VLN-Langstreckenmeisterschaft

David Arnold gewinnt auf Nürburgring unter Vorbehalt

Der siegreiche Frikadelli-Porsche von Arnold/Siedler fuhr zeitweise recht ungestört und musste nur die Gegner aus kleineren Kategorien überrunden.

Der siegreiche Frikadelli-Porsche von Arnold/Siedler fuhr zeitweise recht ungestört und musste nur die Gegner aus kleineren Kategorien überrunden.

Nürburgring. Munteres Drunter und Drüber bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft: Frikadelli gewinnt zweites Rennen in zwei Wochen, muss aber um den Sieg bangen. Das Piloten-Duo Arnold/Siedler soll gegen die Rennordnung verstoßen haben.

Drei Jahre musste das Frikadelli-Team auf den sechsten Sieg in der Teamgeschichte warten. Vor zwei Wochen platzte endlich der Knoten. Lance David Arnold und Felipe Fernández Laser überquerten im Frikadelli-Porsche 911 GT3R als Erste die Ziellinie. Am vergangenen Samstag gleich der nächste Streich. Den vierten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring gewann erneut Frikadelli-Pilot Lance David Arnold, dieses Mal mit freundlicher Unterstützung von Norbert Siedler.

Allerdings steht der Sieg des Duos unter Vorbehalt, da den Frikadelli-Piloten ein Gelb-Verstoß zur Last gelegt wird. Der zweite Platz ging an Leonard Weiss sowie Christian und Nico Menzel im Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3. Ihre Teamkollegen Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach belegten im Schwesterauto den dritten Rang. Dieter Schmidtmann und Heiko Hammel kamen im letzten Rennen des Renault R.S.01 auf den siebten Platz.

Bereits im Qualifying lief es gut für die späteren Sieger. Norbert Siedler umrundete die 24,3 Kilometer lange Strecke in 7:56,644 Minuten. Zweitschnellster war Jonathan Hirschi auf einem Walkenhorst-BMW M6 GT3. Er bewältigte den Kurs in 7:58,878 Minuten und blieb als erster Schweizer unter der Acht-Minuten-Schallmauer. Die Freude sollte allerdings nur kurz währen. Hirschi hatte gelbe Flaggen missachtet und war voll auf dem Gas geblieben. Das verstimmte die Rennkommissare nachhaltig. Das „Tat-Auto“ und seine verbliebenen Piloten Jordan Tresson und Abbott Hunter durften das Rennen erst nach Passieren der letzten Startergruppe aus der Boxengasse aufnehmen und erhielten obendrein eine 180-Sekunden-Strafe. Hirschi selbst durfte gar nicht mehr fahren. Seine Nordschleifenlizenz wurde an Ort und Stelle eingezogen.

Fahrer aus Bonn mehr oder minder erfolgreich

Beim Start ging Lance David Arnold im Frikadelli-Porsche sofort in Führung, dahinter reihten sich die beiden Wochenspiegel-Ferraris ein. Letztere tauschten zwar im Laufe des Rennens die Plätze, im Großen und Ganzen ging es an der Spitze aber entspannt zu.

Die fragliche Szene, die den Siegern zum Verhängnis werden könnte, spielte sich auf der Döttinger Höhe ab. Dort lief der führende Frikadelli-Porsche auf einen sogenannten Schleppverband auf, hinter dem ein Rennwagen-Pulk mit Tempo 60 fuhr. Noch ungeklärt ist, ob zu dem Zeitpunkt, als der Frikadelli-Porsche auf den Pulk traf, die „Code 60“-Regelung galt. Falls ja, dürfte den Frikadellis ähnliches Ungemach drohen wie ihren Kollegen von Walkenhorst.

Für die Fahrer aus Bonn und Umgebung verlief der Samstag mehr oder minder erfolgreich. Hervorzuheben ist der Troisdorfer Fabian Schiller, der mit seinen Mitstreitern auf einem Porsche des Getspeed-Teams seine Klasse gewann und den zehnten Rang im Gesamtklassement belegte.

Ergebnisse: 1. Lance David Arnold / Norbert Siedler (Frikadelli-Porsche 911 GT3), 2. Leonard Weiss / Christian Menzel/Nico Menzel (Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3), 3. Georg Weiss / Oliver Kainz / Jochen Krumbach (Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3), 4. Frank Stippler / Vincent Kolb (Phoenix-Audi R8 LMS), 5. Klaus Abbelen/Sabine Schmitz/Felipe Laser (Frikadelli-Porsche 911 GT3), 6. Patrick Assenheimer/Christian Hohenadel (Auto-Arena-Mercedes AMG GT3).