Handball-Regionalliga

Rheinbach ist im Abstiegskampf angekommen

Vor allem in der Abwehr ist der Rheinbacher Christian Dobbelstein (l.) unverzichtbar.

Vor allem in der Abwehr ist der Rheinbacher Christian Dobbelstein (l.) unverzichtbar.

Bonn. Zum Abschluss der Hinrunde stehen die Bonner Handballer in der Regionalliga Nordrhein vor schwierigen Aufgaben.

So erwartet der stark abstiegsgefährdete TV Rheinbach M 1883 mit dem TV Aldekerk eine Mannschaft aus der Spitzengruppe. Im Topspiel der Liga gastiert die TSV Bonn rrh. beim TuS 82 Opladen, einem langjährigen Rivalen in der Oberliga Mittelrhein.

TV Rheinbach M 1883 - TV Aldekerk

(Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Gymnasium Berliner Straße, Rheinbach)

Eine ganz schwere Heimaufgabe für den auf einen Abstiegsrang abgerutschten RTV, der mit dem TVA den Tabellenfünften erwartet. In Schlagdistanz zur Tabellenspitze, kann Aldekerk bei der Vergabe der Meisterschaft durchaus noch mitreden. Allerdings erlitten die Aldekerker Ambitionen zuletzt einen herben Dämpfer, als das Team beim Mitfavoriten TuS 82 Opladen mit 30:41 böse unterging.

Nachdem der TVA die vergangene Saison mit einem enttäuschenden achten Rang in der Endabrechnung abschloss, wurden Trainer Matthias Sommer und sein Co-Trainer Dietmar Winter von Nils Wallrath abgelöst. Doch obwohl die Mannschaft keine gravierenden Abgänge zu verzeichnen hatte, sondern mit Rückraumspieler Julian Mumme vom Drittligaabsteiger TV Korschenbroich, Torwart Benedikt Köß vom Drittligisten HSG Krefeld sowie Kreisspieler Maxi Tobae vom Ligakonkurrenten DJK Adler Königshof verstärkt wurde, wechselten sich beinahe regelmäßig überzeugende Siege mit ernüchternden Niederlagen ab. Erstaunlich ist auch, dass der TVA sowohl die meisten Gegentore der Liga kassiert als auch die meisten geworfen hat.

RTV-Trainer Karsten Bohmann-Hesse hofft, dass die zuletzt kränkelnden Spieler wieder bei Kräften sind, sodass der eingespielte Innenblock der Abwehr mit Christian Dobbelstein und Florian Genn wieder zum Einsatz kommen kann und im Rückraum, der zuletzt nur aus Rene Lönenbach bestand, wieder Alternativen zur Verfügung stehen. Möglich, dass Lukas Schwolow, der zuletzt nur auf der Bank saß, nach langer Verletzungspause wieder zum Einsatz kommt. Jan Hammann muss wohl wegen hartnäckiger Achillessehnenprobleme weiter aussetzen.

TuS 82 Opladen - TSV Bonn rrh.

(Samstag, 19.15 Uhr, Bielert-Halle, Opladen)

Das Gastspiel der zweitplatzierten TSV beim Tabellendritten Opladen ist das absolute Spitzenspiel der Liga. Beide Mannschaften verfügen über 17 Pluspunkte, wobei die Beueler aber zwei Minuspunkte weniger haben, da sie mit einem Spiel in Rückstand sind, das am 20. Dezember nachgeholt wird. „Dieses Spitzenspiel sowie die Nachholpartie in Dinslaken sind für uns wegweisend. Gewinnen wir, gehen wir als Tabellenführer in die sechswöchige Spielpause, verlieren wir, ist ein Absturz auf den fünften Rang die Folge“, weiß TSV-Trainer David Röhrig. „Als Trainer habe ich in Opladen bisher noch nie gewonnen“, sagt er. „Auch diesmal sind wir nur Außenseiter, denn Opladen stellt für mich die in der Breite beste Mannschaft der Liga, da fast jede Position gleichwertig besetzt ist.“

So hat der TuS keinen Stammspieler verloren, sondern sich sogar noch verstärkt. Außerdem sind alle Stammspieler wie die torgefährlichen Rückraumspieler Marius Anger, seit Jahren der wohl beste Linkshänder der Liga, und auf der linken Seite Vincent Gremmelsbacher geblieben.

„Wir haben nur eine Chance, wenn es uns gelingt, durch überlegtes Positionsspiel das Opladener Tempospiel zu unterbinden. Außerdem müssen wir unser Rückzugsverhalten optimieren,“ will Röhrig mit diszipliniertem Angriffsspiel und schneller Rückwärtsbewegung dem Tempospiel begegnen. Der Coach muss mit den Langzeitverletzten Fabian Struif und Tim Wilhelms sowie dem zuletzt wegen Schulterproblemen aussetzenden Niklas Rath auf drei Stammspieler verzichten.