Bonn Capitals

Zweite Niederlage in Best-of-Five-Serie

Zufriedener Trainer: Bradley Roper-Hubbert von den Bonn Capitals.

Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert sorgte für Punkte im dritten Inning. Es reichte nicht für einen Sieg. (Archivbild)

Bonn. Baseballbundesligist Bonn Capitals hat das dritte Spiel in der Best-of-Five-Serie um die deutsche Meisterschaft verloren. Die Heidenheim Heideköpfe siegen mit 9:1.

In der Best-of-five-Finalserie um die deutsche Baseballmeisterschaft stehen die Bonn Capitals nach drei Partien mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 8:3-Auftaktsieg in der Rheinaue gegen die Heidenheim Heideköpfe verlor der Nordmeister die Spiele zwei und drei in Heidenheim klar und deutlich mit 2:12 und 1:9.

Am Ende ließen die Powerhitter der Heideköpfe der Bonner Defensive keine Chance. Hinzu kam, dass die Offensive der Capitals sich sehr schwer tat und nur wenige Hits zustande brachte. Am kommenden Samstag müssen die Capitals das vierte Spiel gewinnen, um ein entscheidendes fünftes Duell am Sonntag zu erzwingen.

Im zweiten Spiel der Serie am Samstag hatten die Heideköpfe noch mit drei Homeruns geglänzt, die für sich schon zu fünf Runs führten. Zwölf weitere Hits gaben den Capitals den Rest. In Spiel drei am Sonntag kam zwar kein weiterer Homerun dazu. Aber insgesamt 15 Hits sorgten aus Heidenheimer Sicht auch so für viele Punkte. Am Samstag überragte der Australier Mitch Nilsson, der zwei Homeruns, einen Hit und sieben RBIs zu verzeichnen hatte, bei dem jeweils ein Läufer die Homeplate erreicht.

Capitals wollten Kräfte schonen

Die Capitals hatten es in diesem Spiel verpasst, gleich zu Beginn ein Zeichen zu setzen. Schon im ersten Inning hatte die Gäste die Chance zur Führung. Doch zwei Läufer strandeten auf den Bases. Stattdessen stand es im zweiten Inning 3:0 für Heidenheim. Bonn punktete nach Double von Daniel Lamb-Hunt im dritten Inning durch Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert.

Doch auf die Würfe von Bonns Pitcher Riley Barr hatten sich die Heideköpfe schnell eingestellt. Ab dem siebten Inning beim Stand von 9:2 – den zweiten Bonner Run hatte Lamb-Hunt erzielt - bekam Youngster Philipp Racek auf dem Mound eine Chance. Ein klares Zeichen dafür, dass die Capitals Kräfte schonen wollten. Im achten Inning musste Racek dann einen Three-Run-Homerun von Nilsson hinnehmen, der das 2:12 und damit das vorzeitige Ende bedeutete.

Im dritten Spiel blieb es zunächst ausgeglichen, Bonns Pitcher Sascha Koch sorgte dafür, dass die Gastgeber zwar zu Hits kamen, dafür aber keine Runs erzielten. Im dritten Inning sorgte eine zumindest zweifelhafte Entscheidung der Unparteiischen dafür, dass Sascha Lutz für Heidenheim die zweite Base erreichte.

Bonner Offensive blieb unter ihren Möglichkeiten

Wenig später machte Lutz den ersten Punkt. Der zweite Run folgte kurz danach. Bonns Spieler und Betreuer wirkten genervt. Im fünften Inning bekam die Defensive dann gar keinen Zugriff mehr und musste sieben Runs der Heideköpfe hinnehmen. Sascha Koch kassierte dabei einige Hits und Runs. Maurice Wilhelm übernahm, ohne etwas bewegen zu können. So hieß es schließlich  0:9 aus Bonner Sicht.

Ein an diesem Tag entscheidender Rückstand, denn auch die Bonner Offensive blieb unter ihren Möglichkeiten. Einzig Daniel Lamb-Hunt reichte an seine Normalform heran. Als die Capitals im achten Inning gegen Pitcher Julius Spann dann gleich drei Hits hintereinander verzeichneten, reichte es zumindest zum Ehrenpunkt durch Danny Lankhorst. „Wir wurden unter Wert geschlagen“, meinte Capitals-Pressesprecherin Angela Beckmann. „An diesem Wochenende lief irgendwie nichts zusammen. Wir müssen nun unsere Heimstärke beweisen, was wir ja am letzten Mittwoch erfolgreich getan haben. Dabei setzen wir natürlich auch wieder auf unseren tollen Fans“, meinte Beckmann.