Baseball-Bundesliga

So geht es weiter mit den Bonn Capitals

Starke Leistung im Viertelfinale gegen Solingen: Pitcher Sascha Koch von den Bonn Capitals.

Auf die gute Nachwuchsarbeit bauen die Caps auch in den folgenden Jahren: Herausragendes Beispiel ist Pitcher Sascha Koch, der mit 19 Jahren schon drei Spielzeiten in der Bundesliga absolviert hat.

BONN. Denkbar knapp scheiterten die Bonn Capitals in den Finals um die Deutsche Meisterschaft an Heidenheim. Trotz des verpassten Titels verzeichneten der Bonner Baseball-Bundesligist die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Ein Vorausblick.

Nach der Saison ist vor der Saison. Das gilt auch für den Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals, der nur knapp gegen die Heidenheim Heideköpfe am ersten deutschen Meistertitel vorbeigeschrammt ist. Mittlerweile ist die 2:3-Niederlage nach fünf Spielen der Finalserie verdaut.

Die spannenden Duelle haben dem Baseball in Bonn einen weiteren Schub gegeben. Herausragende Zuschauerzahlen, gut gelaunte Fans und Baseball auf höchstem Niveau durften die Capitals in dieser Saison erleben. Obwohl die Caps den ersehnten Meisterpokal nicht holten, war es die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte: deutscher Vizemeister mit der ersten Mannschaft, Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nordwest, Titel für die Schüler in der Little League NRW sowie die Meisterschaft für die Damen in der Softball-Verbandsliga – verbunden mit der Berechtigung, in die Softball-Bundesliga aufzusteigen.

„Im kommenden Jahr werden wir wieder mit einer fast identischen Mannschaft auflaufen und einen neuen Anlauf nehmen, Meister zu werden“, verspricht Sportdirektor Florian Nehring. Alle Stammspieler wollen bleiben. Und der Nachwuchs soll je nach individueller Entwicklung weitere Einsatzchancen bekommen.

„Damit sind wir immer sehr gut gefahren, den besten Junioren frühzeitig die Möglichkeit zu geben, Bundesligaluft zu schnuppern“, meint Nehring. Bestes Beispiel für diese Strategie ist Pitcher Sascha Koch, der mit seinen 19 Jahren schon seit drei Jahren in der Bundesliga spielt. Danny Lankhorst, Jan Jacob und Lennart Weller sind Spieler, die diesen Weg ebenfalls erfolgreich gegangen sind. Fast die Hälfte des Bundesligakaders besteht aus Eigengewächsen.

Verein ist auf Sponsorensuche

Auch Bradley Roper-Hubbert hat bereits im August die Option gezogen, 2018 weiter als Headcoach der Bundesliga zu arbeiten. Weitere Verstärkungen aus dem Ausland zu holen, ist für die Capitals dagegen nicht drin. „Wir sind sehr dankbar für die zahlreichen Unterstützer. Aber ein echter Hauptsponsor fehlt uns leider“, sagt Angela Beckmann, im Verein für Marketing und Sponsoring zuständig. „Einen Sponsor zu finden, wird daher eine der Aufgaben in der Winterpause sein.“

Im kommenden Jahr soll neben der Baseball-Bundesliga möglichst auch die Softball-Bundesliga beschickt sowie ein Stützpunkttrainer als Nachwuchskoordinator installiert werden. „Baseball ist nach wie vor Amateursport. Aber Trainer, Equipment, Auswärtsfahrten, Bundesligaspiele und vieles andere mehr kostet einfach“, sagt Beckmann.

Team erhält eine "Flut an Nachrichten"

In jedem Fall hat sich Bonn wieder als eine der Baseballhochburgen in Deutschland präsentiert. „Es ist unglaublich, welche Dynamik die vergangene Saison in der Bonner Baseball Community ausgelöst hat. Das gesamte Team freut sich über die Flut an Nachrichten, Kommentaren und anderen Glückwünschen, die immer noch täglich über verschiedene Kanäle bei uns ankommen. Eine Anteilnahme dieser Art und Größenordnung ist im deutschen Baseball sicher einzigartig. Das gesamte Team der Bonn Capitals bedankt sich bei allen Fans für diese Unterstützung“, sagt Beckmann.