Motorsport

Der erste Frikadelli-Sieg nach drei Jahren auf dem Nürburgring

Lance David Arnold (links) und Felipe Fernandez Laser freuen sich über ihren Sieg.

Lance David Arnold (links) und Felipe Fernandez Laser freuen sich über ihren Sieg.

Nürburgring. Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring: Lance David Arnold und Felipe Fernandez Laser gewannen den dritten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

Endlich Grund zur Freude für das Frikadelli-Team aus Barweiler: Lance David Arnold und Felipe Fernandez Laser gewannen auf einem Porsche 911 GT3R souverän den dritten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

Mit über einer halben Minute Rückstand folgten Frank Stippler und Vincent Kolb im Phoenix-Audi R8 LMS auf dem zweiten Rang. Den letzten Podestplatz sicherten sich Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach auf einem Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3. Der zweite Frikadelli-Porsche landete mit Klaus Abbelen, Alexander Müller und Sabine Schmitz auf dem fünften Platz. Für Frikadelli war es der erste Sieg nach drei Jahren.

Im Qualifying lief es zunächst für das Wochenspiegel-Team Monschau. Die Vorjahressieger setzen in diesem Jahr erstmals zwei der italienischen Boliden ein und stellten tatsächlich beide Ferrari in die erste Startreihe. Ein Novum in der über 40-jährigen VLN-Geschichte. Die Pole-Position sicherte sich Christian Menzel vor Jochen Krumbach. Nur die beiden Ferrari-Piloten blieben unter der magischen Acht-Minuten-Marke. Die späteren Sieger fuhren nur die elftschnellste Zeit und waren froh, überhaupt am Rennen teilnehmen zu können. Durch einen Unfall im Training war ihr Porsche arg beschädigt worden und erst kurz vor dem Start wieder einsatzbereit.

Der Polesetter hatte bereits in der ersten Runde technische Probleme. So übernahm das Schwesterauto die Führung. Der Frikadelli-Porsche von Arnold/Laser arbeitete sich konstant nach vorne. „Das Auto ist nach dem 24-Stunden-Rennen neu aufgebaut worden und fühlte sich heute wirklich gut an“, berichteten Arnold und Laser unisono nach dem Rennen.

Aufwärtstrend für das Getspeed-Team

In der Schlussphase überholte der Frikadelli-Porsche den Wochenspiegel-Ferrari, der zu diesem Zeitpunkt von Georg Weiss, einem Amateurrennfahrer, pilotiert wurde. „Ich bin 59 Jahre alt. Da ist man nicht mehr der Allerschnellste“, nahm es Weiss locker. In der Folge musste er sich auch dem Phoenix-Audi geschlagen geben.

Im Mittelpunkt stand nach ihrer Krebserkrankung aber Sabine Schmitz, zweifellos der Publikumsliebling an der Nordschleife. Sie feierte ein erfolgreiches Comeback. „Sabine ist sechs Runden problemlos gefahren. Reingekommen ist sie nur, weil Klaus meinte, für den Anfang sei es genug“, erzählte Mutter Ursula. Und Klaus Abbelen ist nicht nur der Lebensgefährte, sondern auch der Teamchef. „Ich habe das Fahren echt vermisst. Für mich waren die Runden eine Wellness-Kur“, freute sich die Heimkehrerin – und mit ihr die Fans.

Klarer Aufwärtstrend auch für das Getspeed-Team des Alfterers Adam Osieka. Seine Piloten Steve Jans, Marek Böckmann und Gerhard Christopher belegten am Ende den siebten Rang. Helmut Baumann, ebenfalls aus Alfter, fuhr mit seinen Mitstreitern auf einem Lexus auf Platz zwei in seiner Klasse. Bruder Horst hatte Pech. Nach technischen Problemen an seinem BMW GT4 im Training musste er auf den Start verzichten.

Ergebnisse: 1. Lance David Arnold/Felipe Fernandez Laser (Frikadelli-Porsche GT3R), 2. Frank Stippler/Vincent Kolb (Phoenix-Audi R8 LMS), 3. Georg Weiss/Oliver Kainz/Jochen Krumbach (Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3), 4. Alexandre Imperatori/Jens Klingmann (Falken-BMW M6 GT3), 5. Klaus Abbelen/ Sabine Schmitz/Alex Müller (Frikadelli-Porsche GT3R), 6. Jonathan Hirschi/Hunter Abbot/Jordan Tresson (Walkenhorst BMW M6 GT3).