Es wartet "schwere Defensiv-Arbeit"

Bundesliga-Basketballerinnen vom BG Rentrop Bonn am Samstag in Oberhausen

Bonn. (wim) Anna Stammberger ist vorsichtig. Das Auswärtsspiel bei uniVersa NB Oberhausen (Samstag, 18.30 Uhr) will die Trainerin des Damenbasketball-Bundesligisten BG Rentrop Bonn keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.

"Wir haben im vergangenen Jahr das Pokalspiel in Oberhausen verloren.

Das ist uns Warnung genug." Und damals spielte der Bonner Gegner noch in Liga zwei.

Nach dem Aufstieg haben die Oberhausener Verantwortlichen noch einmal tief in die Tasche gegriffen. Vom inzwischen zurückgezogenen Rekordmeister Gold-Zack Wuppertal kamen die beiden Nationalspielerinnen Ute Krätschmann und Christina Hahn an den Niederrhein.

Die Schwedin Anna Kristina Bjällmark verstärkt Oberhausen auf der Flügelposition, Rebecca Christina Cotton aus Neuseeland agiert unter den Körben. Das junge und schnelle Team von Trainerin Julia Gajewski setzt weiterhin auf Centerin Kirsten Kröger, Flügelspielerin Marie-Luise Mono und Guard Justine Sczesny.

Seine Qualitäten stellte der Neuling schon unter Beweis, Siege gegen Rist-Wedel und Nördlingen stehen bereits schon zu Buche. Titelfavorit BG Dorsten konnte Oberhausen bei der 58:63-Niederlage zudem lange Paroli bieten.

Apropos Schnelligkeit: Beim letztlich ungefährdeten Heimsieg gegen Wolfenbüttel hatte Vize-Meister BG Rentrop Bonn am vergangenen Samstag zumindest am Anfang Probleme mit den flinken gegnerischen Kräften.

Daher nimmt Stammberger gegen Oberhausens wendige Garde besonders ihre kleineren Basketballerinnen um die routinierte Russin Irina Minch in die Pflicht. "Auf uns wartet schwere Defensiv-Arbeit. Das war bisher noch nicht unsere Stärke. Das Spiel in Oberhausen wird ein echter Härtetest", so die BG-Trainerin.

Eine 1,94 Meter große Nationalspielerin wie die Bonnerin Martina Weber dürfte in Normalform von ihren Oberhausener Kontrahentinnen allerdings genau so wenig zu stoppen sein wie Center-Kollegin Gaby Mrohs-Czerkawski.

Die BG Rentrop Bonn reist mit 10:4 Punkten im Rücken und ohne Personalprobleme nach Oberhausen. Stammberger ist das schon etwas unheimlich: "Man kommt normalerweise nicht verletzungsfrei durch eine Saison. Und wenn, dann hat man Ausfälle lieber am Anfang. Aber wir klopfen auf Holz und hoffen, dass alle gesund bleiben."