Baseball-Bundesliga

Das nächste Spitzenspiel für die Bonn Capitals

Genießt die Atmosphäre unter Flutlicht in Bonn: Nick Miceli, US-Amerikaner und Neuzugang aus Bremen. FOTO: SCHÖNENBORN

Genießt die Atmosphäre unter Flutlicht in Bonn: Nick Miceli, US-Amerikaner und Neuzugang aus Bremen. FOTO: SCHÖNENBORN

BONN. Bonner Baseballer erwarten den Tabellenführer Paderborn. Sascha Koch als Spieler der Woche ausgezeichnet

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel: Nachdem der deutsche Baseballmeister Bonn Capitals den bisherigen Tabellenführer in der Nordgruppe der Bundesliga, die Solingen Alligators, am vergangenen Sonntag zweimal schlagen konnte, wartet nun am Samstag (15 und 18.30 Uhr) im Stadion Rheinaue der aktuelle Primus, die Untouchables aus Paderborn, die wie die Capitals ebenfalls bei 5:1-Siegen stehen.

Zwischen beiden Teams gibt es in dieser Saison weitere Parallelen. Abgesehen vom identischen Punktestand verloren beide Teams jeweils das zweite Spiel gegen die Hamburg Stealers. Mit Aufsteiger Wesseling und Bremen besiegten die Paderborner bislang zwei Teams, die wohl gegen den Abstieg spielen werden. Da hatten die Capitals mit den Solingen Alligators ein dickeres Brett zu bohren. In jedem Fall taugen beide Spiele gegen die Untouchables zu einer echten Standortbestimmung.

Mit Sascha Koch steht der Spieler der Woche der Bundesliga im ersten Spiel auf dem Bonner Wurfhügel, der bislang noch keinen einzigen Run eines Gegners zugelassen hat. Insgesamt präsentiert sich die Defensive des Meisters von 2018 sicher. Dabei gelangen am Sonntag Kevin van Meensel mit einem spektakulären Catch im Outfield und Adrian Stommel mit einer tollen Bewegung im Infield jeweils aufsehenerregende Spielzüge, die jeweils zwei Aus für den Gegner bedeuteten. Und kommt doch mal ein Schlag durch, müssen Infield und Outfield reaktionsschnell auf dem Posten sein – und da verfügen die Capitals durch die Bank über versierte Spieler auf allen Positionen. Mit Stommel, Chris Goebel, Danny Lankhorst und Daniel Lamb-Hunt als stärkste Schlagleute in den bisher sechs Spielen hat die Offensive auch den schweren Gegner Solingen geknackt.

Immer besser in Schwung kommt Bonns Neuzugang Nick Miceli. Aus Bremen in die Bundesstadt gewechselt, hat der US-Amerikaner als Catcher und in der Offensive zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt – und genießt die Spieltage zu Hause in Bonn. „Das ist unbeschreiblich hier unter Flutlicht und vor diesen enthusiastischen Fans“, gab Miceli nach dem Heimauftakt gegen Dohren zu Protokoll. Am Samstag wird der 24-Jährige diese besondere Atmosphäre erneut erleben, denn das zweite Spiel gegen Paderborn wird in jedem Fall unter Flutlicht zu Ende gebracht.