Telekom Baskets

94:56 - Bonner deklassieren die Giessen 46ers

BONN.  So mancher Fan hatte in der Halbzeit noch das Gesicht verzogen. Im Spiel gegen die Gießen 46ers, Tabellenletzter der Basketball-Bundesliga, hatten es die Telekom Baskets Bonn ruhig angehen gelassen und den Gegner nicht so dominiert, wie die 5360 Zuschauer im Telekom Dome sich das gewünscht hatten.
Robert Vaden erzielte an seinem Geburtstag 15 Punkte.
								Foto: Jörn Wolter
Robert Vaden erzielte an seinem Geburtstag 15 Punkte. Foto: Jörn Wolter

Unter dem Strich stand aber ein standesgemäßer 94:56 (26:19, 20:20, 28:15, 20:2)-Sieg, weil das Team von Trainer Michael Koch nach der Pause zwei Gänge höher schaltete und das Publikum mit einigen spektakulären Szenen dann doch zufriedenstellte.

"Natürlich wünscht man sich als Trainer, dass man so ein Spiel früher entscheidet und man die Spieler nicht ständig ermahnen muss. So hat es etwas gebraucht, bis wir das Spiel wirklich ernstgenommen haben", erklärte Koch. Gießen habe clever gespielt und das Spiel langsam gemacht. Mit zunehmender Spieldauer habe sich dann auch die bessere Physis seines Teams gegen den ausgedünnten Kader der 46ers durchgesetzt.

Auf Bonner Seite stand Robert Vaden besonders im Blickpunkt. Der Flügelspieler feierte gestern seinen 28. Geburtstag und avancierte mit 15 Punkten zum zweitbesten Schützen auf dem Feld, nur übertroffen von Benas Veikalas, der 16 Punkte sammelte. Vaden scheinen die Fans besonders ins Herz geschlossen zu haben.

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"Rooobeeert", schallte es mal wieder durch die Halle. Carmen Geiss aus der Reality-Soap "Die Geissens" hätte es nicht besser machen können. Hätte nur noch die blonde Perücke gefehlt, die Vaden, als Robert Geiss verkleidet, an Karneval auf dem Kopf hatte.

Zum Lachen war das Geschehen im Telekom Dome allerdings nicht. Die Gießener Rumpftruppe mühte sich nach Kräften, wäre aber wohl mit weit jenseits der 100 Gegenpunkte geschlagen worden, hätten die Baskets von der erste Minute an so richtig Gas gegeben. Aber wer soll es ihnen verdenken, dass sie ein wenig Kraft sparten, denn es stehen schwere Wochen auf dem Programm.

Obwohl die Bonner nun auf Platz sechs geklettert sind, ist die Play-off-Teilnahme alles andere als sicher. Koch sieht sich und seine Mannschaft aber auf einem guten Weg. "Auch die Konkurrenz hat noch schwere Spiele zu bestreiten. Es ist durchaus denkbar, dass man diesmal mit mehr verlorenen als gewonnenen Spielen in die Play-offs kommt", sagte er.

Telekom Baskets Bonn - Giessen 46ers 94:56 (26:19, 20:20, 28:15, 20:2)

Bonn: McCray (0), Ensminger (10), Veikalas (16/4 Dreier), Mangold (2), Thülig (7/1), Jordan (9/1), Weems (13), Koch (3), McLean (11), Vaden (15/3), Wohlfarth-Bottermann (8)
Gießen: Curry (9/1), Ovcina (9), Hanke (0), Fassler (4), Zazai (11/1), Spohr (9), Büchert (9), Pantke (dnp), Weiser (0), Amaize (5/1)

Trainerstimmen:

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Wir haben uns heute gegen einen Gegner, der dünn besetzt gewesen ist, lange Zeit schwer getan. Am Ende hatten wir mehr Frische als Gießen, und deswegen auch die Oberhand behalten. Trotz des Tabellenstandes ist eine Mannschaft wie Gießen absolut nicht zu unterschätzen - das hat sich heute lange Zeit bestätigt. Als wir den Gegner endgültig ernst genommen haben, konnten wir uns entscheidend absetzen und sind ins Rollen gekommen.“

Mathias Fischer (Trainer LTi GIESSEN 46ers): „Glückwunsch an Bonn, das heute seine Ambitionen auf die Playoffs unterstrichen hat. Im Hinspiel haben wir noch die Sensation geschafft - das war heute aufgrund der veränderten Vorzeichen nicht mehr drin. Wir haben 25 bis 28 Minuten solide gespielt und unsere Chancen gehabt, aber es war klar, dass wir hinten raus einbrechen würden. Das ist ok so, und darüber hinaus haben sich einige Spieler schon jetzt für die kommende Saison empfohlen. Bonn hat am Ende gnadenlos seine tiefere Bank ausgenutzt und hat uns mit vielen Fastbreaks überlaufen.“

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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