Heimsieg gegen Schwenningen Wild Wings

Erster Einsatz für Stürmer Tiffels bei Kölner Haien

Der Franzose Guillaume Leclerc (l) und DEB-Akteur Frederik Tiffels fighten um den Puck.

Der Franzose Guillaume Leclerc (l) und DEB-Akteur Frederik Tiffels fighten um den Puck.

Köln. Beim Debüt von Nationalstürmer Frederik Tiffels haben die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga ihre ausgezeichnete Form unterstrichen. Der 3:1-Erfolg gegen Schwenninger Wild Wings war der vierte Sieg in Serie für die Kölner Haie.

Für Frederik Tiffels haben sich gleich zwei Träume erfüllt. Der gebürtige Kölner und im Nachwuchs des Kölner EC ausgebildete Stürmer hat sein erstes Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für seinen Heimatclub absolviert. Und das Alles auch noch an der Seite seines um ein Jahr älteren Bruders Dominik. Dem Nationalspieler blieb bei seinem ersten Pflichtspiel seit der WM im Mai in Dänemark der ganz große persönliche Moment verwehrt. Ihm dürfte es aber auch wichtiger gewesen sein, dass seine Kölner Haie mit dem 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Heimsieg  gegen die Schwenningen Wild Wings zum ersten Mal in der Ära von Trainer Peter Draisaitl vier glatte Siege in Folge einfahren konnten. Zur Hälfte der 52 Spiele umfassenden Hauptrunde hat der KEC zudem seinen Platz unter den Top Sechs der Tabelle gefestigt.

Nach 2:12 Minuten war es soweit. Freddy Tiffels betrat vor 7511 Zuschauern zum ersten Mal das Eis der Lanxess Arena. Ein paar Augenblicke später berührte der 23-Jährige auch erstmals das Spielgerät und hätte beinahe seinen ersten Treffer erzielt. Die Scheibe rutschte ihm beim Torschuss aber über den Schläger. Schade um den kitschigen Moment. Der Debütant, der zunächst in der vierten KEC-Sturmreihe auflief, hatte damit regen Anteil an der schwungvollen Anfangsphase seines Teams. Mit zuletzt drei Siegen in Folge strotzten die Haie vor Selbstbewusstsein und ließen dem Schlusslicht aus dem Schwarzwald kaum Zeit zum Durchatmen. Der 17-jährige Junghai Simon Gnyp, der wie Tiffels seine DEL-Premiere feierte  (4.), Felix Schütz (4.) oder Lucas Dumont hatten die Führung auf dem Schläger. Das 1:0 war überfällig und fiel im zweiten Powerplay der Kölner. Der immer besser in Schwung kommenden Alexander Oblinger fälschte einen Pass von KEC-Topscorer Jason Akeson unters Tordach ab (11.).

So verdient dieser Treffer auch war, so sorglos ließ er die Haie sofort im Anschluss werden. Die Wild Wings durften mitspielen und kamen am Ende einer eigentlich harmlosen Überzahl zum Ausgleich. Vili Sopanen schloss eine flüssige Kombination unbehelligt und erfolgreich ab (14.). Marcel Kurth hatte sogar die Führung auf dem Schläger, fand seinen Meister aber in KEC-Goalie Gustaf Wesslau (17.). Als auf der anderen Seite Colby Genoway nur den Innenpfosten traf (19.), stand in der ersten Pause nur ein 1:1 auf dem Videowürfel.

Zu wenig aus Sicht der Haie, die im zweiten Drittel in den Arbeitsmodus schalten mussten. Es entwickelte sich nämlich wie schon zzuletzt beim 2:1 gegen Straubing eine zähe Angelegenheit. Gut für die Kölner, dass Felix Schütz nach einem schnellen Konter von Akeson die verwaiste Scheibe im Schwenninger Torraum fand und gedankenschnell zum 2:1 einschob (25.). Es blieb aber eng, weil Sebastian Uvira (34./47.) sowie Oblinger (37.) das 3:1 verpassten. Zudem produzierten die Kölner in einer zweiminütigen doppelten Überzahl keine zündende Idee (49.). So blieben die Wild Wings in Schlagweite und ließen die Gastgeber zittern, bis Schütz 26 Sekunden vor Schluss zum 3:1 ins leere Gästetor traf. Eine perfekte doppelte Premiere für Freddy Tiffels und Verteidiger Simon Gnyp. Ihren Youngster schickten die gestandenen Haie zur Belohnung alleine auf die Ehrenrunde. Den Augenblick und den Applaus dürfte Gnyp sein Leben lang nicht mehr vergessen.   

Köln: Wesslau; Sulzer, Ellis; Zerressen, D. Tiffels; Gnyp, Potter; Jones, Genoway, Oblinger; Schütz, Pfohl, Akeson; Uvira, Zalewski, Dumont; Köhler, Hospelt, F. Tiffels. – SR.: Bauer/Schukies. – Zuschauer: 7511. – Tore: 1:0 Oblinger (10:57/Akeson, Ellis, PP1), 1:1 Sopanen (13:39/PP1), 2:1 Schütz (24:59/Akeson, Pfohl), 3:1 Schütz (59:34/Akeson). – Strafminuten: Köln 10; Schwenningen 14 plus 10 Giliati.