Kölner Haie

Freddy Tiffels ist Topstürmer der Kölner Haie

Gefährlichster Angreifer der Kölner Haie ist in den Playoffs derzeit Frederik Tiffels mit drei Toren und drei Assists.

Gefährlichster Angreifer der Kölner Haie ist in den Playoffs derzeit Frederik Tiffels mit drei Toren und drei Assists.

Köln. Angreifer trägt den roten Helm für besten Kölner Playoff-Scorer. Will der KEC weiter in den Playoffs mitmischen, ist am Freitag in Ingolstadt ein Sieg Voraussetzung.

Die Deutsche Eishockey Liga kann jeden Euro gut gebrauchen. Kreatives Marketing ist also gefragt, und deshalb gibt es seit dieser Saison in jedem Team einen „Clever-Fit“-Topscorer. Der Spieler mit den aktuell meisten Punkten trägt in jedem Spiel einen roten Helm mit dem Logo der Fitness-Company. Nachdem Jason Akeson am Ende der Hauptrunde mit 42 Punkten eifrigster Sammler der Kölner Haie war, ging das Spiel mit Beginn der Playoffs von vorn los. Und beim KEC trug in den ersten vier Viertelfinalpartien gegen den ERC Ingolstadt erneut Akeson den Extra-Helm. Bis Stürmerkollege Frederik Tiffels an ihm vorbeizog und sich am Sonntag in Spiel fünf der „Best-of-seven“-Serie als Topscorer präsentieren durfte.

Eine Ehre, denn der Spieler mit dem roten Helm darf vor Beginn einer Partie mit der „Star-ting five“ aufs Eis und wird namentlich genannt. Bei Freddy Tiffels war die Vorfreude am Sonntag jedenfalls groß: „Es war ja das erste Mal überhaupt für mich, dass ich das Ding tragen durfte“, sagte der 23-Jährige.

Der Nationalspieler fuhr also mit den fünf Startspielern aufs Eis und wartete brav, bis sein Name aufgerufen wurde. Nur wartete er vergeblich. Während Arena-Sprecher Oliver Frühauf den Ingolstädter Topscorer Thomas Greilinger aufrief, vergaß er Tiffels. Der KEC-Stürmer zögerte einen Moment, bevor er sich kopfschüttelnd und lächelnd auf die Spielerbank setzte. „Ich habe mich gewundert, aber ist ja auch nicht so wichtig“, erklärte er. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass Tiffels bis Dienstag auch in der Statistik auf der Haie-Homepage fehlte.

Viel wichtiger für ihn und vor allem das Team war am Sonntag beim 4:2-Heimerfolg ohnehin sein Treffer zum vorentscheidenden 3:2 (45.). Nach Vorarbeit von Akeson brachte er die Scheibe aus einem Gewühl im Slot an ERC-Goalie Jochen Reimer vorbei und wurde von den Fans und Oliver Frühauf entsprechend gefeiert. Zusammen mit Akeson und Center Colby Genoway bildet Flügelstürmer Tiffels unter dem neuen Coach Dan Lacroix die Top-Reihe der Haie. Eine Formation, die diese Bezeichnung zurecht trägt, ist sie doch mit 15 Punkten die produktivste dieses Viertelfinals. Zum Vergleich: Die formell beste Ingolstädter Reihe mit Jerry D’Amigo, Patrick Cannone und Michael Collins kommt in fünf Spielen nur auf vier Punkte. Am Freitag im sechsten Spiel der Serie in Ingolstadt sind Tiffels, Akeson und Genoway wieder gefragt. Denn für die Haie heißt es angesichts ihres 2:3-Rückstandes in der Serie zum zweiten Mal „siegen oder fliegen“. Den roten Helm trägt dann übrigens wieder Akeson, der zwar wie Freddy Tiffels sechs Punkte auf dem Konto hat, aber bei drei Toren und drei Assists einen Treffer mehr aufweist als der Deutsche (2/4).

In der kommenden Saison könnten die beiden Unterstützung von Jonathan Matsumoto bekommen. Dem Vernehmen nach sind die Haie an einer Verpflichtung des 32-jährigen Kanadiers interessiert. Der Mittelstürmer, der mit RB München 2017 und 2018 Meister und in dieser Saison mit 52 Punkten zweitbester Scorer der DEL-Hauptrunde war, verabschiedet sich aus Iserlohn und soll schon einen Vertrag bei einem anderen Club unterschrieben haben. Übrigens: Bei den Roosters trug der MVP der Playoffs 2018 den roten Topscorer-Helm.