Kölner Haie gegen Düsseldorf

Rheinenergiestadion wird für Winter Game vorbereitet

60 x 30 Meter groß ist die Eisfläche auf dem Rasen des Rheinenergiestadions.

60 x 30 Meter groß ist die Eisfläche auf dem Rasen des Rheinenergiestadions.

Köln. Die Kölner Haie gehen an diesem Donnerstag erstmals auf die Eisfläche im Rheinenergiestadion. Die Austragung des vierten Winter Games der DEL gegen die Düsseldorfer EG ist nicht gefährdet.

So ein paar Tropfen Regen können Philipp Walter nicht aus der Ruhe bringen. Der Geschäftsführer der Kölner Haie ruft auch nicht ständig die eingängigen Vorhersage-Apps auf, um permanent darüber unterrichtet zu sein, wie denn nun das Wetter so werden wird am kommenden Samstag. „Wir erwarten etwa zwei Liter Regen pro Quadratmeter während der Zeit des Spiels“, weiß Walter zu berichten und lächelt. Keine Menge, die die Austragung des vierten Winter Games der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Rheinenergiestadion zwischen den Haien und der Düsseldorfer EG (16.30 Uhr/live bei Sport1) ernsthaft gefährden könnte.

Am Mittwoch schien über Köln bei etwa drei Grad Celsius sogar ab und zu die Sonne. „Es wäre natürlich schön, wenn es am Samstag auch so werden würde. Aber auch so freuen sich alle riesig auf dieses Spiel“, erklärte Walter entspannt. Auch, weil es für den gastgebenden KEC keinerlei Zeitdruck gibt. Sollte es am Samstag doch stärker regnen, müsste das Spiel immer dann für etwa sieben Minuten unterbrochen werden, wenn sich zu viele und zu große Pfützen auf der Eisfläche gebildet haben. Die zuständigen Eismeister um Sascha Koullen müssten dann mit ihren rund 30 000 Euro teuren Zambonis das Pfützenwasser absaugen oder wieder in Eis verwandeln. „Wir haben nach hinten raus genug Zeit, um das Spiel über die Bühne bringen zu können“, beschreibt Philipp Walter diesen Fall. Die bei DEL-Partien üblich geltenden Zeitbegrenzungsregeln (das erste Bully darf bis zu 90 Minuten verschoben werden) sind für das Winter Game ausgesetzt. Zudem gibt es pro Drittel zwei 60 Sekunden lange Werbeunterbrechungen und die beiden Drittelpausen sind anstatt 18 am Samstag 20 Minuten lang.

Unklar, ob Partie ausverkauft sein wird

Bis Donnerstag sollen die Ende Dezember begonnenen Aufbauarbeiten für die 60 x 30 Meter große Eisfläche abgeschlossen sein. Das KEC-Team plant für diesen Tag eine erste Trainingseinheit auf der Spielfläche, die in einem eigens mit zehn Zentimetern ausgeschachteten Bereich liegt und aus 64 weißen Matten besteht, deren Schläuche jeweils mit rund 12.000 Litern Wasser sowie einer chemischen Alkoholverbindung gespeist werden. Am Freitag gehen dann sowohl die Haie als auch die Düsseldorfer EG auf die Eisfläche im Fußball-Tempel des 1. FC Köln. Der Rest des grünen Rasens im Stadion wird übrigens weiß abgedeckt, so dass trotz des ausbleibenden Schneefalls zumindest ein Eindruck von Winter geschaffen wird.

Ob die Partie am Samstag mit knapp 50.000 Zuschauern ausverkauft sein wird, steht noch nicht fest. Rund 3500 Tickets waren am Mittwoch noch zu haben. So oder so wird es aber eine beeindruckende Kulisse werden. „Ich hatte das Glück, schon beim Winter Game 2015 in Düsseldorf dabei sein zu dürfen. Das war eine grandiose Atmosphäre mit Gänsehaut pur“, gab Haie-Torjäger Sebastian Uvira einen Vorgeschmack. Für KEC-Kapitän Moritz Müller wird das Spiel in Köln auf jeden Fall eine Steigerung im Gegensatz zum Duell vor vier Jahren: „In Düsseldorf war das Dach zu. Es war also gar kein richtiges Freiluftspiel.“

Dann wollen sich die Haie auch nicht vom regnerischen Wetter aufhalten lassen. Immerhin geht es im von jeher emotionsgeladenen Derby zwischen dem Tabellenvierten aus Köln und dem Dritten aus Düsseldorf neben dem Prestige auch um wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Qualifikation.