SSF Fortuna Bonn

Volleyballerinnen verlieren Krimi im Tiebreak

Die Überraschung war möglich, doch im Tiebreak mussten sich Chiara Lück (rechts, hier im Spiel gegen den VC Essen) und die SSF-Fortuna-Frauen geschlagen geben.

Die Überraschung war möglich, doch im Tiebreak mussten sich Chiara Lück (rechts, hier im Spiel gegen den VC Essen) und die SSF-Fortuna-Frauen geschlagen geben.

BONN. Nach einem Fünf-Satz-Krimi haben die Volleyballerinnen der SSF Fortuna Bonn eine Überraschung verpasst und denkbar knapp beim Tabellenzweiten BSV Ostbevern verloren.

Am Ende musste sich der Drittligist beim starken Tabellenzweiten BSV Ostbevern mit 2:3 (22:25, 25:23, 14:25, 25:21, 10:15) geschlagen geben. Dennoch reichte der gewonnene Punkt, um den vierten Tabellenplatz zu behaupten.

Bonn kam ordentlich ins Spiel und führte 6:4. Dann war es vor allem BSV-Universalspielerin Vera Horstmann, die mit ihren druckvollen Aufschlägen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass den Gastgeberinnen acht Punkte in Folge zum 12:6 gelangen. Die sichtlich verunsicherten Bonnerinnen mühten sich redlich, mussten den BSV aber auf 18:10 davonziehen lassen. Dann setzte die von Trainer Albert Klein eingewechselte Diagonalspielerin Carlotta Hensel neue Impulse und brachte beinahe jeden Angriff unter, sodass die SSF-Damen noch einmal bis auf 22:24 herankamen. Doch der Vorsprung war zu groß, die Münsterländerinnen holten sich den ersten Durchgang mit 25:22.

„Wichtig war, dass es uns gelungen ist, das Spiel schneller zu machen und wir so zurückgekommen sind“, erklärte Klein. Und so lieferten sich beide Teams im zweiten Satz ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bonn erarbeitete sich eine Drei-Punkte-Führung, ehe die Hausherrinnen wieder eine Serie hinlegten und mit 18:15 führten. Doch Bonn konterte erneut, schaffte das 20:20 und erkämpfte sich anschließend den Satzausgleich. Im dritten Durchgang spielte sich einmal mehr Vera Horstmann in den Vordergrund. Die 23-jährige punktete fast nach Belieben und trug entscheidend dazu bei, dass Ostbevern auf 8:0, 13:3 und 20:8 davonzog.

Die SSF-Damen mussten den dritten Satz letztlich mit 14:25 abgeben. Doch das Team von Albert Klein steckte auch diesen „Leberhaken“ weg und fand im vierten Satz zu seinem Spiel zurück. So führten die Bonnerinnen stets mit zwei bis drei Punkten. Lediglich ein Mal konnte der BSV ausgleichen (7:7). Danach gaben die Fortuna-Damen die Führung nicht mehr ab und holten sich den Durchgang mit 25:21.

Ausgerechnet im entscheidenden Satz ließ Bonn den Gegner erneut auf 5:0 davonziehen. „Wir hatten in dieser Phase nicht mehr die Spannung, die Du gegen einen so starken Gegner wie Ostbevern brauchst“, erklärt Klein den Rückstand. Zwar kämpften sich die Bonnerinnen zum wiederholten Male bis auf zwei Punkte heran (6:8, 8:10). Doch als dem BSV erneut vier Punkte in Folge zum 14:8 gelangen, war der Widerstand der Rheinländerinnen gebrochen und der Tiebreak entschieden. „Wenn Du verlierst, kannst du nicht zufrieden sein. Aber wir haben gegen einen Top-Gegner ein ordentliches Spiel gemacht und immerhin einen Punkt mitgenommen“, zog der Bonner Coach ein positives Fazit.

SSF Fortuna Bonn: Lück, Lohmann, Höckendorf, Derendorf, Neumann, Zobe, Adams, Czyz, Hensel, Reinhardt, Kick, Bertram, Lamby, Faller.