Bilanz zum Start ins Jahr 2018

Offensive der Dragons Rhöndorf hat noch Luft nach oben

Neuzugang Brandon Watkins und Co-Trainer Max Schwamborn versuchen beruhigend auf Dragons-Trainer Thomas Adelt (rechts) einzuwirken, der wegen Meckerns ein technisches Foul kassiert hat.

Neuzugang Brandon Watkins und Co-Trainer Max Schwamborn versuchen beruhigend auf Dragons-Trainer Thomas Adelt (rechts) einzuwirken, der wegen Meckerns ein technisches Foul kassiert hat.

BAD HONNEF. Das Spiel der Dragons Rhöndorf lebt derzeit von Aufbauspieler Viktor Frankl-Maus und dem überragenden Kameron Taylor. Eine Zwischenbilanz zur aktuellen Situation.

Die Bilanz zum Start in das Jahr 2018 gestaltet sich für den Basketball-Zweitligisten Dragons Rhöndorf erfreulich. Die Mannschaft von Trainer Thomas Adelt belegt in der ProB-Gruppe Süd nach 15 Spieltagen Rang zwei. Noch sieben Spiele sind vor den Playoffs zu absolvieren. Und die Chancen stehen gut, dass die Rhöndorfer am Ende der regulären Spielzeit einen Platz von zwei bis vier einnehmen, was gleichbedeutend mit dem Heimrecht in der ersten Playoff-Runde wäre.

Platz zwei wäre natürlich erstrebenswert, da der Gegner der Siebtplatzierte der Gruppe Nord wäre. Somit ständen die Chancen gut, auch die nächste Runde zu erreichen. Der Wunsch rund um den Menzenberg ist riesengroß, dass die Drachen in 2018 „mal so richtig weit kommen“. Im vergangenen Jahr konnte Rhöndorf in der Pro B-Abstiegsrunde mit Ach und Krach den Ligaverbleib sichern. 2016 stiegen die Drachen aus der Pro A ab. 2015 schieden sie in der Pro B in der ersten Runde gegen Leipzig aus, um danach eine Wildcard für die Pro A zu erhalten. 2014 war schon in der ersten Runde gegen Schwelm Schluss. Kurzum: In den Playoffs ist seit Jahren für Rhöndorf der Wurm drin.

Ergebnis akribischer Arbeit

Ist es also sportlich realistisch, ans Weiterkommen zu denken, zumal sich bei den Drachen das Personalkarussell gedreht hat? „Dass wir da oben stehen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis akribischer Arbeit“, unterstreicht Trainer Thomas Adelt. Derzeit sei die Situation aber noch von Krankheiten geprägt. Vor allem Yannik Kneesch wird vermisst, der aufgrund einer Immunreaktion erst in ein bis zwei Wochen wieder mitmischen kann. Er fehlte den kompletten Dezember. Und der gerade erst verpflichtete Center Brandon Watkins muss sich erst noch mit seiner neuen Mannschaft einspielen.

Bei seinem Debüt gegen Coburg unterstrich er eindrucksvoll seine defensiven Qualitäten, wirkte in der Offensive aber noch etwas schüchtern. Da ist sicherlich noch mehr drin. Trainer Thomas Adelt ließ lange Center Alex Möller spielen, der aber gegen Coburg über weite Strecken einen gebrauchten Tag erwischte und viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt war, weil einige Fangfehler und Fehlwürfe ihn früh in Rage brachten.

Offensive muss weiter Fahrt aufnehmen

Derzeit lebt das Rhöndorfer Spiel sehr von Aufbauspieler Viktor Frankl-Maus und dem alles überragenden US-Amerikaner Kameron Taylor, der auch gegen Coburg nicht zu stoppen war. Wollen die Drachen Platz zwei verteidigen, muss die lange Garde in der Offensive weiter Fahrt aufnehmen. In den kommenden Wochen stehen noch schwere Spiele an, beginnend am Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Leverkusen.

Wenn die Center Alex Möller und Brandon Watkins sowie die weitere lange Garde mit Yannik Kneesch, Thomas Michel und Valentin Blass zusammen um die 40 bis 45 Punkte beisteuern können und hinten leidenschaftlich verteidigen, dürfte es weiterhin gut aussehen für die Rheinländer.