Zusammenarbeit am Rhein

Dragons Rhöndorf, Telekom Baskets und Schloss Hagerhof arbeiten zusammen

Eine gelebte Kooperation für den Basketball. Von links: Thomas Adelt (Trainer Dragons), Michael Wichterich (Sportmanager Baskets), Olaf Stolz (Sportlicher Leiter Baskets), Klaus Beydemüller (Kommunkation Dragons), Michael Laufer (Geschäftsführer Schloss Hagerhof), Christian Mäßen, (1. Vorsitzender Dragons Rhöndorf), Alex Dohms (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf), Savo Milovic (Trainer Telekom Baskets Bonn II).

Eine gelebte Kooperation für den Basketball. Von links: Thomas Adelt (Trainer Dragons), Michael Wichterich (Sportmanager Baskets), Olaf Stolz (Sportlicher Leiter Baskets), Klaus Beydemüller (Kommunkation Dragons), Michael Laufer (Geschäftsführer Schloss Hagerhof), Christian Mäßen, (1. Vorsitzender Dragons Rhöndorf), Alex Dohms (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf), Savo Milovic (Trainer Telekom Baskets Bonn II).

BAD HONNEF. Dragons Rhöndorf, Telekom Baskets Bonn und Schloss Hagerhof wollen talentierte Spieler aus der Region entwickeln. Vier Bonner erhalten eine Doppellizenz und spielen für die Rhöndorfer in der Pro B.

Es sah nicht gut aus in den vergangenen Wochen bei den Pro-B-Basketballern der Dragons Rhöndorf: Nach einer starken Saison hatten die Leistungsträger Angebote anderer Vereine erhalten und die Drachen allesamt verlassen. Kapitän Viktor Frankl-Maus wechselte zu Bayern München II in die Pro B Süd, Thomas Michel ging zum Pro-B-Ligisten Rheinstars Köln, Valentin Blass schloss sich dem Ligakonkurrenten Leverkusen an. Und Anton Geretzki verließ die Rhöndorfer ebenfalls – mit unbekanntem Ziel.

Drohte da ein zu großer Aderlass, der die Wettbewerbsfähigkeit der Dragons gefährden könnte? Offenbar nicht. Denn seit Wochen basteln Trainer Thomas Adelt und Co. intensiv an der Zukunft des Clubs und haben zusammen mit den Telekom Baskets Bonn und dem Schloss Hagerhof Lösungen erarbeitet, wie die Abgänge kompensiert werden können. „Dass Rhöndorfer Spieler Angebote anderer Clubs erhalten würden, war uns klar. Und natürlich hätten wir einen Spieler wie Thomas Michel gerne behalten. Aber jetzt werden wir neue Talente nach vorne bringen“, erklärte Michael Wichterich, Sportmanager des Bonner Bundesligisten.

Ein Spielmacher aus den USA

Die basketballerische Infrastruktur sei mit dem Hagerhof-Gymnasium, den Dragons und den Möglichkeiten bei den Telekom Baskets überragend: „Junge Spieler sind beeindruckt, welche Chancen sie vorfinden, um hier eine mögliche Profikarriere zu starten“, so Wichterich. Vier Bonner Spieler, ausgestattet mit einer Doppellizenz, werden in der neuen Saison in Rhöndorf spielen und abwechselnd in Bonn und bei den Dragons trainieren. Darunter auch der 19-jährige Flügelspieler Bo Meister vom Pro-A-Ligisten Ehingen und Julian Jasinski, ein 22-jähriger Powerforward, der in der vergangenen Saison bei den Telekom Baskets zu Bundesliga-Kurzeinsätzen kam, vor allem aber in der Regionalligamannschaft der Baskets eingesetzt wurde. „Wenn diese Spieler mit den Baskets-Profis das Vormittagstraining absolvieren, bringt es sie zusätzlich weiter. Zwei der vier Spieler werden dann abends zudem in Rhöndorf trainieren“, erklärte Olaf Stolz, sportlicher Leiter der Telekom Baskets.

Rhöndorfs Trainer Adelt bestätigte, dass der Kader jünger werde, aber in der Pro B absolut konkurrenzfähig sei: „Unser Ziel sind weiterhin die Playoffs, wir werden einen guten Kader hinbekommen.“ Adelt sichtet derzeit etliche Spieler. Als Spielmacher soll ein US-Amerikaner verpflichtet werden. Da ab der neuen Saison nur noch ein US-Amerikaner auf dem Feld stehen darf, wird Rhöndorf vorwiegend Spieler aus Deutschland oder dem EU-Ausland verpflichten. Adelt: „In ein paar Tagen werden wir weitere Spielerzugänge vermelden.“

Michael Laufer, Geschäftsführer am Schloss Hagerhof, ist sich sicher, dass die im vergangenen Jahr neu gestartete Kooperation Früchte tragen wird: „Seit einem Jahr läuft es wieder viel besser. Wir werden keine Talente aus Berlin, Bamberg und München zu uns holen können. Über ein Talentsichtungsprogramm, das schon in der Grundschule anfängt, werden wir aber hochtalentierte Spieler aus der Region fördern und entwickeln."

Der momentane Kader: Patrick Reusch, Christoph Molitor, David Falkenstein (Doppellizenz), Karl Mamady Dia, Fabian Vermum, Yannik Kneesch, Alexander Möller (Doppellizenz), Joachim Koschade, Joe Mvuezolo Junior (Neuzugang), Julian Jasinski (Neuzugang, Doppellizenz), Bo Meister (Neuzugang, Doppellizenz).