Baseball Bonn Capitals stehen vorzeitig im Halbfinale

Überragende Offensivleistung: Die Capitals, hier Daniel Lamb-Hunt, schraubten ihre Saisonbilanz auf 32:0-Siege.

Bonn. Die Bonner Baseballer sind nach dem Doppelsieg in Solingen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Die Capitals schrauben zudem ihre herausragende Saisonbilanz auf 32:0 Siege.

Baseball-Bundesligist Bonn Capitals hat sich vorzeitig für das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Schon nach dem 9:3-Erfolg im ersten Spiel im Rahmen der Playoff-Qualifikation bei den Solingen Alligators stand fest, dass das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert nach zwei von sechs Spieltagen nicht mehr von Platz eins der Tabelle verdrängt werden kann. Aber auch im zweiten Spiel in Solingen setzte sich der Nordmeister souverän mit 12:1 durch und schraubte damit seine herausragende Saisonbilanz in Normal- und Qualifikationsrunde auf 32:0-Siege. Verfolger Paderborn steht bei 23:9-Siegen, kann also bei noch acht ausstehenden Spielen nicht mehr an die Capitals herankommen.

Im ersten Spiel in Solingen sorgten die Capitals schon sehr früh für klare Verhältnisse. Gleich sechs Runs gelangen den Bonnern im zweiten Inning, wobei die Abwehr der Alligators kräftig mithalf. Chris Goebel sorgte für das 1:0. Nachdem Riccardo Migliore dann ein Double geschlagen hatte, führten die Gäste bereits mit 4:0. Die weiteren Punkte zum 6:0 durch Migliore und Kevin van Meensel kamen durch Fehler der Solinger Abwehr zustande. Pitcher Sascha Koch mit insgesamt neun Strikeouts und die Bonner Feldverteidigung hatten zudem die Offensive der Alligators sicher im Griff. Im vierten, sechsten und achten Inning legten die Capitals je einen Punkt nach. Beim Stand von 9:0 war das Spiel entschieden. Die Gastgeber durften sich mit dem Homerun von Dustin Hughes zum 9:2 im achten Inning trösten. Die insgesamt elf Hits der Capitals verteilten sich auf zehn Spieler – eine außergewöhnliche Bilanz.

Das zweite Spiel begann für die Gäste weniger glücklich, denn Solingen ging bereits im ersten Inning mit 1:0 in Führung. Aber die Antwort der Capitals ließ nicht lange auf sich warten. Im dritten Inning liefen nach einem Schlag von Maurice Wilhelm seine Mitspieler Adrian Stommel und Roper-Hubbert nach Hause. Lennart Weller mit einem Double und dem späteren Run nach Schlag von Kevin van Meensel sorgte für das 3:1 im vierten Inning. Roper-Hubbert machte das 4:1 im fünften Inning. Bis zum siebten Inning hatten die Alligators noch Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Aber dann verließen Pitcher Wilson Lee die Kräfte. Fast 120 Würfe hatte der Ex-Bonner schon zu Beginn des Innings in den Armen. Doch ohne Backup musste der Australier weiter werfen. Mitte des Innings hatte Lee kaum noch Kontrolle über seine Würfe und kassierte fünf weitere Runs.

Den Capitals halfen dabei zahlreiche Walks sowie Hits von Adrian Stommel und Daniel Lamb-Hunt zum 9:1. Nach 152 Würfen ging Lee vom Mound. Die Capitals legten im neunten Inning noch drei Runs nach und siegten so am Ende klar mit 12:1. Offensiv überragten Lamb-Hunt, Roper-Hubbert und Lennart Weller. Die Überlegenheit macht die Pitcherstatistik deutlich: Bonns Werfer Markus Solbach und Riley Barr brauchten zusammen 116 Würfe. Lee und Linus Hartmann warfen zusammen 211 Mal.

Platz eins in der Bundesliga Nord bedeutet für die Capitals, dass sie im Playoff-Halbfinale auf den Zweiten aus der Gruppe Süd treffen. Derzeit ist das Regensburg. Bis dahin aber stehen noch acht Spiele in der Zwischenrunde an.

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