Telekom Baskets Bonn: 92:102 - Bonner Kampf gegen Bamberg bleibt unbelohnt | GA-Bonn

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92:102 - Bonner Kampf gegen Bamberg bleibt unbelohnt

BAMBERG.  Jetzt stehen die Telekom Baskets Bonn mit dem Rücken zur Wand. Im dritten Spiel der Viertelfinalserie der deutschen Basketballmeisterschaft verloren sie am Samstagabend bei den Brose Baskets Bamberg mit 92:102 (19:24, 26:27, 18:24, 29:27) und liegen in der „Best of five“-Serie mit 1:2 in Rückstand.

Benas Veikalas (l.) machte in der Offensive ein starkes Spiel für die Bonner Baskets. Foto: Sebastian Derix

Nur mit einem Sieg im vierten Spiel am Dienstag (19 Uhr) im Telekom Dome können sie ihre Chance auf das Erreichen des Halbfinals wahren und ein fünftes, entscheidendes Spiel erzwingen, das am Donnerstag wieder in Bamberg stattfinden würde.

Vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Stechert Arena schien sich zunächst ein äußerst einseitiges Spiel zu entwickeln. Die Telekom Baskets hatten sich zwar sichtbar viel vorgenommen, doch es lief einfach nicht wie gewollt. Schnell lagen sie mit 0:7, 5:12 und nach einer Aufholjagd zum 12:15 mit 12:21 und dann 16:30 (11. Minute) hinten.

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Hauptgrund war, dass die Bamberger traumhaft sicher aus der Distanz trafen und die Bonner zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten. Auch freie Würfe, ob aus der Distanz oder sogar direkt unter dem Korb, fanden oft nicht ihr Ziel. Das blieb so bis zum 26:41, als Anthony Leon Tucker den achten von neun Dreierversuchen der Gastgeber durch die Bonner Reuse rauschen ließ.

Der Bonner Angriff wurde von Benas Veikalas getragen, der mit Distanzwürfen und entschlossenem Zug zum Korb immer wieder Zählbares auf die Anzeigetafel brachte und zur Pause schon 16 Punkte auf dem Konto hatte. Es war klar, wollten die Bonner hier eine Chance haben und nicht sang- und klanglos untergehen, musste der Litauer von seinen Mitspielern mehr Unterstützung bekommen.

Und die kam dann auch. Zunächst war es noch Veikalas, der per Dreier auf 31:45 und dann aus der Nahdistanz das 33:45 markierte. Bonn war nun auch in der Abwehr präsenter. Der Bamberger Angriff geriet ins Stocken. Drei Dreier in Folge von Simonas Serapinas (2) und Tony Gaffney brachte die Telekom Baskets auf 43:51 heran. Und schließlich war es Chris Ensminger, der mit Freiwürfen den 45:51-Pausenstand herstellte. Sechs Punkte Rückstand – die Gäste waren wieder voll im Spiel.

Bamberg trifft Dreier um Dreier

Doch die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Anton Gavel versenkte unter Zeitdruck gleich kaltschnäuzig einen Dreier im Bonner Korb. Predrag Suput legte zum 45:56 gegen Bonn nach. Bezeichnend waren die folgenden Aktionen: Battle kam frei zum Korbleger, traf aber nicht.

Auf der Gegenseite wieder ein Dreier, diesmal von Suput. Postwendend spielte Battle einen Fehlpass, der von Pleiß mit dem 61:47 bestraft wurde. Und schließlich fand Battle mit einem Pass wieder den Mitspieler nicht.

Schade für die Baskets, weil sie nämlich kämpferisch und läuferisch jetzt alle Register zogen und aufgrund von weiteren guten Abwehr- und Angriffsaktionen dran blieben. Veikalas markierte fünf weitere Punkte und Serapinas einen Dreier: nur noch 55:61 nach 26 Minuten. Jetzt war es ein Klassespiel von beiden Seiten, in dem man sich nur gewünscht hätte, dass sich die Telekom Baskets mehr hätten belohnen können.

Das 57:63 beantwortete Gaffney postwendend per Dreier mit dem 61:67. Ärgerlich, dass Gaffney nach dem 61:70 bei einem Fastbreak hektisch den Ball verlor und Tucker davon profitierte. Sein Korb und der Dreier von Julius Jenkins mit der Sirene am Ende des dritten Viertels ließen den Rückstand wieder auf zwölf Punkte anwachsen: 63:75.

Trotzdem musste man die Bonner bewundern. Sie gaben nicht auf, versuchten alles und versuchten, die kleinen Fehler durch Kampf wieder wettzumachen. Sie ließen sich nicht abschütteln. Gaffneys Dreier gestaltete den Abstand wieder einstellig: 69:78 (32.). Viel Bewegung und viel Tempo war im Spiel des Außenseiters.

Bonner Fans geben Gas

Fast hätte Gaffney wieder aus der Distanz getroffen, doch der Ball drehte sich raus. Solche Bälle hätten reingehen müssen, um vielleicht doch eine zweite Sensation zu schaffen. Die Mannschaft von Trainer Michael Koch stemmte sich mit allem, was sie geben konnte, gegen die Niederlage. Aber der Gegner spielte unglaublich stark.

Wieder Suput an der Dreierlinie, wieder drin: 69:81 (35.). Die Bamberger demonstrierten, warum sie in den vergangenen beiden Jahren das Double geholt hatten. Die 150 mitgereisten Magenta-Fans ließen dennoch nicht die Köpfe hängen, weil sie sahen, wie sich ihr Team reinhängte und sich auch vom 71:85-Rückstand nicht entmutigen ließ.

Auch sie gaben alles, so dass ihnen über das Hallenmikrofon gedroht wurde, ihren Block räumen zu lassen. Ihr Gespringe ließ die Korbanlage bei den Freiwürfen erzittern. Das wurde ihnen dann verboten. Sie wurden für ihren Enthusiasmus bestraft und dann auch noch von den Bamberger Fans verhöhnt: „Ihr könnt nach Hause fahren...“

Battle verkürzte mit vier Punkten in Folge auf 75:87 (37.). Und die Telekom Baskets moblisierten die letzten Reserven, verteidigten über das ganze Feld.  Eineinhalb Minuten vor Schluss hatten sie auf 84:94 verkürzt. Doch stoppen konnten sie die Bamberger trotz Gegenwehr bis zu letzten Sekunde nicht mehr.

Punktesammler Bonn: Serapinas 19, Veikalas 21, Jordan 6, Gaffney 22, Battle 7, Ensminger 16, Mangold 1.

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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