Basketballturnier "Gezeiten Haus Cup"

Baskets erreichen locker das Turnier-Finale

BAD HONNEF. Die erste Visitenkarte ist abgegeben, die Vorfreude auf die nächsten Auftritte bei den Fans riesengroß: Die Telekom Baskets Bonn haben am Samstagabend beim Basketballturnier „Gezeiten Haus Cup“ in der Sporthalle am Menzenberg locker das Finale erreicht.

Der Bundesligist siegte vor 1.200 Zuschauern erwartungsgemäß gegen den Kooperationspartner Dragons Rhöndorf mit 85:59 (27:12, 17:16, 22:12, 19:29).

Der Pro B-Zweitligist legte sich zwar mächtig ins Zeug, war gegen den turmhohen Favoriten von der anderen Rheinseite aber machtlos. Somit treffen die Bonner am Sonntag im Endspiel um 16.30 Uhr auf den Bundesligisten s.Oliver Würzburg. Die Truppe von Trainer Dirk Bauermann setzte sich am Samstagnachmittag mit 70:63 (19:26, 22:8, 9:17, 20:12) gegen den Pro-A-Zweitligisten RheinStars Köln durch.

Die Dragons Rhöndorf spielen zuvor am Sonntag um 14 Uhr Platz drei aus. Für die Fans war der erste Tag des traditionsreichen Vorbereitungsturniers lohnenswert, da erstmals die neuformierten Mannschaften vor den Zuschauern in der Region spielten. Bei den Telekom Baskets Bonn fehlten allerdings Julian Gamble (Prellung) und Ron Curry (Muskelfaserriss). Zudem weilt der Montenegriner Nemanja Djurisic noch bei der Basketballeuropameisterschaft.

Dafür mischten aber die anderen Spieler die bemühten Rhöndorfer ordentlich auf. Bonns Neuzugang Martin Breunig zeigte sich sehr präsent unter den Körben und Neuzugang Jordan Parks ackerte fleißig. Hinten griff er sich mehrmals das Leder, um Sekunden später vorne wie ein Wirbelwind zum Rhöndorfer Korb zu ziehen. Am Ende hatte er 25 Punkte erzielt und fünf Dreier bei sechs Wurfversuchen getroffen.

Viel Spielfreude hatte auch Konstantin Klein, der in dieser Saison wieder voll angreifen will. Mehr als zehn Monate war der 1,87 Meter große Pointguard verletzt. Für Bonn ist seine Genesung ein großer Zugewinn, da der Bundesligist jetzt mit Josh Mayo, Tony DiLeo, Konstantin Klein und Ron Curry – er ist bald wieder fit – vier Spieler im Team hat, die mit großer Qualität und Schnelligkeit den Ballvortrag gestalten können.

Vakant ist indes noch ein neuer Flügelspieler für die Baskets. Michael Wichterich und Trainer Predrag Krunic haben sich in den vergangenen Wochen intensiv umgeschaut, sind aber noch nicht fündig geworden. „Was soll ich sagen. Natürlich haben wir Ansprüche und wollen einen guten Spieler, der für uns vom finanziellen Aspekt machbar ist“, sagt Wichterich. „Gerne hätten wir die Personalie schon abgeschlossen. Aber wir verfallen jetzt auch nicht in Hektik.“

Bei den Dragons Rhöndorf wusste vor allem Neuzugang Kameron Taylor zu gefallen. Vom ersten Eindruck her betrachtet, haben die Drachen mit dem Amerikaner einen großen Wurf gelandet. Der US-Boy ist schnell, sehr athletisch und durchsetzungskräftig. Eine mutige Leistung zeigte auch Viktor Frankl-Maus. Für Rhöndorf ist der Spielmacher in der sehr jungen Mannschaft ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor.

Gespannt sein darf man auch auf die neuen „Big Men“ Keith Eugene Sherrill Jr. und Ronalds Elksnis. Beide versuchten gegen die athletischen und schnellkräftigen Baskets ihr Bestes, hatte aber ein schweres Leben unter den Körben. Ordentlich Paroli bot auch Valentin Blass. Er hat einige gute Szenen und seinen Anteil daran, dass der Abstand in der zweiten Halbzeit nicht noch deutlicher ausfiel.

Dragons Rhöndorf: Frankl-Maus (3 Punkte/1 Dreier), Koschade (2), Taylor (15/1), Blass (11), Geretzki (3/1), Namady (2), Vermumen (2), Kneesch (9/1), Sherill (8), Michel (2), Elksnis (2).

Telekom Baskets Bonn: Parks (25/5), Klein (10/2), Jasinski (7/2), DiLeo (9/1), Breunig (12), Polas (6), Mayo (5/1), Möller (6), Falkenstein (5/1), Monitor.