Tischtennis

Junge Spieler feiern Heimsieg in der Hardtberghalle

Urkunden, Koffer mit Naschwerk und ein Pokal: Die westdeutsche Auswahl nach ihrem Turniersieg.

Urkunden, Koffer mit Naschwerk und ein Pokal: Die westdeutsche Auswahl nach ihrem Turniersieg.

Bonn. Schülerinnen des westdeutschen Verbandes gewinnen vor 500 Zuschauern in Bonn den Deutschland-Pokal.

Gut 500 Zuschauer waren begeistert. Beim Deutschland-Pokal der Schülerinnen und Schüler in der Bonner Hardtberghalle zeigten die jungen Tischtennisspieler fantastische Leistungen und boten spannende Duelle auf hohem Niveau. Die jungen Ballkünstler bewiesen mit ihrer professionellen Einstellung, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Zudem freuten sich die Zuschauer über den Sieg der Mädchen des westdeutschen Verbandes.

Wichtig waren dabei nicht zuletzt die Rahmenbedingungen. Und da hatte Ausrichter TTC Bonn-Duisdorf ganze Arbeit geleistet. Alle fühlten sich wohl, der kleine Bonner Verein erhielt viel Lob. Geschäftsführer Dietmar Schröter, der mit seinem Team alles daran gesetzt hatte, dass dieses nationale Event ein Erfolg wurde, war erleichtert: „Für uns war eine Veranstaltung in dieser Größenordnung neu, aber alles ist gut gelaufen. Ohne die engagierte Mitarbeit der Vereinsmitglieder wäre das nicht möglich gewesen.“

Es verwunderte also nicht, dass unter diesen Voraussetzungen sportliche Spitzenleistungen zu sehen waren. Vor allem in den Platzierungsspielen und logischerweise in den Endspielen waren die Zuschauer hin- und hergerissen, wen sie anfeuern sollten. Besonders unterstützt wurden vom Publikum natürlich die beiden Mannschaften des westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV), die mit hohen Erwartungen ins Rennen gegangen waren.

Und zumindest die Schülerinnen wurden als Topfavorit diesen Erwartungen gerecht. Nach dem souveränen Gruppensieg mit zwei 4:0-Siegen und einem 4:1-Erfolg ließen sich Leonie Berger (Borussia Düsseldorf), Hannah und Charlotte Schönau (TTC Mariaweiler) sowie Hannah Pollmeier (TTV Hövelhof) auch in der K.o.-Runde nicht stoppen. Brandenburg wurde mit 4:0 in die Schranken gewiesen, und auch Baden-Württemberg musste beim 4:1 die Überlegenheit der WTTV-Schülerinnen anerkennen. Im Finale fegten sie schließlich die hessische Auswahl mit 4:1 von der Platte. Bronze ging an Baden-Württemberg, das im kleinen Finale Bayern mit 4:3 besiegte.

In Länderwertung WTTV nur fünfter Platz

Nicht so erfolgreich waren die Schüler: Mit nur einem Sieg wurden Tobias Slanina (TTC Vernich), Bastian Steeg (TuS Sundern), Rafael Schapiro (Borussia Düsseldorf) und Marko Panic (TTC Hagen) Gruppendritter, konnten dann jedoch durch ein 4:0 gegen Hamburg ins Viertelfinale vorstoßen. Dort waren sie beim 0:4 gegen Baden-Württemberg chancenlos. Immerhin beendeten sie das Turnier mit dem 4:2 gegen Sachsen auf Platz fünf, einen Rang besser als 2017. Den Pokal holte sich Niedersachsen mit einem 4:2 gegen die favorisierten Bayern um den deutschen Schülermeister Mike Hollo.

In der Länderwertung landete der WTTV trotzdem wieder nur auf dem fünften Platz, da die Jungen und Mädchen bei ihrem gleichzeitig in Saarbrücken ausgetragenen Deutschland-Pokal nur Sechste bzw. Siebte wurden.

Auch der TTC Bonn-Duisdorf konnte sich als Gewinner sehen: hochklassiger Tischtennissport, zufriedene Besucher und dazu noch gut 30 junge Tischtennis-Fans, die im Rahmenprogramm das Sportabzeichen machten. „Vielleicht können wir in zwei, drei Jahren wieder so ein Event nach Bonn holen“, war deshalb das Fazit von Schröter. Und er kann sich gut vorstellen, dass man die Aufgabe dann zusammen mit einem weiteren Verein angeht, um den Aufwand auf mehrere Schultern zu verteilen.