Finale der Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals verpassen die Entscheidung

Bonn. Die Bonn Capitals haben im Kampf um die Meisterschaft der Baseball-Bundesliga die vorzeitige Entscheidung verpasst. Nach einem 7:4-Sieg am Samstag unterlagen sie den Heidenheim Heideköpfe am Sonntag mit 3:5. Nun kommt es zum Showdown in Heidenheim.

Siegteilung in Heidenheim. Siegteilung in Bonn. Der Kampf um die deutsche Baseballmeisterschaft geht in die fünfte und entscheidende Runde. Nach dem 7:4-Erfolg in Spiel drei der Best-of-Five-Finalserie am Samstag vor rund 1200 Zuschauern im stimmungsvollen Rheinauenstadion konnten die Bonn Capitals den Matchball im vierten Spiel vor ähnlich großer Kulisse gegen die Heidenheim Heideköpfe nicht nutzen. Der zweifache Meister aus Baden-Württemberg drehte mit dem 5:3 den Spieß um und erzwang damit das fünfte Duell, das nun am kommenden Samstag auf der schwäbischen Alb um 14 Uhr beginnt.

Mehr als 20 Helfer der Capitals hatten sich am frühen Sonntagmorgen ins Zeug gelegt, um nach den heftigen Regenfällen über Nacht den Platz überhaupt bespielbar zu machen. War schon am Samstag das Rheinauenstadion mit rund 1200 Zuschauern trotz schlechten Wetters schon gut besucht, so füllten am Sonntag knapp 2.000 Fans das Stadion. Die Fans machten eine Riesenstimmung im Nieselregen auf den Rängen und spornten die Capitals immer wieder an. Dass es dennoch im Spiel vier nicht zum Sieg reichte, lag am diesmal fehlenden Spielglück und daran, dass sich die Bonner offensiv in den entscheidenden Momenten gegen die Heideköpfe nicht durchsetzen konnten. Mit sieben Hits verzeichneten die Capitals  sogar zwei mehr als der Gegner, der allerdings aus seinen Schlägen mehr Kapital schlagen konnte.

Sascha Koch mit Problemen

So mussten die Capitals einem schnellen 0:1 hinterherlaufen. Doch Jan Jacob mit einem Double schlug Max Schmitz und Danny Lankhorst im zweiten Inning zur 2:1-Führung nach Hause. Die Fans merkten schnell, dass Bonns überragender Pitcher Sascha Koch an diesem nasskalten Tag etwas Probleme hatte. Dennoch ließ der 19-Jährige nur fünf Hits zu. Ein unglückliches Play der Defensive aber half den Gästen. Nach dem 2:2 im dritten Inning hatten die Heidenheimer im vierten Inning mehrere Läufer auf den Bases, schafften zunächst das 3:2 und profitierten dann von einem Fehler in der Feldverteidigung der Capitals, der das 5:2 einbrachte.

Bonn brauchte Zeit, um sich davon zu erholen. Der wieder sehr gut spielende Danny Lankhorst erzielte im fünften Inning das 3:5 und Eric Brenk war auch fast schon zu Hause, wurde aber im letzten Moment an der Homeplate ausgemacht. Es blieb also bei der Zwei-Punkte-Führung der Heideköpfe. Ähnlich knapp ging es im siebten Inning zu, als Danny Lankhorst um eine Winzigkeit zu spät kam und an der Homeplate ausgemacht wurde. Weitere Runs erzielte keines der Teams mehr.

Bustour nach Heidenheim

„Dann holen wir uns den Titel eben nächste Woche in Heidenheim“, sagten Sportdirektor Florian Nehring und Vorsitzender Udo Schmitz unisono. Denn das Wochenende zeigte, dass die Capitals auch gegen den zweifachen Meister mithalten können. Für das kommende Wochenende werden die Capitals einen Bus chartern, um auch in Heidenheim für die entsprechende Stimmung zu sorgen. Mehr Infos gibt es unter www.capitals.de.

Das dritte Spiel der Best-of-Five-Finalserie am Samstag vor rund 1200 Zuschauern im heimischen Stadion an der Rheinaue hatte das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert nach neun hochklassigen Innings noch mit 7:4 für sich entschieden. Der Mann des dritten Duells aus Bonner Sicht war zweifellos Maurice Wilhelm. Der 30-Jährige, der an seinem Geburtstag am Freitag noch unter Fieber gelitten hatte, übernahm das Werfen für Sascha Koch.

Für das erste Highlight im dritten Spiel sorgte Eric Brenk, der gleich im ersten Inning einen Homerun zur 1:0-Führung für die Capitals schlug. Auch beim 2:0 war Brenk beteiligt. Der 25-Jährige überquerte die Homeplate nach einem Hit von Roper-Hubbert. Wilhelm war es auch, der im dritten Inning mit einem RBI-Tripple für die Punkte drei bis fünf der Gastgeber sorgte – eine Vorentscheidung. Im fünften Inning kamen die Gäste erstmals aufs Scoreboard. Sascha Lutz brachte mit seinem Hit zwei seiner Mitspieler zum 2:5 über die Homeplate. Spannend wurde es dann im siebten Inning, in dem die Schwaben mit zwei weiteren auf 4:5 verkürzen konnten. Den Capitals gelangen noch im unteren Teil des siebten sowie im achten Inning je ein Run zum 7:4-Endstand.