Vertrag aufgelöst

Tobias Viklund verlässt die Kölner Haie

Tobias Viklund verlässt die Kölner Haie nach wenigen Monaten bereits wieder.

Tobias Viklund verlässt die Kölner Haie nach wenigen Monaten bereits wieder.

Köln. Erst im Sommer war Tobias Viklund aus Russland zu den Kölner Haien gewechselt. Nun hat der Schwede den Verein um Auflösung des Vertrags gebeten. Seine Entscheidung hängt wohl auch mit der sportlichen Situation der Haie zusammen.

Tobias Viklund hat beim 2:3 am Dienstag gegen die Krefeld Pinguine nicht für die Kölner Haie gespielt. Die offizielle Begründung des Clubs lautete: „Krankheit.“ Seit Freitagmittag ist klar, dass wohl andere Gründe den Ausschlag gegeben haben. Der schwedische Verteidiger steht nämlich ab sofort nicht mehr im Kader des KEC. Der Vertrag mit dem 32-Jährigen, den die Haie erst im  Sommer aus der KHL von Yugra Khanty-Mansiysk verpflichtet hatten, wurde in beidseitigem Einverständnis aufgelöst. Über die Modalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die Initiative, die Zusammenarbeit zu beenden, ist laut KEC von Viklund ausgegangen: „Ich habe darum gebeten, die Kölner Haie aus persönlichen Gründen verlassen zu dürfen. Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen. Die großen Bemühungen der Haie, mich vom Bleiben zu überzeugen, habe ich als große Wertschätzung wahrgenommen und bin sehr dankbar dafür. Dennoch gab es für mich keine Alternative. Es tut mir sehr leid, dass ich diesen, für Club und Fans enttäuschenden Schritt, gehen muss", erklärte der Schwede.

Wie zu erfahren war, hängen die persönlichen Gründen eng mit sportlichen Gründen zusammen. KEC-Trainer Peter Draisaitl hatte Viklund eine Rolle als Offensivverteidiger mit viel Eiszeit im Powerplay zugewiesen. Eine Rolle, die der Neuzugang nicht ausfüllen konnte und nach Informationen dieser Zeitung wohl auch nicht ausfüllen wollte. In der KHL hatte der Verteidiger, der sich selbst als guten Schlittschuhläufer bezeichnet, kein Powerplay gespielt. Viklund blieb in seinen 14 Einsätzen für den KEC ohne Treffer und steuerte auch nur fünf Vorlagen bei.

Viklund war im Sommer nicht erste Wahl

Erste Wahl war der Schwede im Sommer ohnehin nicht gewesen. Haie-Manager Mark Mahon hatte ihn verpflichtet, nachdem er eine Absage von Matt Donovan (Frölunda) erhalten hatte, der einen Vertrag in der NHL-Organisation der Nashville Predators  unterschrieb. So oder so haben die Kölner Haie am Freitag dem Wunsch ihres Spielers entsprochen und den Vertrag  aufgelöst. Keine gute Nachricht für die Kölner, die vor den Spielen am Freitagabend  in Wolfsburg und am Sonntag in Bremerhaven ohnehin nach drei Niederlagen in Folge schon in einer sportlichen Krise stecken.

Ins Bild passt, dass die Kölner wohl auch aus dem Rennen um eine Verpflichtung des Nationalstürmers Leo Pföderl als Verlierer hervorgehen. Obwohl sich Mahon intensiv um den Nürnberger bemüht hat, wird dieser sich dem Vernehmen nach den Eisbären Berlin anschließen.