Vorrunde ohne Niederlage

Bonn Capitals stellen Bundesliga-Rekord auf

Zufriedener Trainer: Bradley Roper-Hubbert von den Bonn Capitals.

Zufriedener Trainer: Bradley Roper-Hubbert von den Bonn Capitals.

Bonn. Die Bonn Capitals feiern zwei Siege in Dohren und beenden die Vorrunde ohne Niederlage. Das Halbfinale ist den Baseballern nur noch theoretisch zu nehmen.

Es ist geschafft. Baseball-Bundesligist Bonn Capitals schließt die Normalrunde in der Nordgruppe mit der perfekten Bilanz von 28:0-Siegen ab. Die letzten beiden Partien vor der am 28. Juli beginnenden Playoff-Qualifikation gewann das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert bei den Dohren Wild Farmers mit 9:1 und 13:2. In der Tabelle liegen die Capitals damit acht Spiele vor den Untouchables aus Paderborn und neun vor den Solingen Alligators. Bei zwölf in der Zwischenrunde zu absolvierenden Partien ist den Bonnern damit auch die Halbfinalteilnahme nur noch theoretisch zu nehmen.

Leise Zweifel, ob die perfekte Runde tatsächlich gelingt, gab es in Dohren nur zu Anfang von Spiel zwei. Nach dem ersten Inning lagen die Capitals mit 0:2 zurück. Capitals-Pitcher Riley Barr spielte nicht ganz so stark wie gewohnt, und in der Offensive lief es zunächst alles andere als geschmiert. War da etwa Nervosität zu spüren? Eine Frage, die die Gäste im fünften Inning eindrucksvoll beantworteten. Mit dem besten Inning der gesamten regulären Saison stellte der alte und neue Nordmeister die Weichen auf Sieg. Gleich sieben Runs gelangen den Capitals. Im siebten Inning kamen sechs weitere hinzu. Der am Ende ungefährdete 13:2-Erfolg war eingetütet. Offensiv zeigten sich dabei vor allem Catcher Vincent Ahrens und Riccardo Migliore von ihrer besten Seite. Ahrens schlug einen Three-Run-Homerun, holte mit einem weiteren Hit zwei weitere Punkte nach Hause und sorgte dazu noch für fünf RBI (Runners Batted In), bei dem jeweils ein Mitspieler die Homeplate erreichte. Migliore schlug drei Hits und erlief selbst zwei Punkte. Auch Danny Lankhorst und Adrian Stommel verbuchten je zwei Hits.

Im ersten Spiel hatten die Capitals ebenfalls ein wenig Anlauf gebraucht. Aber ab dem fünften Inning lief's. Überragende Spieler waren diesmal Pitcher Sascha Koch und Shortstop Eric Brenk. Der schon die ganze Saison bärenstarke Koch erstickte mit elf Strikeouts und nur zwei zugelassenen Hits die Offensive der Gastgeber im Keim. Brenk gelangen vier Hits, darunter ein Homerun, zwei Runs und zwei RBI.

„Wir sind natürlich stolz auf diese Serie“, meinte Bradley Roper-Hubbert. „Aber wir schauen weiter, wo wir uns noch verbessern müssen, denn wir wollen wieder ins Endspiel.“