Telekom Baskets@school

Baskets-Spieler Julian Gamble gibt die Beatbox

Ein Center als Beatbox: Julian Gamble hat sich das Mikrofon genommen und unterhält spontan die staunenden Kinder. Er erntet begeisterten Applaus - auch von seinen Teamkameraden und Coaches.

Ein Center als Beatbox: Julian Gamble hat sich das Mikrofon genommen und unterhält spontan die staunenden Kinder. Er erntet begeisterten Applaus - auch von seinen Teamkameraden und Coaches.

Bonn. Die Spieler der Telekom Baskets Bonn haben beim Projekt Baskets@school gemeinsam mit 60 Kindern trainiert. Dabei gab es Stars zum Anfassen.

Wenn der einzig freie Tag in zwei anstrengenden Wochen auf der Playoff-Zielgeraden von repräsentativen Aufgaben aufgefressen wird, dann könnte man Verständnis für lange Gesichter entwickeln. Aber die gab es nicht. Zum Jahresabschluss von Baskets@school, einem Projekt des Basketball-Bundesligist in Kooperation mit Hauptsponsor Telekom, strahlten 60 Kinder. Und auch den Profis war anzumerken, dass dies nicht irgendein Termin war, der ihren freien Tag raubte, sie hatten Spaß.

"Bessere Termine gibt es doch nicht", sagte Baskets-Aufbauspieler TJ DiLeo, "wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung die Kinder hier bei der Sache sind - das ist schon ansteckend. Und es sind ein paar Knirpse dabei, die sind schon richtig gut." Anders als bei den normalen Schulbesuchen des Projekts, konnten sich Kinder für das Highlight bewerben, statt wie normalerweise drei Spieler und ein Trainer waren die Baskets dieses mal in Mannschaftsstärke dabei: Headcoach Predrag Krunic, sein Co-Trainer Chris O'Shea, Teambetreuer Daniel Seffern, Physiotherapeut Bogdan Suciu, Fitnesstrainer Julian Morche und sämtliche Spieler.

Eine Bewerbungsflut machte den Losentscheid notwendig und die 60 Gewinner - Anfänger, Fortgeschrittene, Vereinsspieler, alle zwischen neun und zwölf Jahren - erlebten eine unvergessliche Trainingseinheit. Zuerst wärmten sich alle gemeinsam auf wie die Profis das vor den Spielen zu tun pflegen, dann lernten die Kinder in Zehnergruppen die Basketballgrundlagen: Athletik, Dribbling, Korbleger, Passen, Werfen und Defense.

Ken Horton beispielsweise war der Trainer an der Verteidigungsstation. Verständigungsschwierigkeiten? Gab es nicht. Ein paar Brocken Englisch konnten die meisten Kinder, so wie Horton ein bisschen Deutsch. Der Rest geht bei der Defense ohnehin mit hands and feet. Nachdem alle Kinder alle Stationen durchlaufen hatten, standen die obligatorische Autogrammstunde und das Gruppenfoto an. Dann: Mittagspause. Und in der unterhielten die Profis die Jungbasketballer mit kleinen Wettbewerben. Im Dreiercontest setzte sich Florian Koch im Finale noch gegen Ojars Silins durch, im Dunking-Wettbewerb waren Koch und Julian Gamble dann gegen den smarten Letten chancenlos - es mag ein bisschen daran gelegen haben, dass drei Mädchen in der Jury saßen, die Silins immer zehn Punkte gaben.

"Es sind nicht nur die Kinder, die von diesem Zusammentreffen profitieren", sagte Baskets-Manager Michael Wichterich. "Wir stellen immer wieder fest, dass auch Spieler, die das Projekt vorher als Pflichtaufgabe betrachten, begeistert sind und wirklich Spaß haben." Er will nicht so weit gehen, dass ein solches Aufeinandertreffen gut fürs Selbstbewusstsein ist. "Es sind ja keine Stars, dafür sind wir zu sehr Randsportart. Aber Basketsprofi - das ist in Bonn schon was. Und das spüren auch die Spieler."

Nach der Mittagspause ging es weiter. Abschlussturnier. Die Kinder saßen im Kreis auf dem Boden des Baskets-Ausbildungszentrums und warteten auf die Mannschaftseinteilung, als Julian Gamble sich eines der Mikrofone griff. Mitten im Kinderkreis betätigte sich der Baskets-Center als Beatbox, kurzes Staunen, dann klatschten alle im Rhythmus, Krunic schüttelte lachend den Kopf. Für Arbeit am freien Tag hätte die Stimmung nicht besser sein können.