Vielseitigkeitsreiten in Bonn

Und der Chef landet am Ende im Wasser

Peer Steen vom RC Annaberger Hof und Elaine meistern die Reisig-Hecke ohne Probleme in der A*-Vielseitigkeit und landen am Ende auf Platz neun.

Peer Steen vom RC Annaberger Hof und Elaine meistern die Reisig-Hecke ohne Probleme in der A*-Vielseitigkeit und landen am Ende auf Platz neun.

Bonn. Gelungenes Stelldichein zahlreicher Buschreiter bei den nachgeholten Vielseitigkeits-Geländetagen auf dem Annaberger Hof.

Geländetage auf dem Annaberger Hof - das sind für Hausherr und Turnierleiter Jan Büsch alles andere als geruhsame Tage. Wenn er nicht gerade auf einem der zehn für ihn genannten Pferde saß, und das war oft der Fall, schließlich hatte er sich 25 Starts vorgenommen, saß er auch.

Nämlich auf einem geländegängigen kleinen Motorrad, mit dem er immer wieder die Strecken abfuhr und im Falle eines Falle ruckizucki mit dem Akkuschrauber Defektes an den Sprüngen ins rechte Lot brachte.

Am Ende der Jubiläumsveranstaltung - es war die zehnte - lag der Chef dann, und zwar im Wasser. Wie es bei den Reitern üblich ist, beförderten sie Büsch ins feuchte Nass des vergrößerten Wasserhindernisses. Schließlich hatte er die anspruchsvollste Prüfung - die L-Vielseitigkeit - mit dem siebenjährigen Holsteiner Quel plaisir als Sieger beendet.

 

Mit der noch jüngeren Stute Salut petite holte er zudem Platz vier - in deren erster L! Welch eine Freunde. Tags zuvor hatte es für die Sechsjährige auch Gold gegeben - in der L-Geländepferdeprüfung.

Rund 80 Hindernisse, meist Baumstämme, hatten Büsch und seine zahlreichen fleißigen Helfer in den Wochen vor dem Turnier, das wegen andauernder Regenfälle vom Juni in den Oktober verschoben worden war, auf das weitläufige Wiesengelände bugsiert. Einfallsreich mit Blumen, Besen und Büschen wurden die Sprünge aufgehübscht und dekoriert.

Zuschauer auf dem "Feldherrenhügel"

Zudem hatten die zahlreichen Teilnehmer auf dem Annaberger Hof bei den neun verschiedenen Geländeprüfungen Aufgaben auf dem Wall und im umgestalteten Teich zu absolvieren. Die meisten schafften es, zwar gab es Starter, die ihre Prüfung unplanmäßig als Fußgänger beendeten, „doch alles ging glimpflich ab“, resümierte Büsch.

36 Starter hatten für die L-Vielseitigkeit genannt, 30 traten an, 25 kamen ins Ziel. Ganz hoch im Kurs stand auch die A*-Vielseitigkeit mit 63 Nennungen und letztlich 48 Startern. Die „Buschis“ kamen aus ganz Nordrhein-Westfalen auf die Bonner Höhe, wo die Richter von ihrem hohen Anhänger etliche Hindernisse sehen können.

Die Zuschauer tummelten sich gerne in unmittelbarer Nähe zum Teich auf dem „Feldherrenhügel“. Da war Platz oft Mangelware. Büschs nächstes großes Umbauprojekt?

Weitere Ergebnisse

L-Vielseitigkeit: 1. und 4. Jan Büsch/Quel plaisir bzw. Salut petite.

A*-Vielseitigkeit: 1. Abt: 1. Margaux Reuter/Deininger (Rodderberg).

A*-Geländeritt mit Stilwertung: 2. und 3. Peer Steen/Ariba und Free Willy.

Geländereiter-Wettbewerbe: 1. Lukas Aberfeld/Socke, 2. Ciara Katharina Grönefeld/Manu,2. Maurice Wild/Schnepfer, 3. Nina Wild/Sotchi (alle Annaberger Hof).

A-Eignungsprüfung mit Gelände: 1. Camilla Vreden/Call me Carrie, 3. Josephine Schnaufer/Le Jappeloup (beide Bad Honnef).

L-Geländepferdeprüfung: 1. Jan Büsch/Salut petite.

A**-Geländepferdeprüfung: 4. Peer Steen/Cranberry.

A*-L-Geländepferdeprüfung: 1. Josephine Schnaufer/Le Jappeloup, 2. und 3. Jan Büsch/Stroller bzw . Grey Clipse, 4. Lisa Balensiefer/Sonic (Annaberger Hof).

E-Geländeritt mit Stilwertung: 1. Maike Huppenbauer/Chryso, 3. Luca Louis Lenze/Softie (beide RC Annaberger Hof).