35. Auflage

Weifenbach dominiert Rad-Klassiker "Rund in Rheinbach"

Stabile Kurvenlage: Der Rheinbacher Stadtkurs stellt hohe Anforderungen.

Stabile Kurvenlage: Der Rheinbacher Stadtkurs stellt hohe Anforderungen.

RHEINBACH. Der Spicher Alexander Weifenbach hat „Rund in Rheinbach“ vor seinem Teamkollegen Simon Happel gewonnen. 2500 Zuschauer sehen spannende Sprints, mutige Fahrmanöver und eine taktische Meisterleistung des Teams Kern-Haus.

Das war ein unglaublicher Husarenritt! Alexander Weifenbach vom Team Kern Haus war bei der 35. Auflage des traditionsreichen Radrennens „Rund in Rheinbach“ am Sonntagnachmittag nicht zu stoppen. Zusammen mit seinem Top-Amateurteam – der Renngemeinschaft der beiden Vereine RV Blitz Spich und RSG Betzdorf, das seit 2017 unter dem Namen Team Kern-Haus fährt –, dominierte er eindrucksvoll den 1,5 km langen Rundkurs durch die Glasstadt.

Und das, obwohl er ab der zweiten Runde Probleme an seiner 6,8 Kilogramm leichten und 9000 Euro teuren Rennmaschine mit seinen hydraulischen Bremsen hatte. Er absolvierte die 72 Kilometer lange Distanz in 1:39:26 Stunden und fuhr somit eine Durchschnittgeschwindigkeit von 43,45 Stundenkilometern. Knapp anderthalb Minuten später folgte Mannschaftskollege Simon Happel auf Platz zwei. Dritter wurde schließlich Frederik Vollmerg (RSC Werne), gefolgt von Lennart Klein (Team Kern Haus).

48 Mal mussten die Fahrer der A- und B-Klasse gestern den Rundkurs durch die Innenstadt meistern – 72 Kilometer also. Die C-Klasse-Fahrer fuhren auch im Feld, aber acht Runden weniger. Die rund 2500 Zuschauer an der Strecke bekamen spannende Sprints, mutige Fahrmanöver und eine taktische Meisterleistung des Kern- Haus-Teams zu sehen. Bereits in der ersten Runde fuhr der 27-jährige Weifenbach, der 2016 Vizeweltmeister der Studenten auf den Philippinen wurde, zusammen mit vier weiteren Fahrern aus dem 64-köpfigen Fahrerfeld heraus. Weifenbach zog einen Sprint an und hatte dabei den Wahlscheider Simon Happel und den starken Sprinter Lennart Klein an seiner Seite. Max Göke (Avia Racing Team) und Hans Pirius (RSG Hürth) hielten Anschluss. Mit höchstem Tempo zog das Quintett einen Zwischenspurt an. Das Peloton hatte Probleme, zu folgen. Und nach etwas mehr als der Rennhälfte hatten sich die Fünf bereits eine Runde (1,5 km) Vorsprung erarbeitet. Sie fuhren sogar wieder von hinten ins Hauptfeld hinein. Anschließend löste sich eine achtköpfige Verfolgergruppe, die das Quintett aber ziehen ließ.

Erst bei einem kleinen Anstieg schufen die Kern-Haus-Fahrer eine Lücke für Weifenbach, der einen weiteren explosionsartigen Zwischenspurt hinlegte und nicht mehr einzuholen war. „Dieser Zwischensprint war der schwerste Teil im Rennen. Ich habe mich in der Woche sehr gut gefühlt und konnte ein hohes Tempo anschlagen“, erklärte Weifenbach.

Starke Leistungen gab es auch in den anderen acht Lizenzrennen und den drei Einlagerennen zu sehen. Der ausrichtende RSC Rheinbach um Orga-Chef Josef Göttlicher erntete viel Lob von den Teilnehmern. Zudem legten sich 300 Aktive beim zweiten Rheinbacher Bürgerlauf am Sonntagmittag mächtig ins Zeug. Göttlicher. „Wir sind sehr zufrieden, dass die Rennen so gut angenommen wurden. Es steckt viel Arbeit dahinter. Aber die tollen Leistungen belohnen uns dafür.“

Weitere Ergebnisse von Fahrern aus der Region: Elite FT und Elite Frauen: 13. Melanie Rick (Kampus Bonn); U17 Junioren: 3. Jan Habermann (RSC Rheinbach); U19 Junioren: 2. Alexander Aymans (RV Blitz Spich); C-Klasse: 5. Florian Vickus (RSC Rheinbach); Schüler U15: 3. Torge Schmidt (RSC Rheinbach); Senioren 2,3: Frank Oxenfart (Kampus Bonn).