Vielseitigkeits-Kreismeisterschaft

Wasser entpuppt sich als Knackpunkt

Bonn. Die Vielseitigkeits-Kreismeisterschaft sind Teil der Geländetage auf dem Annaberger Hof gewesen .Spannende Prüfungen bei einem Turnier mit anspruchsvollen Prüfungen.

Ein riesiger Stein ist Turnierleiter Jan Büsch am Ende der beiden Geländetage auf dem Annaberger Hof vom Herzen gefallen: "Es ist nichts passiert. Gott sei Dank!"

Der Tod von Vielseitigkeitsreiter Benjamin Winter am 14. Juni in Luhmühlen bei einer Vier-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung war vielen Startern und Zuschauern auch unausgesprochen noch sehr präsent. Winter, der mit einer Reiterin, die auf dem Annaberger Hof groß geworden ist, zusammen war, wollte auch bei den Geländetagen in Bonn starten. In einer Schweigeminute gedachten die Pferdefreunde des Verunglückten. Für Jan Büsch ist es selbstverständlich, dass er zur Trauerfeier für Winter fährt.

Zur Tagesordnung überzugehen, fiel angesichts der nach wie vor nicht geklärten Umstände der Ereignisse in Luhmühlen schwer. "Unser Sport hat reichlich Sonnenseiten", sagte Büsch, "aber durch den Unfall ist die Vielseitigkeit wieder sehr in Verruf gekommen. Unser Turnier war eine gute Werbung für die Vielseitigkeit."

Hausherr Jan Büsch konnte seinen Kreismeistertitel mit Local Hero nicht verteidigen, sondern musste ihn an Alexandra Harting vom RJC Rodderberg mit Cigaline abgeben und wurde Zweiter vor Elke Börsch mit Candy Man (Lohmar-Haus Dorp).

Er startete an beiden Turniertagen selbst mehrfach und flitzte ansonsten mit seinem Mini-Motorrad durchs Gelände und gab seinen Schülern Tipps. Peer Steen sicherte den einzigen Sieg für den Annaberger Hof; mit Free Willy wurde er Meister bei den Junioren, Vereinskollegin Maike Huppenbauer errang mit Aurelie Platz drei hinter Annina Lutter/Rock Girl (Bad Honnef).

Bei den Junioren war die erfahrene Leoni Leuwer mit Dutchman's Lord nicht zu schlagen, in der Pony-Konkurrenz siegte Sina Grischke (Rodderberg) vor Lina Carlotta Holtmann (Gut Heider-hof). In der Mannschaftswertung setzten sich die Rodderberger vor zwei Teams vom Gastgeber an die Spitze.

Sehr anspruchsvoll war die Geländestrecke, wo auch zwei aufeinandergelegte Traktorreifen zu überwunden waren. Knackpunkt war erneut das Wasserhindernis.