Das GA-Torfieber grassiert wieder
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HSG Siebengebirge-Thomasberg - Longericher SC (Samstag, 19.30 Uhr, Am Sonnenhügel): Eine für beide Mannschaften richtungweisende Begegnung stellt das Duell des Dritten gegen den Vierten dar. Bei einer Niederlage der HSG würde sich der Rückstand auf das Führungsduo aus Opladen und Weiden auf vier Punkte erhöhen. Die Gäste hätten bei einer Niederlage sieben Punkte Rückstand und wären raus aus dem Rennen um die vorderen Plätze. "Das Spiel birgt sowohl für Longerich als auch für uns eine Menge Brisanz.
Ich rechne mit einer ganz engen Angelegenheit, hoffe aber natürlich auf das bessere Ende für uns", sagt HSG-Trainer Lars Degenhardt im Vorfeld der Begegnung. Beim Training hat Degenhardt seine Spieler noch einmal auf die Fehler aus dem Hinspiel aufmerksam gemacht. "Wir dürfen uns von der harten Longericher Abwehr nicht den Schneid abkaufen lassen und uns nicht in Einzelaktionen verzetteln. Stattdessen müssen wir Ball und Gegner laufen lassen und das Tempo hoch halten. Das hat gut funktioniert", so Degenhardt, der darüberhinaus Wille und Einsatz von seiner Abwehr erwartet.
Die personellen Voraussetzungen sind nicht schlecht, könnten nach Aussage des Trainers aber besser sein. Vice Kutlesa laboriert noch an einem Muskelfaserriss. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Thomas Gaida wird mit seiner Entzündung im Wurfarm hingegen wohl auf die Zähne beißen. Ansonsten steht Degenhardt der gesamte Kader zur Verfügung.
Ww. Weiden - HSG Niederpleis/St. Augustin (Samstag, 19.30 Uhr): Die Niederpleiser gehen in das Duell der Aufsteiger als Außenseiter. Nach dem gemeinsamen Aufstieg ging die Reise der Kontrahenten in unterschiedliche Richtungen. Die Gastgeber haben sich sehr schnell an die neue Liga gewöhnt und stehen im gesicherten Mittelfeld. Mitten im Abstiegskampf befindet sich hingegen die HSG.
"Wir müssen den Kampf annehmen und in jedem Spiel 110 Prozent Leidenschaft und Emotionen an den Tag legen", sagt Trainer Stefan Tuitje. Hinzu sind nach Meinung des Übungsleiters eine bessere Chancenverwertung und die Minimierung der technischen Fehler für die Sicherung der Klasse vonnöten. "Besonders in engen Spielen kann des entscheidend sein. Leider hat uns dieses Manko schon einige Punkte gekostet", sagt Tuitje.
Ob bei den spielstarken Gastgebern die Wende gelingt, bleibt allerdings abzuwarten. Tuitje wird dabei definitiv auf Pascal Schiewe (Muskelfaserriss), Frank Heinrich (Schulterprellung) und Jürgen Proske (Urlaub) verzichten müssen. Für den Trainer allerdings kein Grund, dass die Mannschaft den Kopf vorzeitig in den Sand steckt, sondern noch enger zusammenrückt.
Artikel vom 10.02.2012