Interview mit Marcus Hellkötter: Wieso Beachvolleyball derzeit so erfolgreich ist | GA-Bonn

Interview mit Marcus Hellkötter

Wieso Beachvolleyball derzeit so erfolgreich ist

BONN.  Marcus Hellkötter von der smart beach tour, erklärt, was die besondere Atmosphäre beim Beachvolleyball ausmacht. Hellkötter leitet die mediale Vermarktung der smart beach tour, Deutschlands ranghöchster Beachvolleyball Turnierserie des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die am Wochenende in Bonn Tausende Zuschauer begeisterte.
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Sorgten beim Herrenfinale für Spannung: Dirk Westphal vom SCC Berlin gegen Manuel Lohmann von der TGM Mainz-Gonsenheim. Foto: Horst Müller

So voll wie diesmal war es noch nie. Hat der Deutsche Olympiasieg Ihnen in die Karten gespielt?
Marcus Hellkötter: Klar hilft es, wenn eine Sportart durch Olympia so in den medialen Fokus rückt. Das sieht man auch daran, dass das Fernsehen am Freitag bei uns war. Aber in Bonn hatten wir vor allem Glück mit dem Wetter. Außerdem ist der Eintritt kostenlos. Die Anlage war an allen drei Tagen rappelvoll. Das hat uns schon sehr gefreut. Ich glaube aber nicht, dass die Jugendlichen jetzt wie verrückt in die Volleyballvereine strömen, um Beachvolleyball zu spielen. Das ist dann doch nicht so einfach wie beim Volkssport Fußball.

Woran hapert es denn?
Hellkötter: In der Breite fehlt es einfach an der Infrastruktur. An einen Volleyball zu kommen, ist ja noch ganz einfach. Aber wenn es dann darum geht ein Netz und einen Sandplatz zu bekommen, wird es schon schwieriger. Die Beachtour und der Beachvolleyballsport sind dennoch auf einem sehr guten Weg.

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Drumherum ist ja alles eine große Partie. Lenkt das nicht zu sehr vom Sport ab?
Hellkötter: Nein, Musik und Entertainment gehört einfach zu diesem Sport. Die Spieler auf unserer Tour sind Profis, die mehrmals am Tag trainieren. Dass Beachvolleyball kein Kindergeburtstag sondern anspruchsvoller Leistungssport ist, konnte man bei Olympia, aber auch in Bonn sicherlich beobachten.

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Und dennoch wird dabei die ganze Zeit sehr viel Tamtam gemacht.
Hellkötter: Natürlich, aber das ist auch gut so. Wir sind wie ein großer Zirkus. Wie Schausteller, die im Sommer durch Deutschlands Städte ziehen, um für ausgezeichnete Unterhaltung zu sorgen. Am Montagabend ist alles abgebaut und wir ziehen weiter zum großen Finale an den Timmendorfer Strand. So ist das.

Macht der große Zirkus denn nächstes Jahr auch wieder Halt in Bonn?
Hellkötter: Bonn ist ein hervorragender Standort für uns. Warum also nicht?

Zur Person:
Marcus Hellkötter ist 41 Jahre alt, wohnt in München und betreut seit mehr als acht Jahren die einzige Beachvolleyballserie des Deutschen Volleyball Verbandes, die die Agentur sportandevents für den DVV ausrichtet.

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