Fast wie in alten Zeiten

<b>Berthold Bisselik:</b> "Wir haben keinen Grund, uns zu verstecken."

<b>Berthold Bisselik:</b> "Wir haben keinen Grund, uns zu verstecken."

Eric Taylor gastiert am Donnerstag mit Bremerhaven bei den Dragons - Coach des Basketball-Zweitligisten aus Rhöndorf sieht der Partie gelassen entgegen

Bad Honnef. (wim) Es hat schon etwas von einem Derby, wenn die Rhöndorfer SOBA 2BA Dragons am Donnerstagabend (19.30 Uhr, Menzenberger Straße) die Eisbären Bremerhaven zum Spitzenspiel in der 2. Basketball-Bundesliga empfangen.

Die Gäste aus Norddeutschland strahlen zwar nicht gerade Lokalkolorit aus, locken aber dennoch zahlreiche Sympathisanten in die Halle.

Rund 200 Fans des Bundesligisten Telekom Baskets Bonn wollen ihren früheren Publikumsliebling Eric Taylor unterstützen - der 33-jährige US-Amerikaner hat nach seinem Gastspiel in Schweden im Herbst seiner Karriere beim Titelaspiranten Bremerhaven angeheuert.

"Fast wie in alten Zeiten", freut sich Dragons-Manager Michael Wichterich, der die Erstliga-Duelle zwischen Rhöndorf und den Baskets noch auf dem Spielfeld erlebte und am Donnerstagabend mit einer ausverkauften Halle rechnet.

"Die restlichen Karten gehen sicherlich an der Abendkasse weg", meint Rhöndorfs ehemaliger Bundesligaspieler. Neben Taylor, der mit einem Schnitt von 20 Punkten Topscorer der Bremerhavener Eisbären ist, kann der Tabellendritte auf weitere Basketball-Hochkaräter zurückgreifen.

Taylors Landsmann Troy Ostler spielte bereits in der nordamerikanischen Profiliga NBA für die New York Knicks und gilt als Rebound-Ass. Darüber hinaus ist der litauische Center Virginijus Sirvydis auch immer für eine zweistellige Punktausbeute gut.

Weitere Top-Spieler bei den Eisbären sind 2,04-Meter-Center Nerijus Karlikanovas, der vom Ligarivalen Schwelm nach Bremerhaven wechselte, und der Ex-Sechtemer Robert Sarovic.

Einen Dämpfer erfuhr das Bremerhavener Starensemble - mit dem klaren Ziel Aufstieg in die Saison gegangen - zuletzt bei der Pleite gegen Spitzenreiter Schwelmer Baskets. Prompt griffen Eisbären-Coach Sarunas Sakalauskas und sein Assistent, der frühere Sechtemer Zweitliga-Trainer Carsten Pohl, durch und suspendierten Leistungsträger Kestutis Marciulionis.

Dragons-Coach Berthold Bisselik kann personell aus dem Vollen schöpfen und sieht der Partie gelassen entgegen. "Der Druck liegt eindeutig bei Bremerhaven. Wir haben keinen Grund, uns zu verstecken und werden auf unsere Chancen lauern." Immerhin könnten die in eigener Halle noch ungeschlagenen Dragons bei derzeit sechs Minuspunkten mit einem Sieg sogar an Bremerhaven vorbeiziehen.

Nachwuchsmann Dominik Bahiense de Mello, der bei der Niederlage am vergangenen Wochenende in Schwelm verletzt ausscheiden musste, gegen Bremerhaven aber wieder einsatzfähig ist, formuliert eine deutliche Kampfansage an den Titelaspiranten: "Wenn die Halle voll ist und es so richtig warm wird - da bekommt man schon einen Adrenalinschub."