Heimspiel gegen Gießen Rackelos

Dragons Rhöndorf droht der Abstieg

Bis zur letzten Sekunde wollen Zygimantas Riauka (vorn) und die Dragons Rhöndorf um den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B kämpfen.

Bis zur letzten Sekunde wollen Zygimantas Riauka (vorn) und die Dragons Rhöndorf um den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B kämpfen.

BAD HONNEF. Nach 25 Jahren droht den Basketballern der Dragons Rhöndorf der Sturz in den Amateursport. Am Samstag sind sie im Heimspiel gegen die Gießen Rackelos gefordert.

Jetzt wird es ganz eng für die Dragons Rhöndorf in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Nach einer 25-jährigen Erfolgsgeschichte in der 1. und 2. Bundesliga droht den Drachen der bittere sportliche Abstieg in den Amateursport – in die Regionalliga. Dabei spielten die Rhöndorfer im vergangenen Jahr unter der Leitung von Trainer Thomas Adelt eine starke Saison und belegten Rang drei in der Gruppe Süd, bevor die Konkurrenten einige Stammspieler mit guten Angeboten weglockten. Der komplette Neuaufbau hat bislang sportlich nicht hingehauen. Die junge Garde müht sich redlich, doch die Qualität und der finanzielle Einsatz der anderen Teams haben stark zugenommen. Das jüngste Beispiel ist s.Oliver Würzburg, das Anfang Januar den spielstarken Power Forward Justin Smith verpflichtete, der für Rhöndorf sowohl in der Pro A als auch in der Pro B aktiv war.

Zurück zu den Drachen: Die Lage ist dramatisch. Nach 18 von 22 Spieltagen liegen die Rheinländer mit nur acht Punkten (vier Siegen) auf dem elften – sprich dem vorletzten – Platz der Gruppe Süd. Dahinter haben die punktgleichen Kölner die Rote Laterne inne. Das wäre alles noch nicht so schlimm, wenn die davor platzierten Mannschaften nicht einen so großen Vorsprung hätten. Der Tabellenzehnte Würzburg (13 Punkte) ist bereits fünf Zähler entfernt. Noch komfortabler ist der Vorsprung des Tabellenneunten Ulm, der 16 Punkte (acht Siege) auf der Habenseite hat und noch um den Einzug in die Playoffs kämpft.

Dragons könnten acht Punkte ergattern

Die Statuten sehen vor, dass nach der Hauptrunde die Teams von Platz eins bis acht die Playoffs ausspielen und die Mannschaften von Platz neun bis zwölf die beiden Absteiger ermitteln. Der Modus der Playdowns funktioniert wie folgt: Die Teams von Platz neun bis zwölf nehmen ihre Punkte aus der Hauptrunde mit. In den Playdowns spielen sie dann im Modus „jeder gegen jeden“ ein Hin- und ein Rückspiel – macht für Rhöndorf also insgesamt sechs Spiele und maximal zwölf Zähler. Hinzu kommen noch die vier Spiele aus der Hauptrunde, die die Mannschaft von Trainer Thomas Adelt im Februar absolviert. Am Samstag steht das Heimspiel gegen die Gießen Rackelos an. Anschließend geht es zum schweren Auswärtsspiel in Elchingen. Es folgen zwei Heimspiele gegen Ulm und Würzburg. Die Dragons könnten im Idealfall also in der Hauptrunde noch acht Punkte ergattern.

Natürlich ist dies alles Spekulation. Die Drachen müssen auf dem Platz die richtige Antwort geben. „Wir wissen um die schwere Mission“, sagt Coach Adelt. „Aber in den Playdowns kann vieles passieren. Wenn eine Mannschaft drei Siege entfernt ist, kann man das noch aufholen. Die nächsten Wochen werden enorm spannend. Wir gehen mit höchster Motivation an die Aufgaben heran und haben uns längst noch nicht aufgegeben.“

Man darf gespannt sein, welchen Verlauf die Saison für Rhöndorf nimmt. Zudem ist bei den Regionalligisten noch vieles in der Schwebe. Es könnte sein, dass ein Team aus finanziellen Gründen das Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt oder eine Wildcard für die Pro-B-Saison 2019/20 vergeben werden muss, wenn ein Verein in finanzielle Schieflage kommt. Davon könnte Rhöndorf partizipieren, sollte es sportlich schiefgehen.