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Sportenthusiast Burkhard Lammsfuß
Mit "Trisand" eine aufregende Sportart erfunden
Von Leon Weber
BONN. Beachvolleyball ist ein aufregender Sport, zumindest wenn der Ball denn mal durch die Luft fliegt. Wen jedoch die ständigen Unterbrechungen stören oder wer sich einfach ein bisschen mehr Dynamik wünscht, dem sei nun geholfen. Denn mit "Trisand" hat der Bonner Diplom-Sportlehrer Burkhard Lammsfuß eine neue, energiegeladene Version von Beachvolleyball in die Welt gesetzt.
Viel Sand, dazu etwas Volleyball, Handball und Fußball - das sind die Grundregeln des neuen Trisand. Foto: Horst Müller
Der "Punk des Sandsports", wie der Erfinder seine Schöpfung nennt, verbindet Volleyball-Elemente mit Beachsoccer und Beachhandball und bietet seinen Teilnehmern so ein spektakuläres Sporterlebnis.
Die Entwicklung von "Trisand" nahm ihren Anfang bei einem gewöhnlichen Beachvolleyball-Spiel vor zwei Jahren. Burkhard Lammsfuß machte sich einen Spaß daraus, mit seinen Freunden kurzerhand die Beachhandballtore, die an den beiden Enden des Feldes standen, mit in das Spiel einzubeziehen. "Das brachte mehr Belebung rein", erinnert sich Lammsfuß. Dann ging alles ganz schnell: Das Spiel wurde verfeinert, es folgten Regeln, eine Vereinsgründung und ein Patent auf den Namen "Trisand".
Das Reglement ist denkbar unkompliziert: "Trisand" beginnt wie ein reguläres Beachvolleyball-Spiel, mit zwei Spielern pro Team. Doch noch während des Ballwechsels, jedoch meistens nachdem dieser zu Ende gespielt wurde, wird blitzartig die Sportart gewechselt.
Dann haben die Spieler die Möglichkeit, mit Hand oder Fuß das Tor des Gegners unter Beschuss zu nehmen, und, durch einen so genannten "Toast", Extra-Punkte zu erzielen. Die Spieler sind also darauf angewiesen, schlagartig von einem Angriff in eine Verteidigungsposition umzuschalten und umgekehrt.
Das Spiel wird somit sehr hektisch und unberechenbar, und auch der Lärmpegel passt sich dem sportlichen Chaos an: Dröhnende Musik und laute Kommunikation zwischen den Spielern bilden in der Regel die Soundkulisse. "Es macht einfach Spaß und eignet sich auch hervorragend als Familienspiel", fasst Lammsfuß das "Trisand"-Erlebnis zusammen.
Zur Zeit hat sein Verein, der 1. Trisand Bonn, 20 Mitglieder, doch wird das Spiel in Bonn bereits von etwa 80 Leuten gespielt. Auch in Köln und Karlsruhe weiß Lammsfuß von Sportlern, die an "Trisand" bereits Gefallen gefunden haben. "Es werden immer mehr Leute infiziert", sagt er stolz.
Ein erstes "Trisand"-Turnier gab es vergangenen Sommer bereits, dieses Jahr soll die zweite Auflage sowie ein zusätzliches Mixed-Turnier folgen. Das nächste große Ziel ist, einen Verband zu gründen, um eines Tages deutsche Meisterschaften im "Trisand" austragen zu können. Dafür benötigt es zunächst zusätzliche Vereine, deren Gründung in naher Zukunft jedoch erwartet werden darf.
Burkhard Lammsfuß ist äußerst angetan von der Entwicklung, die sein Spiel in den vergangenen zwei Jahren genommen hat. Sein Wunsch ist es, dass der 1. Trisand Bonn vor Ablauf der Saison 50 Mitglieder zählt. Er hält es sogar für möglich, dass "Trisand" eines Tages kommerzialisiert werden könnte. Doch solche Spekulationen sind für Lammsfuß momentan zweitrangig: "Die Priorität ist, Spaß zu haben und gute Leute zusammenzubringen."
Artikel vom 07.06.2012
Regio-Sport
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