Telekom Baskets Bonn

100:74 gegen Ludwigsburg - Robert Vaden lief heiß

BONN.  Die Telekom Baskets Bonn haben das Heimspiel gegen Ludwigsburg mit 100:74 (29:19, 21:19, 24:18, 26:18) gewonnen. Während des gesamten Spiels hatte die Mannschaft den Gegner gut im Griff. Mann des Abends war Robert Vaden.
Eine gute Leistung zeigten die Baskets gegen Ludwigsburg. Robert Vaden war dabei der überragende Spieler.
								Foto: Jörn Wolter
Eine gute Leistung zeigten die Baskets gegen Ludwigsburg. Robert Vaden war dabei der überragende Spieler. Foto: Jörn Wolter

"Robert, Robert, Robert..." Des Fans Stimme machte im Telekom Dome klar, wem die Sympathien besonders gehörten: Robert Vaden. Der Scharfschütze der Telekom Baskets Bonn trug mit 24 Punkten wesentlich zum Sieg gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg bei, die ziemlich geschrumpft die Heimreise antraten.

"Robert, Robert, Robert ..." hallte es auch beim Fan-Talk durch das Foyer der Arena. Die Besonderheit: Robert wurde mit deutscher Betonung skandiert. Vaden hatte seinen Spaß dabei. "Ich habe lange nicht mehr für so tolle Fans gespielt", sagte der 28-Jährige, um dann aber gleich herauszustellen, dass schließlich die Teamleistung für den deutlichen Erfolg entscheidend gewesen sei. Vaden: "Wir haben heute vor allem besser verteidigt. Daran müssen wir in den schweren nächsten Wochen anknüpfen."

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Der Amerikaner war aber vor 5320 Zuschauern maßgeblich dafür verantwortlich, dass seine Teamkameraden vom Sprungball weg Feuer fingen. Im ersten Viertel markierte er nicht nur 16 Punkte und kam dabei auf eine 100-prozentige Trefferquote, er war auch aggressiv in der Verteidigung. "Advent, Advent, der Robert brennt" wurde auf der Facebook-Seite der Baskets gedichtet.

Baskets-Coach Michael Koch ließ seine Mannschaft mit einer Zonenverteidigung beginnen. Die Bonner setzten den Gegner stark unter Druck, der am Ende auf dem Statistikbogen nur bei den Freiwürfen besser dastand. "Bis auf die Dreier, die sie hochprozentig verwandelt haben, haben wir den Ludwigsburgern alles weggenommen", sagte Koch.

Bestes Beispiel war John Turek. Der Center und Topscorer der Riesen kam gerade mal auf sieben Punkte. Und Distanzschütze Lucca Staiger hatte viel Mühe, in aussichtsreiche Wurfpositionen zu kommen. "Wir haben im Training viel an der Defensive gearbeitet, verstärkt an der Zonenverteidigung", sagte der starke David McCray.

Die Baskets im Kurzporträt
Im Spielverlauf wurden die Bonner immer selbstbewusster und sorgten in der Offensive für einige sehenswert herausgespielte Körbe. Nach und nach bauten sie den Vorsprung aus. Die 100 machte schließlich ein Baskets-Eigengewächs voll: Fabian Thülig klaute dem Gegner den Ball und stürmte alleine auf den Korb zu.

Auf so etwas hatte das Publikum nur gewartet und sorgte für den Dezibel-Rekord an diesem Abend. Jetzt stehen den Baskets drei Auswärtsspiele bevor: am Mittwoch in Holon/Israel, am Sonntag in München und am Dienstag danach in Tiflis. McCray: "So weit dürfen wir gar nicht schauen, sondern uns immer nur auf das nächste Spiel konzentrierten."

Bonn - Ludwigsburg (29:19, 21:19, 24:18, 26:18)

Telekom Baskets Bonn: McCray (13/1 Dreier), Ensminger (6, 7 Rebounds), Veikalas (8/2), Ewing jr. (9/1), Mangold (6/2), Thülig (6), Jordan (8), Weems (12/3), Koch (0), Vaden (24/3), Wohlfarth-Bottermann (8)
Neckar RIESEN Ludwigsburg: Turek (7), Bekteshi (0), Staiger (13/3), Koch (5/1), Elliott (3), Taylor (18/2), Weber (10/1), Weaver (6), Bernard (0), Jackson (12/4)

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Ich habe mir in den Spielen zuvor um unseren Angriff keine Sorgen gemacht, auch heute nicht. Wir haben in der Verteidigung viel variiert, das hat uns in der eigenen Hälfte sowie in der Vorwärtsbewegung unheimlich gut getan. Es ist uns gelungen, Ludwigsburg außer den Dreiern fast alle Stärken wegzunehmen. Dieses Spiel hat uns gezeigt, dass wir über die Verteidigung die Stabilität bekommen, die uns auch in den nächsten Wochen tragen soll.“

Steven Key (Trainer Neckar RIESEN Ludwigsburg): „Es ist uns das gesamte Spiel über nicht gelungen, Bonn mit unserer Verteidigung unter Druck zu setzen - die 100 Punkte beweisen das ausdrücklich. Bonn ist eine gute Mannschaft, besonders daheim, das mussten wir respektieren. Von daher hat es mich nicht überrascht, dass sie einen guten Start hatten. Doch vielmehr ärgern mich unsere Fehler in der Verteidigung, durch die wir uns das Leben selber schwer gemacht haben.“

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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