Handball-Regionalliga

HSG Siebengebirge verliert 30:32 gegen TSV Bonn rrh.

In der Zange: TSV-Spieler Fabian Struif wehrt sich gegen Willi Meiling (links) und Edgar Schulz.

In der Zange: TSV-Spieler Fabian Struif wehrt sich gegen Willi Meiling (links) und Edgar Schulz.

Königswinter. Der TSV Bonn rrh. steht nach dem Sieg in der Handball-Regionalliga bei der HSG Siebengebirge wieder an der Tabellenspitze. Knapp 1000 Zuschauer verfolgten die bis zum Ende packende Partie.

Die Regionalliga-Handballer der HSG Siebengebirge unterlagen im Derby der TSV Bonn rrh. mit 30:32 (15:12). Mit diesem Erfolg eroberten sich die Bonner die Tabellenführung von der SG Langenfeld zurück.

In einer packenden Partie vor knapp 1000 Zuschauern hatten aber zunächst die Gastgeber die Vorteile auf ihrer Seite und führten bis zur Pause immer mit ein bis drei Toren. Schnell erarbeitete sich das Team von HSG-Coach Sebastian Hoffmann nach einem 0:1-Rückstand eine 7:3-Führung. Die Deckung agierte sicher, und im gebundenen Spiel wussten die Grün-Blauen immer wieder den Abwehrriegel der Bonner zu knacken.

Bonn verkürzte jedoch auf 6:7 und ließ sich auch von einem erneuten Drei-Tore-Rückstand (12:9/ 25. Minute) nicht aus der Ruhe bringen. "Siebengebirge hat stark gespielt und uns im Griff gehabt. Meine Mannschaft hat einige Fehler produziert, aber wir wussten, dass unsere Chance noch kommen wird", lobte TSV-Trainer David Röhrig den Gegner, hatte aber gleichzeitig auch vollstes Vertrauen in sein eigenes Team.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste den Pausenrückstand binnen neun Minuten in eine eigene 19:17-Führung. "Die Leichtigkeit war weg, aber Bonn ist auch deutlich stärker aus der Pause gekommen. Meine Mannschaft hat die Schwächephase gut überstanden und dann wieder Akzente gesetzt", freute sich Hoffmann, der für den Torwart einen siebten Feldspieler brachte, über die Reaktion seiner Truppe. Diese glich durch Fabian Zächerl und Bjarne Steinhaus nicht nur zum 19:19 aus, Felix Heldmann und Nils Grunwald brachten ihre Farben beim Stand von 22:20 (46. Minute) sogar erneut mit zwei Toren in Front.

"Nachdem die HSG wieder in Führung gegangen ist, habe ich nur gehofft, dass sie nicht einen Lauf bekommt. Dann wäre es für uns sehr schwer geworden", sagte Röhrig. Doch es sollte anders kommen. Bis zum 26:26 knapp fünf Minuten vor dem Ende wechselte die Führung ständig; das Spiel stand auf des Messers Schneide. Zwei Treffer von Nils Bullerjahn - er stand für den erkrankten Thomas Onnebrink doch im Aufgebot - und ein Tor von Niklas Rath sorgten dann für die erste und letztendlich entscheidende Führung der Gäste.

"In dieser Phase haben wir zwei Gegenstöße kassiert und selbst zwei Konter nicht verwerten können. Bonn hat die Chance gewittert und durch Nils Bullerjahn eiskalt zugeschlagen", sah sich Hoffmann genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Edgar Schulz gelang wenig später der Anschlusstreffer zum 27:29, doch Nils Bullerjahn stellte im Gegenzug den alten Abstand wieder her.

HSG Siebengebirge: Adeyemi, Schultze (beide Tor), Schulz (6/1 Tore), Willcke (2/1), Heldmann (3), Tebbe, Kirfel (1), Grunwald (2), Zächerl (3/1), Stöcker (1), Telohe (3), Mondry (1), Steinhaus (6/2), Meiling (2).

TSV Bonn rrh.: Rieder, Schaeper (beide Tor), Krohn, Lauktien (3 Tore), Simon Röhrig (6), Bullerjahn (10/6), Rath (5), Benninghoff-Lühl, Wilhelms, Maeser (3), Struif (2), Labes, Rohloff (2), Terehov (1).