Heimsieg für die Haie

Kölner Haie gewinnen gegen Straubing Tigers

Sebastian Uvira und Steve Pinizzotto von den Haien. (Archiv)

Sebastian Uvira traf zum 2:1.

Köln. Die Kölner Haie konnten durch ihren 2:1 Heimsieg gegen die Straubing Tigers ihre Position im oberen Tabellendrittel festigen. Das Spiel blieb auch nach dem erneuten Führungstor eine heikle Angelegenheit für die Kölner.

Die Kölner Haie nehmen ihre ungewollte Rolle immer besser an. Obwohl die Mannschaft von Trainer Peter Draisaitl durch den Ausfall mehrerer Stammkräfte regelmäßig ersatzgeschwächt antreten muss, punktet sie in der Deutschen Eishockey Liga derzeit sehr zuverlässig. Mit dem 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)-Heimsieg am Sonntagabend vor 8246 Zuschauern in der Lanxess Arena gegen die Straubing Tigers fuhr der KEC zum bereits dritten Mal in Folge die volle Ausbeute ein und festigte seine Position im oberen Tabellendrittel. Doch es war diesmal ein hartes Stück Arbeit für die Kölner. „Wir hatten große Probleme. Es war ein schwieriges Spiel“, gestand Draisaitl. Zunächst hatten die Haie jedoch dort weitergemacht, wo sie am Freitag beim überzeugenden 4:0-Erfolg bei den Eisbären Berlin aufgehört hatten.

Draisaitls Team ergriff zu Beginn die Initiative, suchte den zügigen Weg nach vorne und spielte sich durch Jason Akeson und Felix Schütz früh zwei Möglichkeiten heraus (beide 2.). In der fünften Minute belohnten sich die Kölner für ihren druckvollen Auftakt: Bei angezeigter Strafe – Haie-Goalie Gustaf Wesslau hatte sein Gehäuse zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen – schlenzte Austin Madaisky die Scheibe von der blauen Linie vor das Straubinger Gehäuse. Dort stand Mike Zalewski goldrichtig und fälschte das Spielgerät zu seinem zweiten Saisontor ab. Die Haie blieben auch mit der Führung im Rücken erst einmal das aktivere Team und drückten Straubing immer wieder ins eigene Drittel zurück. Die ganz klaren Möglichkeiten blieben dabei allerdings aus. Erst gegen Ende des ersten Spielabschnitts gelang es den Niederbayern, sich ein wenig aus der Umklammerung zu befreien.

Ernsthaft geprüft wurde Wesslau, der erneut den Vorzug vor dem formstarken Hannibal Weitzmann erhalten hatte, in dieser Phase aber auch nicht. Das änderte sich zu Beginn des Mitteldrittels. Die Haie verbuchten durch Akeson (22.), der den Puck nach einem Querpass von Fabio Pfohl frei vor dem Tor nicht unter Kontrolle bekam, zwar eine Großchance auf den zweiten Treffer, verloren danach aber immer mehr den Zugriff. Im direkten Gegenzug bügelte Wesslau einen Madaisky-Fehler aus, indem er einen Alleingang von Marco Pfleger entschärfte. Die Kölner überstanden auch noch ein Powerplay der Tigers, mussten in der 27. Minute dann aber doch den inzwischen verdienten Ausgleich hinnehmen. Vladislav Filin traf im Nachschuss zum 1:1. In Überzahl schlugen die Hausherren zurück: Ryan Jones legte am kurzen Pfosten mustergültig auf für Sebastian Uvira, der die Scheibe unter das Quergestänge hob (31.).

Das Spiel blieb auch nach dem erneuten Führungstor eine heikle Angelegenheit für die Kölner, die im Schlussdrittel zunächst ein Powerplay der Gäste abwehrten, sich im Anschluss aber zu sehr auf die bloße Verwaltung des Ergebnisses konzentrierten. Straubing riss das Geschehen an sich, es brannte zeitweise lichterloh vor Wesslaus Tor. Die Kölner zitterten sich schließlich dank der Paraden ihres schwedischen Goalies ins Ziel, bauten ihre Siegesserie aus und nahmen Revanche für die 0:1-Heimniederlage, die sie im September gegen die Tigers erlitten hatten. Siegtorschütze Sebastian Uvira atmete nach Spielende kräftig durch: „Wir haben uns schwer getan. Dafür haben die Special Teams wieder sehr gut funktioniert.“

Köln: Wesslau; Ellis, Sulzer; Potter, Zerressen, D. Tiffels, Madaisky; Oblinger, Genoway, Jones; Akeson, Pfohl, Schütz; Dumont, Zalewski, Uvira; Palka, Hospelt, Köhler. – SR.: Hebeisen/Rohatsch. – Zuschauer: 8246. – Tore: 1:0 Zalewski (4:41/Madaisky, Schütz), 1:1 Filin (26:51), 2:1 Uvira (30:44/Jones, Hospelt, PP1). – Strafminuten: Köln 6; Straubing 10.