Schlüsselspieler ist lange verletzt

Baskets stehen vor Spiel eins ohne Center Jackson

Mehr Verantwortung wird in Korbnähe Baskets-Center Martin Breunig (rechts) übernehmen müssen. FOTO: JÖRN WOLTER

Mehr Verantwortung wird in Korbnähe Baskets-Center Martin Breunig (rechts) übernehmen müssen. FOTO: JÖRN WOLTER

BONN. Die Telekom Baskets Bonn müssen bei ratiopharm Ulm erstmals auf ihren verletzten Center verzichten. Der Gegner steht indes unter hohem Erfolgsdruck.

Ihre Ausgangsposition könnte besser sein, wenn die Telekom Baskets Bonn am Samstagabend (18 Uhr) in der Basketball-Bundesliga bei ratiopharm Ulm antreten. Es ist das Spiel eins nach der Verletzung von Charles Jackson. Der Center hatte sich beim 114:77-Sieg in der Champions League gegen BK Opava komplizierte Bänderrisse im linken Fuß zugezogen und wird vermutlich mehrere Monate ausfallen.

Die Baskets haben bereits angekündigt, für Ersatz zu sorgen, doch das wird Zeit brauchen. „Solange müssen wir versuchen, den Ausfall von Charles als Team zu kompensieren“, blickte Trainer Predrag Krunic am Freitag voraus. Keine leichte Aufgabe, schließlich ist der US-Amerikaner mit 13,4 Punkten pro Spiel zweitbester Schütze der Bonner und mit im Schnitt 7,9 gegriffenen Abprallern auch noch bester Rebounder.

Deutlich mehr Verantwortung wird naturgemäß Martin Breunig als Backup Jacksons übertragen bekommen. Und wenn Krunic von der Kompensation durch das Team spricht, setzt er in Brettnähe auch auf Spieler wie James Webb III oder Julian Jasinski. Ein weiterer Spieler, der helfen könnte, wäre Bojan Subotic, doch der Montenegriner, der an der Schulter verletzt ist, ist gerade erst wieder ins Individualtraining eingestiegen. Mit seinem Einsatz ist nicht zu rechnen.

In puncto Selbstvertrauen sollten die Baskets gut aufgestellt sein. Die Vorstellung gegen Opava gehörte zum Besten, was man bisher vom derzeitigen Bundesligasechsten gesehen hat. Zwar sind die Tschechen die schwächste Mannschaft in der Bonner Champions-League-Gruppe, doch so deutlich wie von den Baskets sind sie bisher von keinem der Konkurrenten geschlagen worden.

Die Ulmer werden aber ziemlich sicher ein viel unbequemerer Gegner werden, zumal in eigener Halle und vor in der Regel ausverkauften Rängen. Das weiß auch Josh Mayo. „In Ulm zu spielen, ist immer eine Herausforderung, da die Halle wie der Telekom Dome mit unseren Fans sicherlich zu den lautesten der Liga zählt“, sagte der Bonner Mannschaftskapitän. „Meine Aufgabe wird es sein, das Team in dieser Atmosphäre zu führen, damit wir als Kollektiv die nötige Grundspannung haben, ohne die du in dieser Umgebung nur schwer bestehen kannst.“

Besonders motiviert wird die Mannschaft von Ulms Trainer Torsten Leibenath vor allem deshalb sein, weil die Saison längst nicht nach Wunsch verläuft. Mit erst zwei Siegen liegt der Tabellen-15. weit hinter den eigenen Ansprüchen. Für Bonn wird es unter anderem darauf ankommen, Antworten auf die starken Guards Javonte Green, Patrick Miller und Per Günther zu finden, ihren ehemaligen Spieler Ryan Thompson nicht heiß laufen zu lassen – und unter den Brettern den 2,13 Meter großen Center Bogdan Radosavljevic sowie die starken Rebounder Dwayne Evans und Isaac Fotu zu kontrollieren.