Entscheidungen in der Bonner Sportplatzsanierung

Ippendorf und Roleber auf Überholspur

Bonn. (nik) Die Ippendorfer Fußballer und die des BSV Roleber können sich freuen: Der Bonner Stadtrat beschloss am Donnerstag, dass ihre Sportplätze 2010 aus Mitteln des Konjunkturpakets II zu Kunstrasenplätzen umgebaut werden; auf Empfehlung der beiden Bezirksvertretungen wurden dafür der Aschenplatz im Franz-Elbern-Stadion und der Nebenplatz im Sportpark Nord aus dem Sanierungsprogramm gestrichen. Der Rat entschied sich damit gegen das Votum des Sportausschusses.

Unstrittig war in allen Parteien, dass bereits 2009 mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes in Buschdorf und die Sanierung des Aschenplatzes an der Sportanlage Bechlingshoven (Gesamtschule Beuel) begonnen werden soll. Insgesamt stehen für die Sanierung der vier Plätze zwei Millionen Euro zur Verfügung.

2011 sollen der Sportplatz Plittersdorf und der Aschenplatz in der Bezirkssportanlage Oberkassel Kunstrasen erhalten - sofern Mittel aus dem städtischen Haushalt bereit stehen.

Beschlossen wurde auch, dass die Verwaltung prüfen soll, wie der weitere Betrieb des F.-A.-Schmidt-Platzes in Dottendorf und des Platzes Vogelsang ermöglicht werden kann. Verwaltung und Sportausschuss hatten beide Anlagen schließen wollen.

Sportdezernent Ludwig Krapf bedauerte die Mehrheitsentscheidung des Rats, nur die Grünen und vereinzelte Mitglieder des Sportausschusses hatten für das Modell des Sportausschusses votiert.

"Die Stadt hatte mit dem externen Gutachten der Fachholschule Remagen eine objektive Grundlage, auf der man die weitere Sanierungs-Reihenfolge in den nächsten Jahren hätte beschließen können. Dieser Grundlage hat man sich jetzt beraubt. Jetzt geht es in den nächsten Jahren wieder um Einzelinteressen. Aber so ist eben Politik."