Telekom Baskets: 76:56 in Gießen - Bonner untermauern Play-off-Ambitionen | GA-Bonn

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76:56 in Gießen - Bonner untermauern Play-off-Ambitionen

GIESSEN/BONN.  Telekom Baskets haben in Gießen ihre Play-off-Ambitionen mit einem ungefährdeten 76:56-Sieg untermauert. Daran hat die Mannschaft von Trainer Michael Koch am Samstag bei den Giessen 46ers keinen Zweifel aufkommen lassen.

Starker Auftritt unter den Gießener Körben: Jonas Wohlfarth-Bottermann sammelte zwanzig Minuten Spielpraxis. Foto: Sebastian Derix

Durch eine geschlossene Teamleistung verbuchten die Bonner einen nie gefährdeten 76:56 (13:30, 15:13, 11:21, 17:12)-Sieg bei dem sich noch gegen den Abstieg wehrenden Liga-Dino. Durch die Niederlage der Frankfurt Skyliners gegen Tübingen kletterten die Baskets vor dem letzten BBL-Spieltag unter die ersten Acht.

Am Mittwoch bestreiten sie dann das einzige noch ausstehende Nachholspiel der Liga bei den New Yorker Phantoms Braunschweig. Am kommenden Samstag tritt Frankfurt in Bonn an.

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Vor 4000 Zuschauern, davon etwa 150 Bonner, schoss Simonas Serapinas aus der Distanz die ersten Punkte auf die Anzeigetafel, Jared Jordan erhöhte auf 6:2 (2.). Die Dreier fielen. Das 10:6 stopfte Tony Gaffney per Alley-oop nach Jordans Anspiel in den Korb (4.) - auch das funktionierte. Dennoch zeigte die nächste Situation, dass dieses Spiel keines wie jedes andere war.

Es folgte ein misslungener Gaffney-alley-oop und auf den Gesichtern der Bonner Bank war die Anspannung deutlich abzulesen: Nicht nachlässig werden, nur nicht das Spiel aus der Hand geben.

Danach allerdings gingen die Bonner auch mit der nötigen Konsequenz zu Werke und am Ende eines 11:0-Laufs hieß es 22:8, 46ers-Spieler Wayne Bernard ließ bereits deutliche Anzeichen von Verzweiflung erkennen, sein Trainer Björn Harmsen nahm eine längst fällige Auszeit.

Gießen 46ers - Telekom Baskets
Doch die Baskets ließen nicht locker. Im Gegenteil. Als Andrej Mangold zum 29:13 traf, und einen Bonus-Freiwurf zugesprochen bekam (10.), sprang die Besetzung der Bonner Bank laut jubelnd auf. Das Momentum, das ja sonst gerne mal die Seiten wechselt, hatte es sich bereits im Bonner Mannschaftsbus gemütlich gemacht. Ganz weit weg von den Gießenern. Es machte nicht den Eindruck, als sollte sich das noch einmal ändern.

Dennoch blieb Koch kleinlich bei Kleinigkeiten. Leichtfertige Fehler mochte er nicht hinnehmen, den Faden nicht reißen lassen. Doch im Grunde war die Partie mit dem ersten Viertel (30:13) entschieden gewesen. Eine aggressivere Gangart brachte die Gießener hier und da noch einmal näher heran, in Schlagdistanz kamen sie jedoch nicht mehr.

Die Baskets hatten sich mit konzentrierter Spielweise in die glückliche Lage gebracht, ihren jungen Kollegen Spielzeit zu ermöglichen. Insbesondere für Jonas Wohlfarth-Bottermann im Hinblick auf die Play-offs nicht unwichtig. Der junge Center machte seine Sache gut.

In knapp zwanzig Minuten Spielzeit sammelte er sechs Punkte drei Rebounds und drei Blocks und erntete für manche Verteidigungsaktion sogar den Applaus des selten so offensichtlich zufriedenen Trainers.

"Wir haben hart und aggressiv spielt, und das war der Grund, warum wir schon früh eine Führung herausspielen konnten", sagte Tony Gaffney nach der Partie. "Wir mussten dann nur noch unseren Basketball spielen. Wir hatten zwar immer noch ein paar dumme Ballverluste, doch das Wichtigste war unsere gute Abwehr.

Wir waren bei Gießener Ballbesitz immer bereit, 24 Sekunden lang aggressiv zu verteidigen, und das war der Grund, warum wir so hoch gewonnen haben." Auch er war froh, über die Spielanteile der jungen Baskets-Akteure. "Es war gut, dass sie viele Minuten bekommen haben. Wir werden sie noch brauchen, und hier konnten sie Spielpraxis und Selbstvertrauen aufbauen."

Jetzt stehen also die beiden Spiele gegen die direkte Konkurrenz auf dem Plan. "Sämtliche Regeln und Systeme kennen wir. Wir müssen uns nicht mehr allzu viel mit den Gegnern befassen", sagte Koch. "Wir konzentrieren uns auf uns.

Dass wir uns so aus dem Rhythmus bringen lassen wie in München - ich vorneweg - darf nicht mehr passieren", sagt er selbstkritisch. "Wichtiger sind jetzt positive Einstellung, Konzentration aufs Spiel und dass wir als Einheit zusammenstehen. Und da muss man im Nachhinein nochmal sagen, dass die Trennung von Zvonko Buljan die richtige Entscheidung war."

Die Partie in Gießen war jedenfalls gut für's Selbstvertrauen. Und das Momentum sitzt noch im Bus.

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