Telekom Baskets Bonn

Baskets-Manager zufrieden mit der Vorbereitung

Einer der Baskets-Neuzugänge ist Martin Breunig (Mitte). Beim Turnier in Rhöndorf musste er den verletzten Center Julian Gamble vertreten – und erfüllte die Aufgabe zur Zufriedenheit der Chefetage.

Einer der Baskets-Neuzugänge ist Martin Breunig (Mitte). Beim Turnier in Rhöndorf musste er den verletzten Center Julian Gamble vertreten – und erfüllte die Aufgabe zur Zufriedenheit der Chefetage.

BONN. Der Manager der Baskets Michael Wichterich ist zufrieden mit der Vorbereitung. Ein Thompson-Nachfolger wird noch gesucht. Am Wochenende sind die Bonner auf einem Turnier in Frankfurt.

In drei Wochen beginnt für die Telekom Baskets Bonn die Saison mit einem Auswärtstrip. Die Flugtickets sind noch nicht gekauft, das Hotel noch nicht gebucht – denn der Gegner steht bisher noch nicht fest: Tiflis (Georgien, Badalona (Spanien) oder Kataja (Finnland) sind die möglichen Gegner, die sich durch zwei Qualifikationsrunden für die Champions League spielen müssen, dann geht es gegen die Baskets in das Duell um das Ticket für den europäischen Wettbewerb. Schon am 2. Oktober findet das Rückspiel im Telekom Dome statt.

Etwas mehr als die Hälfte der Vorbereitung ist absolviert, zwei Spieler fehlen noch, einer ist verletzt – und Michael Wichterich ist trotzdem zufrieden. „Sehr zufrieden sogar“, sagt der Sportmanager der Baskets. „Für den Zeitpunkt der Vorbereitung hat die Mannschaft beim Turnier in Rhöndorf am vorigen Wochenende schon eine echt gute Leistung gezeigt – vor allem, wenn man bedenkt, dass wir am Sonntag gegen Würzburg mit nur zwei Ausländern gespielt haben.“

Am Wochenende steht die nächste Standortbestimmung auf dem Vorbereitungsplan: das Turnier der Skyliners Frankfurt. Am Samstag tritt die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic gegen den belgischen Erstligisten Antwerpen Giants an, am Sonntag gegen die Gastgeber (beide 16 Uhr).

Gamble musste aussetzen

Julian Gamble setzte aufgrund einer Knöchelblessur beim Turnier in Rhöndorf aus, Zugang Ron Curry laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel, Nemanja Djurisic spielt mit der montenegrinischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. „Ich wünsche keinem meiner Spieler eine Niederlage“, sagt Wichterich. „Aber es wäre auch schön, wenn Nemanja bald eintrifft.“ Doch zunächst steht der Power Forward im EM-Achtelfinale, wo sein Team am Sonntag auf Lettland trifft.

Vielleicht kommt in Frankfurt Ron Curry zu seinen ersten Minuten im Baskets-Trikot. Der Guard trainiert bereits mit dem Team und soll langsam an die normale Belastung herangeführt werden. „Wir gehen kein Risiko ein, die medizinische Abteilung entscheidet kurz-fristig, ob er spielt“, sagt Wichterich, der gemeinsam mit Coach Krunic immer noch nach einem Nachfolger für den nach Ulm gewechselten Ryan Thompson sucht. „Manche denken, wir hätten Druck wegen der Champions-League-Quali. Aber das stimmt nicht“, erklärt er.

"Ich erwarte in Frankfurt weitere Fortschritte im Zusammenspiel"

„Wir haben schon viel Zeit in die Suche investiert, wir verpflichten keinen, nur um unsere Sollstärke zu erreichen.“ Es gebe einige interessante Spieler, sagt der Baskets-Manager, der sich in solchen Fragen ungern in die Karten schauen lässt, er verrät aber, dass ein Auftritt des letzten Puzzleteils bei der Teampräsentation am Mittwoch (ab 17.15 Uhr, Friedensplatz) „im Grunde ausgeschlossen“ ist.

Der Neue muss in die Teamchemie passen. „Da sind wir besonders sorgfältig. Bisher passen die Neuzugänge super, die Mannschaft geht mit hoher Intensität an alle ihre Aufgaben: Training, Vorbereitungsspiele, und ich bin sicher, dass das eine Grundeinstellung ist, die wir auch in der Saison sehen werden.“ Das könnte man für den nüchternen Wichterich schon fast Schwärmerei nennen.

Am Wochenende wird weiter an der Form für den Saisonstart gefeilt. „Ich erwarte in Frankfurt weitere Fortschritte im Zusammenspiel“, sagt Wichterich.