Verleihung des Sportförderpreises

Philipp Waßenberg setzt sich durch

Im Fischerei-Museum in Bergheim ehrte die Sparkassenstiftung herausragende Sportler, darunter Philipp Waßenberg (Vierter von links) und Nadine Reichelt (daneben).

RHEIN-SIEG-KREIS. Für die jährliche Verleihung des Sportförderpreises hat die Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Köln (KSK) neue Regularien beschlossen. Der zum 18. Mal verliehene Preis erhielt einen breiteren Rahmen.

Bisher wurden herausragende Einzelleistungen im Spitzensport und herausragendes Engagement im Sportverein belohnt. Jetzt sind noch die beiden Kategorien "herausragende Einzelleistung im Breitensport" und "herausragende Mannschaftsleistung" dazu gekommen. Das Preisgeld beträgt insgesamt weiterhin 10.000 Euro, wird aber auf vier Preisträger mit je 2500 Euro gleich verteilt.

Alle in den vier Kategorien vornominierten Bewerber waren zur Preisverleihung in das Fischerei-Museum in Bergheim geladen worden. Erst dort wurde das Geheimnis um die einzelnen Sieger gelüftet. Es war also nicht verwunderlich, dass das Museum von Sportlern nahezu bevölkert war.

Ausdauer-Athlet Joey Kelly, der neuerdings in der Jury der Sparkassenstiftung sitzt, präsentierte die Preisträger. Mit dem erst 15-jährigen Philipp Waßenberg aus Alfter setzte sich im Bereich Spitzensport zum dritten Mal ein Behindertensportler durch.

Nach Silke Schwartz (Rollstuhl-Fechterin) und Annika Zeyen (Rollstuhl-Basketballspielerin) war es diesmal also ein Leichtathlet, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet. Er wurde für den Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaft über 100 und 200 Meter in Puerto Rico belohnt. "Damit hatte ich nicht gerechnet", strahlte der 15-Jährige. Er ist nach einer Krebserkrankung am Oberschenkel amputiert. Der Alfterer sieht die Ehrung auch als Ansporn. Er arbeitet ehrgeizig daran, sein nächstes großes Ziel zu erreichen: Er will bei den Paralympics starten, die 2016 in Rio de Janeiro stattfinden werden. Hinter Waßenberg kamen die beiden Kanutinnen Birgit Bach und Caroline Arft (beide BW Rheidt) auf die Plätze.

Im Breitensport war es Nadine Reichelt von der St. Antonius Schützenbruderschaft 1926 Niederpleis, die für die herausragende Einzelleistung geehrt wurde. Die 19-jährige Sportschützin wurde Bezirks- und Diözesanmeisterin mit Luftpistole/Sportpistole.

Die herausragende Mannschaftsleistung vollbrachte das Jugend- und Junioren-Sprint-Team des TV Kaldauen (4 x 400-Meter-Staffel) mit dem zweiten Platz bei den deutschen Junioren-Meisterschaften.

Für ihr herausragendes Engagement im Verein wurde Urte Schaudinn (TSV Much) ausgezeichnet. Seit 36 Jahren ist die ehemalige deutsche Meisterin Schwimm-Abteilungsleiterin in Much. Mit dem Preis wurde ihre vorbildliche Nachwuchsarbeit und erfolgreiche Förderung von Menschen mit Behinderungen im Sport gewürdigt.