auf 25:26 (11.). Nach einigen erfolgreichen Würfen von der Dreierlinie auf beiden Seiten glich Konstantin Klein aus der Distanz aus. Die Dreierquote war auch am Aschermittwoch noch im Wildwest-Modus vom Karnevalsspiel, das die Baskets mit 105:109 gegen Ludwigsburg verloren hatten.

Als Julian Gamble die Chance zur Führung durch einen leichtfertigen Bodenpass an der Mittellinie herschenkte, leitete er zu allem Überfluss auch noch einen 14:0-Lauf der Mannschaft von Trainer Raoul Korner ein. Die Baskets mussten sich wieder herankämpfen – und das taten sie. Nach einem 7:0-Lauf der Krunic-Truppe hatte Korner Gesprächsbedarf. Mit einem starken Zug zum Korb und hoch in den Korb geworfenen Punkten verkürzte Mayo zur Pause auf 43:50, doch nach dem Seitenwechsel polierten die Baskets dann mit zögerlichem Spiel das ohnehin aufgeplusterte Selbstbewusstsein der Franken und erlaubten ihnen wieder einen 7:0-Lauf ehe TJ DiLeo die ersten Bonner Punkte in Halbzeit zwei erzielte. Wieder arbeiteten sich die Baskets heran, und als Zubcic beim erfolgreichen Dreier zum 56:62 auch noch gefoult wurde, hatte Korner genug gesehen – Auszeit.

Die Bonner Verteidigung stand jetzt besser und machte es den Bayreuthern, die am Wochenende im Pokal-Top-Four antreten, schwerer. Aber die stabilen Franken fanden für alle durchaus guten Bonner Aufgabenstellungen eine Lösung und sicherten sich so den nicht unverdienten Sieg.

Die Baskets haben am kommenden Top-Four Wochenende spielfrei und sind erst am Freitag, 2. März (19 Uhr) in Bremerhaven im Einsatz.