Sportler aus Bonn

Max Rendschmidt holt zwei EM-Medaillen

Max Rendschmidt

Max Rendschmidt

Belgrad. Doppel-Olympiasieger Max Rendschmidt hat bei der Kanu-Europameisterschaft zwei Medaillen gewonnen. Gut zwei Monate vor der WM gewann der Bonner Bronze im Einer-Kajak und Silber im Vierer.

Mit zwei Medaillen im Gepäck trat Max Rendschmidt am Sonntagnachmittag die Heimreise von der Kanu-Europameisterschaft in Belgrad an. Im Teambus ging es Richtung Flughafen. „Jetzt freue ich mich erst einmal auf meine Familie“, sagte der Bonner wenige Stunden nach dem Finallauf im Kajak-Vierer.

Gemeinsam mit Tom Liebscher, Ronald Rauhe und Max Lemke verpasste der 24-Jährige den Titel über die 500 Meter nur hauchdünn. 14 Hundertstel betrug der Rückstand auf das spanische Team, das das deutsche Boot bereits im Vorlauf hinter sich gelassen hatte. „Wir wollten vom Start weg offensiv angehen und auf der Strecke mit hohem Tempo die Spanier in Schach halten. Am Ende hat dann noch etwas die Kraft gefehlt“, so Schlagmann Rendschmidt. Von Enttäuschung war bei dem Doppel-Olympiasieger aber keine Spur. Es überwog die Freude über Silber. „Wir sind unheimlich stolz so knapp hinter den Spaniern den zweiten Platz gemacht zu haben. Hinter uns war eine riesen Lücke“, so Rendschmidt. Ende August geht es in Portugal um den WM-Titel. Eine Medaille ist anvisiert, der frisch gebackene Europameister in Reichweite. „Wir wissen, woran wir für die WM arbeiten müssen“, sagte er. „Wir hoffen, dass wir dann schon noch ein paar Plätze weiter nach vorne rutschen können.

Für Rendschmidt war es bereits das zweite Edelmetall bei den Wettkämpfen in Belgrad. Am Samstag hatte der Ramersdorfer bereits Bronze bei seiner EM-Premiere im Einer-Kajak über die 1000 Meter gewonnen. „Der dritte Platz im Einer war schon richtig gut. Natürlich noch ein wenig ausbaufähig“, sagte Rendschmidt. „Aber wenn ich bedenke, dass ich in den Weltcups im vergangenen Jahr zwei Mal dann im C-Endlauf gefahren bin, ist das schon eine riesen Steigerung.“ In Belgrad musste sich der Sportsoldat nur  Fernando Pimenta aus Portugal und dem Ungarn Balint Kopasz geschlagen geben.

Der Fokus ist bei dem 24-Jährigen bereits auf die Weltmeisterschaft gerichtet. Aber: „Bis zur WM ist noch einiges zu tun“, sagte der Bonner. Das aber noch mit angezogener Handbremse. „Jetzt ist erst einmal ein bisschen Pause angesagt und dann wird wieder voll durchgestartet“, so Rendschmidt motiviert.